Per Deutsch­land-Sti­pen­di­um zu Job und Doktorarbeit

Dank För­de­rung Wis­sen­schaft und Berufs­pra­xis verbinden
Rene Andres

René And­res kann sich freu­en: Sein ehe­ma­li­ger Deutsch­land­sti­pen­di­um-För­de­rer unter­stützt ihn nun auch bei der Pro­mo­ti­on. Foto: privat

An der Uni­ver­si­tät Trier wer­den der­zeit die Stu­die­ren­den aus­ge­wählt, die in den bei­den nächs­ten Semes­tern mit einem Deutsch­land­sti­pen­di­um in Höhe von monat­lich 300 Euro geför­dert wer­den. René And­res, ehe­mals Stu­dent und nun Dok­to­rand an der Uni­ver­si­tät Trier, kann eine Bewer­bung nur emp­feh­len. Ihm hat das D-Sti­pen­di­um Türen geöff­net und weg­wei­sen­de Kon­tak­te vermittelt.

Ohne das Deutsch­land­sti­pen­di­um hät­te es die heu­ti­ge För­de­rung und wahr­schein­lich auch mei­ne Pro­mo­ti­on nicht gege­ben“, sagt René And­res. Der ehe­ma­li­ge Deutsch­land­sti­pen­di­at ist inzwi­schen wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter und Dok­to­rand bei Prof. Dr. Jörn Block am Lehr­stuhl für Unter­neh­mens­füh­rung und gleich­zei­tig Unter­neh­mens­be­ra­ter bei PwC’s Acce­le­ra­tor in Luxemburg.

Als René And­res 2013 für ein Jahr von PwC mit dem Deutsch­land­sti­pen­di­um geför­dert wur­de, stu­dier­te er noch im Mas­ter Betriebs­wirt­schafts­leh­re und Sta­tis­tik in Trier. In dem Sti­pen­di­um sah der 26-Jäh­ri­ge die Chan­ce, sich einen finan­zi­el­len und zeit­li­chen Frei­raum zu ver­schaf­fen: Für den best­mög­li­chen Abschluss sei­nes Stu­di­ums und für den ersehn­ten Umzug von sei­nem Hei­mat­ort Cochem nach Trier. „Mei­ne Eltern sind kei­ne Aka­de­mi­ker. Ich habe BAföG und Unter­stüt­zung von mei­nen Eltern erhal­ten, ging arbei­ten, um einen Teil mei­nes Stu­di­ums selbst zu finan­zie­ren“, blickt er zurück.

Neben den prak­ti­schen Vor­tei­len ver­sprach sich René And­res vom Deutsch­land­sti­pen­di­um vor allem auch neue Kon­tak­te: „Durch die För­de­rung sah ich die Mög­lich­keit, inter­es­san­te Leu­te ken­nen­zu­ler­nen.“ So wie Dr. Nor­bert Brühl, Part­ner bei PwC in Luxem­burg und René Andres´Ansprechpartner. „Mich haben vor allem sei­ne wis­sen­schaft­li­che Neu­gier und sei­ne Begeis­te­rungs­fä­hig­keit stark beein­druckt. Ich war schon nach dem ers­ten Gespräch davon über­zeugt, dass das Sti­pen­di­um an den Rich­ti­gen ver­ge­ben wur­de“, erin­nert sich Brühl.

Zum Ende sei­nes Mas­ters reif­te bei René And­res der Gedan­ke zu pro­mo­vie­ren. Gleich­zei­tig woll­te er als Unter­neh­mens­be­ra­ter arbei­ten – am liebs­ten bei PwC. Mit einer Pro­mo­ti­ons­idee im Gepäck reis­te er zu sei­nem ehe­ma­li­gen För­de­rer nach Luxem­burg und schlug den Ver­ant­wort­li­chen vor, ihn im Rah­men sei­ner Pro­mo­ti­on zu för­dern. Die Idee stieß direkt auf Begeis­te­rung: „René And­res zeig­te eine äußerst inter­es­san­te Kom­bi­na­ti­on aus aka­de­mi­schem Hin­ter­grund und rele­van­ter Bera­tungs­er­fah­rung“, berich­tet Lau­rent Probst, sein heu­ti­ger Chef und ver­ant­wort­li­cher Part­ner bei PwC’s Acce­le­ra­tor, der die Pro­mo­ti­ons­för­de­rung betreut. Das Ergeb­nis ent­spricht genau dem, was sich René And­res gewünscht hat. „Ich arbei­te ein hal­bes Jahr als Bera­ter, das ande­re hal­be Jahr als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter an der Uni­ver­si­tät“, berich­tet er. Die För­de­rung ist auf drei Jah­re angelegt.

Joern_Block

Wich­ti­ger Pra­xi­s­in­put, neue For­schungs­fel­der und wert­vol­le Kon­tak­te – Dok­tor­va­ter Prof. Dr. Jörn Block sieht in der Zusam­men­ar­beit vie­le Vorteile.

Auch Dok­tor­va­ter Prof. Dr. Jörn Block ist über­zeugt von der Koope­ra­ti­on: „Für mich ist die­se Art der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Uni­ver­si­tät und Pra­xis Neu­land, ich ken­ne das Modell aber bereits von Kol­le­gen. Ins­ge­samt erge­ben sich aus mei­ner Sicht Vor­tei­le für alle drei invol­vier­ten Par­tei­en. Die För­de­rung ermög­licht es mei­nem wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter René And­res, sich voll und ganz auf sei­ne Dis­ser­ta­ti­on zu kon­zen­trie­ren. Zum ande­ren gewin­nen wir als Lehr­stuhl wert­vol­len Pra­xis-Input für unse­re Lehr­ver­an­stal­tun­gen, Kon­takt zu Gast­do­zen­ten aus der Pra­xis und ent­de­cken poten­ti­el­le neue For­schungs­fel­der. Und schließ­lich haben sowohl ich als auch PwC’s Acce­le­ra­tor mit René And­res einen wert­vol­len Mit­ar­bei­ter gewonnen.

Solch ein Modell ist vor allem für Per­so­nen, die Pra­xis und Wis­sen­schaft ver­bin­den wol­len, eine opti­ma­le Kom­bi­na­ti­on und daher ein Zukunfts­mo­dell für die­se Inter­es­sen­grup­pen. Die enge Ver­bin­dung zwi­schen Pro­mo­ti­on und Berufs­pra­xis ist vor allem für René And­res sehr wert­voll, da er bei­spiels­wei­se auf Kon­tak­te aus der Pra­xis zurück­grei­fen kann, um Inter­views zu füh­ren. Aber auch uns ermög­licht die­se Ver­bin­dung, neue For­schungs­fel­der zu ent­de­cken und wert­vol­le Kon­tak­te zu knüpfen.“

Die­se „Win-Win-Win-Situa­ti­on“, wie René And­res sie nennt, hat sich durch die Fort­füh­rung der För­de­rung ein­mal mehr gefes­tigt: „Heu­te steht die Uni­ver­si­tät nicht nur mit mir in engem Kon­takt, son­dern auch mit PwC. Das Deutsch­land­sti­pen­di­um war dafür das Klebestück.“

Wei­te­re Informationen:
www.deutschlandstipendium.uni-trier.de