Der Uni-Weinberg wird zum Grünen Klassenzimmer

2016-026-067Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Universität Trier und Präsident Michael Jäckel haben Studierende vom Internationalen Ferienkurs im Uni-Weinberg gearbeitet – und danach den letzten Jahrgang verkostet.

Viel zu tun gab es nicht für die knapp 100 Studierenden aus mehr als 40 Ländern. Die Mitarbeiter des Gutes Avelsbach, zu dem der Uni-Weinberg gehört, hatten die Laubarbeiten im Uni-Weinberg zum Großteil schon erledigt. Sie hatten aber immer noch so viele Weinstöcke übrig gelassen, dass die ausländischen Studierenden bei hochsommerlichen Temperaturen immer noch ordentlich ins Schwitzen kamen.

Die Reben von jeweils fünf Blättern zu befreien, damit die Trauben gut belüftet und Pilzkrankheiten vorgebeugt werden, war dabei weniger anstrengend, als die langen Wege bergauf. Gleichzeitig mussten sich die Studierenden auf den deutschen Vortrag des Uni-Präsidenten konzentrieren, der ausführlich über Weinberg und Wein informierte.

20160816_164638Die allermeisten Studierenden waren das erste Mal im Weinberg, für manche sogar das erste Glas Wein. Den allerwenigsten war vorher bekannt, dass in Trier und Umgebung Wein angebaut wird und die Gegend zu einem der bedeutendsten Anbaugebiete der Welt gehört. „Ich habe mich für Trier entschieden, weil eine Bekannte gerade erst die Stadt besucht und von ihr geschwärmt hat. Von Weinbergen war dabei nicht die Rede, wohl aber von der schönen Innenstadt mit ihrem römischen Weltkulturerbe“, erzählt Honor Wroe.

Die 19-Jährige stammt aus England und studiert in Sheffield Deutsch, Niederländisch und Luxemburgisch. Von daher kam ihr auch die Nähe Triers zu Luxemburg entgegen, auch wenn sie in der Stadt bis jetzt noch kein luxemburgisch gehört hat. Honor ist aber vor allem deswegen inTrier, um Deutsch zu lernen. Ab dem Wintersemester will sie in Dortmund studieren, nur dort gibt es ihre Fächerkombination.

2016-026-035Deutsch lernen will auch der US-Amerikaner Zack Moody, aber nicht um in Deutschland zu studieren. „Dafür ist mein Deutsch noch nicht gut genug“, bedauert der 19-Jährige aus Maryland. Dabei war er bereits ein paar Mal in Deutschland, seine Vorfahren stammen aus der Pfalz, einige Verwandte leben bis heute in der Gegend, auch in Trier. Während des Ferienkurses wohnt er bei ihnen.

Die Teilnehmer des Ferienkurses lernen aber nicht nur Deutsch. Nach den Sprachkursen am Vormittag stehen jeweils wissenschaftliche Vorträge, Ausflüge und Besichtigungen auf dem Programm. Die Studierenden entdecken dabei nicht nur die deutsche Kultur, sondern lernen auch viel über die Länder, aus denen ihre Kommilitonen stammen. Zack ist begeistert: „Der Internationale Ferienkurs erweitert vor allem meinen Horizont. Ich war noch nie mit so vielen Nationalitäten auf einmal zusammen. Ich finde es Klasse, dass ich hier so viele Leute aus so vielen Ländern kennenlernen kann.“

Der Ferienkurs dauert noch bis zum 26. Agust.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Uni-Weinbergs: www.weinberg.uni-trier.de