Öffentliche Verkehrsmittel in Santo Domingo

 

Ich möchte direkt mit diesem Thema beginnen, da ich durch die Entfernung meiner Wohnung zur Universität, mich jeden Tag damit auseinander setzten muss.

In Santo Domingo gibt es, wie in jeder Stadt Taxen, Busse (guaguas), ganz neu eine U-Bahn (Metro) , Mopeds (moto taxi/ moto concho) oder eben Sammeltaxen (conchos oder carros públicos). Alle genannten Verkehrsmittel sind im Vergleich zu Deutschland sehr billig. Mit dem Taxi kommt man bei einem Weg von 40 Minuten auf um die 200 Pesos, was umgerechnet 4 Euro sind.

guaguas verkleinert

guagua

 

carro verkleinert

carro público

moto concho (google-bild)

moto concho (google-bild)

Nachdem ich dann den ersten Tag mit dem Taxi zur Uni gefahren bin, wollte ich am zweiten Tag die carros públicos trotz jeglicher Warnung vor Dieben und roces (unangenehme Berührungen) ausprobieren. Zuallererst ist es wichtig herauszufinden, wo diese Sammeltaxen überhaupt abfahren, in meinem Falle war es La Independencia, da ich in der Touristenzone wohne. Dort angekommen reihen sich um die zehn Autos aneinander, man erkennt die conchos auf den ersten Blick daran, dass sie in sehr schlechtem Zustand sind und fast auseinanderfallen.

coco wagen verkleinert

guaguas und cocos wagen

Das richtige Sammeltaxi habe ich, bevor ich wusste, dass es in der Schlange immer ganz vorne parkt, nur durch Erfragen gefunden. Dabei möchte ich kurz erwähnen, dass mir die extreme Hilfsbereitschaft der Dominikaner jetzt schon besonders aufgefallen ist, insbesondere bei Wegbeschreibungen. Am richtigen Taxi angekommen, erkunde ich mich immer wieder ob es auch wirklich derecho (geradeaus) bis zur PUCMM fährt und dann beginnt das Abenteuer. In einem Sammeltaxi wird man nämlich für 25 Pesos, also um die 50 Cent, transportiert und hat gleichzeitig noch die Ehre sich entweder die Hinterbank mit noch weiteren drei zu teilen oder den Beifahrersitz mit noch einer Person. Spannend wird es dann, wenn die Person, die am äußeren Fenster sitzt, aussteigen möchte und alle Mitfahrer diese rauslassen müssen. Ich muss nicht erwähnen, dass diese Autos keine Klimaanlage haben und es bei 30 Grad zu viert hinten kuschelig warm wird. Hinzu kommt, dass durch die tapones (Stau) sich diese Strecke zur Universität an Wochentagen bis hinzu 40 Minuten strecken kann und ich heute, an einem Samstag, für den gleichen Weg ohne Verkehr, nur zehn Minuten gebraucht habe.

Wie gesagt habe ich trotzdem großes Glück, dass ich auf meinem Weg zur Uni nur ein Sammeltaxi nehmen muss, da deren Routen sehr kompliziert sind und auch das heranwinken eines Taxis geübt sein muss. Alles in allem genieße ich diese dominikanische Erfahrung jeden Tag und nehme nur nach Einbruch der Dunkelheit ein normales Taxi.

Ganz liebe Grüße aus Santo Domingo,

Isabel

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für die interessante Einführung in den öffentlichen Transport – wie wird die „Überbesetzung an Fahrgästen“ denn von offizieller Seite gehandhabt?
    Schön, dass Sie einen guten Start in der Dominikanischen Republik hatten! Alles Gute weiterhin!

  2. Es passiert überhaupt nichts! Letztens ist an mir ein carro público vorbeigefahren, in dem der Beifahrer mit der rechten Hand auf dem Dach des Autos eine zweite Autotür festgehalten hat und das, obwohl die Polizei daneben stand.

  3. Hallo Isabel,
    weist du vielleicht bescheid, ob vom Flughafen öffentliche Verkehrsmittel wie z.B. Busse in allerlei Stadtteile in Santo Domingo fahren. Ich fliege nächste Woche in die DR und bleibe eine Nacht in Santo Domingo. Ich suche gerade die billigste Möglichkeit um vom Flughafen in die Zona Colonial zu kommen. Habe erfahren, dass ein Taxi mich 1800Pesos kosten würde, ein UBER 1000Pesos. Wäre es angebracht besser mit Pesos zu zahlen oder mit Dollar? Viele Grüße Alex

  4. Hallo Alex,
    Es gibt neben den beiden genannten auch noch eine dritte Möglichkeit: Man kann am Flughafen ein motoconcho (Motorradtaxi) nehmen und bis zur Hauptstraße fahren und dort dann eine guagua (Bus)nehmen. Diese bringt dich aber nur bis zum Parque Enriquillo und dann müsstest du noch ein Stückchen in die Zona Colonial laufen. Je nach Uhrzeit und je nachdem wie viel Gepäck man dabei hat ist das nicht besonders empfehlenswert. Letzteres ist auf jeden Fall die preiswerteste Option, aber mit viel Gepäck umständlich, ich würde ein Uber empfehlen. Diesen bezahlt man optimal mit Pesos, aber wenn man gerade keine dominikanischen Pesos hat und den Wechselkurs am Flughafen umgehen möchte, kann man auch mit 20 Euro bezahlen. Aber man braucht natürlich auch Internetzugang um das Uber zu rufen, den bekommt man zB bei dem Doghnut laden im Flughafen.
    Liebe Grüße,
    Isabel

Keine Kommentare.