Auf gut Glück! – Check-in im Wohnheim

Heu­te war “Der Tag”, da alle schö­nen Rei­sen zu Ende sind und der Ein­zug in das Stu­den­ten­wohn­heim statt­ge­fun­den hat. Ab jetzt wer­de ich ein Jahr im Kokui Ryô der Uni­ver­si­tät Kobe wohnen. 

Direkt um 9 Uhr als es los ging ‚war ich da, lei­der ohne mei­ne Tuto­rin, da wir uns einer­seits leicht miss­ver­stan­den haben (sie kann weder Deutsch noch Eng­lisch und mein Japa­nisch ist jetzt lei­der noch nicht das bes­te) und sie ande­rer­seits auch kei­ne Zeit hat­te. Also hieß es: Auf sich gestellt sein. Den Ein­zugs­zet­tel hat­ten wir in der Woche zuvor zusam­men aus­ge­füllt. Danach hör­te es auch schon auf. Ich muss­te beim Check-In eine saf­ti­ge Sum­me von zwei Monats­mie­ten, zwei­mal Neben­kos­ten und ein­mal eine Rei­ni­gungs­ge­bühr zah­len, was mir aber vor­her schon per E-Mail mit­ge­teilt wor­den war.

Nach dem obli­ga­to­ri­schen Pola­ro­id (das von jedem neu­en Bewoh­ner gemacht wur­de), bekam ich mei­nen Schlüs­sel und besich­tig­te mein Zim­mer. Was fand ich vor? Einen wirk­lich blan­ken Raum, in ihm waren nichts außer ein paar Möbel. Der Tutor mei­nes Mit­stu­den­ten war so nett uns zu einem nah gele­ge­nen Bau­markt zu beglei­ten, wo ich mir einen Futon (also eine Matrat­ze mit Kopf­kis­sen und Decke) und ers­te Haus­halts­uten­si­li­en kau­fen konn­te. Als ich alles im Zim­mer ver­staut hat­te, ging ich zurück in den Anmel­de­raum. Eine Mit­ar­bei­te­rin half mir, mich bei den ört­li­chen Elek­tri­zi­täts­wer­ken anzu­mel­den (was NUR tele­fo­nisch oder per Inter­net ging und NUR auf Japa­nisch voll­zo­gen wer­den konn­te).

Zu guter Letzt mel­de­te ich mich bei einer der zwei zur Aus­wahl ste­hen­den Inter­net­fir­men an (Rou­ter und Anschluss gab es umsonst, außer­dem waren ihre Papie­re sehr über­sicht­lich und teil­wei­se auf Eng­lisch). Am Ende des Tages bleibt nur zu hof­fen, dass alles rich­tig aus­ge­füllt ist und mich kei­ne schlim­men Über­ra­schun­gen erwar­ten. So ist das halt, wenn man die Lan­des­spra­che nicht per­fekt beherrscht und trotz­dem ein eigen­ver­ant­wort­li­cher und haft­ba­rer Erwach­se­ner ist. 

Dem­nächst wer­de ich euch über die eigen­tüm­li­chen Regeln des Stu­den­ten­wohn­heims auf­klä­ren und wie man hier den Müll trennt (Das ist näm­lich eine Wis­sen­schaft für sich!).