Japanischkurse und Co.

Heute möchte ich einmal ein bisschen Informatives für die Studentenschaft bringen, die im Begriff ist nach Japan zu gehen (und deren Frist ja Ende nächste Woche abläuft, glaube ich) oder jene, die es in Zukunft machen wollen. Deshalb wird das hier heute nicht so blumig und emotional wie die restlichen Beiträge. Nächstes Mal wieder.

Zunächst, und hauptsächlich, möchte ich über die Japanischkurse sprechen.

Zu Beginn wird man gebeten Online den J-Cat Test zu machen, welcher an vielen Universitäten als Grundlage für die Kurseinteilung dient. Dieser setzt sich aus Übungen aller Art zusammen. Da heißt es nur: Augen zu und das Beste geben. Je nachdem, welche Punktzahl man erreicht, kann man sich grob orientieren und im Endeffekt sogar selbst entscheiden, in welchen Kurs man gehen will. Es gibt 5 Kurslevel und zumindest die unteren Kurse arbeiten mit dem MinnaNoNihongo. Der Japanischkurs teilt sich in die folgenden Kategorien: Grammatik, Lesen, Schreiben, Sprechen, Hören und Kanji. Im Folgenden gehe ich auf jeden Einzelkurs kurz ein. Jede Unterrichtseinheit dauert 90 Minuten. Viele dieser Kurse haben jede Woche einen kleinen Test sowie einen großen Test am Ende jedes Quartals (hier Ende November und Ende Januar). Die Kurse bauen zum Großteil aufeinander auf, und trotz der verschiedenen Lehrkräfte ist der Unterricht perfekt ineinander verzahnt.

Grammatik: Der Grammatikkurs findet viermal pro Woche statt. Dort werden pro Woche ein bis zwei Lektionen des Lehrwerks besprochen, Übungen gemacht, Gruppenarbeiten und ja, auch Hausaufgaben verteilt.

Lesen: Im Leseunterricht werden Materialien verteilt oder auf das Lehrwerk zurückgegriffen. Die Texte werden gemeinsam vorgelesen, Fragestellungen zu den Texten bearbeitet und das entsprechende Vokabular und die Schriftzeichen werden erarbeitet.

Schreiben: Hier werden Texte geschrieben, zu allen möglichen Themengebieten. Auch hier heißt es wieder: Hausaufgaben, denn der Aufsatz, der in der folgenden Woche besprochen wird, muss ja auch geschrieben werden. Zu diesem Unterricht fallen auch Satzkonstruktionen, Bindeglieder zwischen Sätzen und vieles mehr.

Sprechen: Da mein Sprachunterricht diese Woche aufgrund des Taifuns ausgefallen ist, kann ich mich nur auf die Aussagen eines der Kommilitonen verlassen. Laut ihm: „Man redet über ein bestimmtes Thema.“ Wer hätte das gedacht!

Hören: Im Hörunterricht werden Konversationen oder Texte angehört, dazu Fragestellungen beantwortet und über den Inhalt gesprochen. Auch schwierige, japanische Wörter und Betonungen werden besprochen.

 Kanji:  Im Schriftzeichenunterricht werden die Schriftzeichen die für den Tag festgelegt sind besprochen und erklärt. Dazu gibt es viele Arbeitsblätter und Hausaufgaben.

Ich denke, der Arbeitsaufwand ist je nach Level, das man wählt, entweder angemessen oder anstrengend. Aber ob ein Kurs passt oder nicht das merkt man erst, wenn man ihn besucht. Zu der Ausstattung der Universität ist zu sagen, dass überall Apple, Flachbildfernseher, Beamer und Whiteboards verwendet werden. Sehr modern!

Insgesamt kann ich sagen, dass ich die Kursauwahl ziemlich gut finde, und die Kombinationsmöglichkeiten von verschiedenen Leveln der Japanischkurse wirklich erstaunlich finde.

Mein erster Eindruck vom Kursprogramm: Empfehlenswert!