Stadt­ra­deln: Gold und Sil­ber für die Uni und Bernd Schmitz

Knapp ein Drit­tel aller Team-Kilo­me­ter gin­gen auf das Kon­to des Mitarbeiters
Knapp 1600 Kilometer in drei Wochen: Bernd Schmitz hat der Universität zu einer beachtlichen Gesamtbilanz beim Stadtradeln 2015 verholfen.

Knapp 1600 Kilo­me­ter in drei Wochen: Bernd Schmitz hat der Uni­ver­si­tät zu einer beacht­li­chen Gesamt­bi­lanz beim Stadt­ra­deln 2015 verholfen.

Annä­hernd 4.800 Kilo­me­ter in drei Wochen gera­delt und damit den Aus­stoß von rund 690 Kilo schäd­li­chem CO2 ver­mie­den: Die­se stol­ze Bilanz hat dem Team der Uni­ver­si­tät Trier beim „Stadt­ra­deln 2015 – Radeln für ein gutes Kli­ma“ zwei Urkun­den ein­ge­bracht. Die „Gold­me­dail­le“ erhielt die 21-köp­fi­ge Uni-Mann­schaft in der Son­der­ka­te­go­rie Schu­len. Die „Sil­ber­me­dail­le“ ging an Bernd Schmitz, der mit 1.574 Kilo­me­tern allei­ne fast ein Drit­tel der Gesamt­leis­tung bei­steu­er­te. Mit die­ser Stre­cke beleg­te der Uni­ver­si­täts­mit­ar­bei­ter im Pedell-Dienst bun­des­weit den zwei­ten Platz.

Ich war schon als Kind am liebs­ten drau­ßen in der Natur und habe immer Sport getrie­ben“, blickt Bernd Schmitz auf die Anfän­ge sei­ner Lei­den­schaft zurück. Mit neun Jah­ren saß er zum ers­ten Mal auf sei­nem eige­nen Renn­rad – ein Geschenk zur Kom­mu­ni­on. Die Lie­be zum Zwei­rad ist nie erlo­schen. Auch nicht, als ihm nach einem Motor­rad­un­fall 1992 der Unter­schen­kel sei­nes rech­ten Bei­nes ampu­tiert wer­den muss­te. Das Lau­fen, das dem heu­te 47-Jäh­ri­ge als Leicht­ath­let vie­le Erfol­ge und Top-Plat­zie­run­gen bei Wett­be­wer­ben in Trier und der Regi­on ein­ge­bracht hat­te, muss­te er zwar auf­ge­ben. Mit  Hil­fe einer spe­zi­el­len Pro­the­se saß Bernd Schmitz aber bald wie­der auf dem Rennrad.

Rad­fah­ren ist der schöns­te Sport, den ich mir vor­stel­len kann“, schwärmt Bernd Schmitz von dem beson­de­ren Erleb­nis­mix aus Ver­bun­den­heit mit der Natur, Geschwin­dig­keit und kör­per­li­cher Anstren­gung. Zwi­schen 12.000 und 15.000 Kilo­me­ter rol­len die Rei­fen sei­ner Renn­rä­der jähr­lich auf den Stra­ßen rund um sei­nen Hei­mat­ort Was­ser­liesch. Der Saar­gau, der Hoch­wald und Luxem­burg (wegen der gepfleg­ten Rad­we­ge) sind sei­ne belieb­tes­ten Trai­nings­re­vie­re. Zur Sai­son­vor­be­rei­tung fliegt Bernd Schmitz seit eini­gen Jah­ren im Früh­ling mit Freun­den ins Renn­rad­fah­rer-Para­dies Mallorca.

Gut trai­niert, fährt Bernd Schmitz im Som­mer häu­fig mit dem Rad zur Uni­ver­si­tät. So hat er es auch in der drei­wö­chi­gen Stadt­ra­del-Pha­se gehal­ten. Macht 36 Kilo­me­ter pro Arbeits­tag, die er um vier bis fünf mehr­stün­di­ge Trai­nings­ein­hei­ten pro Woche auf­stock­te. „Beim Rad­fah­ren kann ich her­vor­ra­gend abschal­ten und fin­de einen Aus­gleich zur Arbeit“, erklärt Bernd Schmitz. Mit den 1.574 Stadt­ra­del-Kilo­me­tern hat er die­ses Mal sogar in sei­ner Frei­zeit für die Uni­ver­si­tät „gear­bei­tet“.