Hochschulrat verabschiedete Mitglied

Bevor sich der Hochschulrat im letzten Viertel des Jahres mit der Sichtung von Bewerbungen um das Präsidentenamt und einen Wahlvorschlag befassen muss, lag am 22. Juni eine umfangreiche Tagesordnung vor den Mitgliedern des Gremiums.

Mitglied verabschiedet
Moritz Riesinger nimmt nach dem Abschluss seines Studiums Abschied von der Universität Trier und damit auch vom Hochschulrat, dem er als studentisches Mitglied angehörte. Der Hochschulratsvorsitzende Dr. Josef Peter Mertes dankte ihm für das Engagement, verbunden mit guten Wünschen für einen erfolgreichen Berufseinstieg. In der Sitzung am 14. Juli wird der Senat einen Nachfolger wählen.

Fachbereich-Präsentation
In der Reihe der Fachbereichspräsentationen stellte Dekan Prof. Dr. Alexander Proelß den Mitgliedern des Hochschulrates den Fachbereich V/Rechtswissenschaft vor. Mit der anstehenden Besetzung der 19. Professur, so der Dekan, werde ein neuer Schwerpunkt etabliert: das Recht der Informationsgesellschaft und des geistigen Eigentums. Professor Proelß hob die internationale Ausrichtung und das breite Angebot in den internationalen Rechtsstudien mit Fachkursen in acht Rechtssystemen als ein Markenzeichen des Fachbereichs hervor. Die Trierer Rechtswissenschaft sei in der Forschung gut aufgestellt und fachübergreifend orientiert. In der Lehre biete der Fachbereich den Studierenden eine fundierte Juristenausbildung.

Bericht des Universitätspräsidenten
Berufungsrecht:
Wenn das Berufungsrecht vom Ministerium an den Universitätspräsidenten übergehen sollte, könnte das mit einem Zeitgewinn von bis zu drei bis vier Monaten verbunden sein. Davon geht Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel aus. Der Zeitfaktor, das habe sich zuletzt gezeigt, könne in Berufungsverhandlungen durchaus eine wichtige Rolle spielen.
Förderung: Nachdem die neue Exzellenzstrategie verabschiedet worden ist, wird die Universität prüfen, in welchen Förderlinien sie sich bewerben wird. Als flankierende Maßnahme für eine potenzielle Bewerbung im Programm „Innovative Hochschule“ will sie noch in diesem Jahr am Transfer-Audit teilnehmen. Für die Universität Trier, so der Präsident weiter, sei es darüber hinaus von enormer Bedeutung, dass die Programme des Landes wie „Wissen schafft Zukunft“ und die Forschungsinitiative fortgeführt würden.
Studierendenzahl: Das Interesse an Lehramtsstudiengängen sei rückläufig, zurückzuführen vor allem auf die schlechteren Berufsperspektiven. Im Wettbewerb um Interessierte am Lehramtsstudium gerate die Universität auch deshalb in eine schwierige Lage, weil sie gegenüber Volluniversitäten nicht alle potenziellen Fächerkombinationen anbieten könne, so Präsident Jäckel.
Studienportal: Um Studieninteressierte besser anzusprechen, ist ein Onlineportal unter dem Titel „Mein Studium“ entwickelt und in die Homepage der Universität implementiert worden. Auf die Universität aufmerksam machen sollen auch zwei neue Studienangebote. Gemeinsam mit der Universität Luxemburg werde ein Studiengang in Theaterwissenschaft entwickelt. Internationale Strahlkraft besonders in den asiatischen Raum könnte ein Studiengang entfalten, der gemeinsam mit dem Mercator-Institut für China-Studien (MERICS) konzipiert werden solle.
Ausstellung: Der Lichtkunst-Ausstellung „generator“ in den Katakomben von Campus II soll eine weitere folgen. Für das Wintersemester werde ein Projekt vorbereitet, das mit ausgedienten Diaprojektoren der Universität eine Installation erarbeiten will, informierte der Präsident.
Konzert: Aus Anlass seines Jubiläums im kommenden Jahr wird das Collegium Musicum ein Konzert im Trierer Amphitheater Trier geben. Das Konzert soll Bestandteil des Kultursommers Rheinland-Pfalz sein.

Leitlinien „Gute Arbeit“
Zu den vom Senat verabschiedeten Leitlinien „Gute Arbeit in der Wissenschaft an der Universität Trier“ nahm der Hochschulrat in Form einer Kommentierung Stellung. Die Stellungnahme des Hochschulrates können interessierte Mitarbeiter der Universität beim Vorsitzenden des Hochschulrates, Dr. Josef Peter Mertes, anfordern.

Qualitätssicherung
In Zusammenhang mit Qualitätssicherung lagen dem Hochschulrat mehrere Papiere und Leitlinien vor, denen die Mittglieder einmütig zustimmten. Gleiches gilt für Änderungen der Wahlordnung, die dazu beitragen sollen, das Verfahren zu verschlanken und die Wahlbeteiligung zu erhöhen.