The Twin Cities

Die Twin Cities könn­ten gegen­sätz­li­cher nicht sein – und genau das ist der Grund, war­um hier zu stu­die­ren so schön ist. In die­sem Blog­bei­trag stel­le ich euch Min­nea­po­lis und Saint Paul etwas genau­er vor.

Die Skyline von Downtown Minneapolis

Die Sky­line von Down­town Minneapolis

Min­nea­po­lis

Min­nea­po­lis, die größ­te Stadt in Min­ne­so­ta, ist modern, jung und wahr­schein­lich genau das, was man sich als typisch US-ame­ri­ka­nisch vor­stellt. Nimmt man die Light Rail, eine Art S-Bahn, die die Twin Cities mit­ein­an­der ver­bin­det, fällt einem beson­ders auf, dass Min­nea­po­lis eine Stadt der Super­la­ti­ve ist. Ich bin mir sicher, dass Städ­te wie New York das noch top­pen kön­nen, den­noch sind Bau­ten wie das U.S. Bank Sta­di­um, in dem das loka­le Foot­ball­team, die Min­ne­so­ta Vikings, behei­ma­tet ist, unfass­bar beein­dru­ckend. Die­sen Som­mer erst eröff­net, fragt man sich beim Vor­bei­fah­ren, ob man nicht etwa ein Raum­schiff passiert.

Das U.S. Bank Stadium der Minnesota Vikings

Das U.S. Bank Sta­di­um der Min­ne­so­ta Vikings

Fährt man wei­ter, bringt einen die Bahn nach Din­ky­town. Der Stadt­teil behei­ma­tet die Uni­ver­si­ty of Min­ne­so­ta, an der ca. 50.000 Stu­die­ren­de ein­ge­schrie­ben sind – dem­entspre­chend fin­det hier größ­ten­teils das Nacht­le­ben der Stu­den­ten statt, aber auch tags­über sind die monu­men­ta­len Bau­ten der Uni­ver­si­tät, die vie­len Cafés und Büche­rei­en einen Blick wert.

Das Bob Dylan Mural in Downtown Minneapolis

Das Bob Dylan Mural in Down­town Minneapolis

Die Twin Cities sind für ihre künst­le­ri­sche Sei­te bekannt. Steigt man Down­town aus der Light Rail, macht sich das bereits an den Murals (also Wand­ge­mäl­den) bemerk­bar, die man zwi­schen den meter­ho­hen Wol­ken­krat­zern sehen kann. Beson­ders das Bob Dylan Mural, das seit 2015 das Stadt­bild ziert, ist eine beein­dru­cken­de Hom­mage an einen der bekann­tes­ten Musi­ker des Staa­tes. Aber auch Muse­en wie das Wal­ker Art Cen­ter bewei­sen, dass Kunst hier groß­ge­schrie­ben wird.

Der nördliche Strand von Lake Calhoun

Am Strand am Lake Calhoun

Sei­nem Namen „Land of the 10,000 Lakes“ wird Min­ne­so­ta natür­lich auch in Min­nea­po­lis gerecht. Beson­ders schön ist Lake Cal­houn, an dem man bei gutem Wet­ter am Strand lie­gen oder Kay­ak­tou­ren unter­neh­men kann. Außer­dem ist es emp­feh­lens­wert, die Min­ne­ha­ha Falls im Min­ne­ha­ha Park (sie­he Bei­trags­bild) zu besich­ti­gen und dort die Umge­bung zu erkunden.

Saint Paul

Wer ein typisches U.S.A.-Tourifoto will, ist auf den State Fair Grounds genau richtig

Wer ein typi­sches U.S.A.-Tourifoto will, ist auf den Sta­te Fair Grounds genau richtig

Vik­to­ria­ni­sche Bau­ten, klei­ne Geschäf­te und Cafés und ein fast schon euro­päi­sches Flair fin­det man hin­ge­gen in Saint Paul, der Haupt­stadt des Bun­des­staa­tes. Das Fee­ling hier ist dem­entspre­chend ein ganz ande­res als in Minneapolis.

Natür­lich nen­nens­wert ist der Cam­pus der Ham­li­ne Uni­ver­si­ty. Es mag ein wenig wie Selbst­be­weih­räu­che­rung klin­gen, den­noch ist erwäh­nens­wert, dass hier vor allem im Herbst eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re herrscht. Es ist ein wenig klei­ner und gemüt­li­cher als am Trie­rer Campus.

Die ehemalige Residenz von F. Scott Fitzgerald

Die ehe­ma­li­ge Resi­denz von F. Scott Fitzgerald

Ganz in der Nähe befin­det sich eine ande­re berühm­te Sehens­wür­dig­keit, die schon auf mei­nem Blog Erwäh­nung fand: die Sta­te Fair Grounds. Außer der Sta­te Fair, die ein­mal im Jahr statt­fin­det, gibt es noch eini­ge ande­re Events, die einen Besuch wert sind. Auch ohne beson­de­ren Grund ist es loh­nens­wert, über das weit­läu­fi­ge Gelän­de mit den vie­len bun­ten Gebäu­den zu spazieren.

Am Vandalia Tower lassen sich einige Eyecatcher finden

Am Van­da­lia Tower las­sen sich eini­ge Eye­cat­cher finden

Dass ich immer noch nicht Down­town erwähnt habe, liegt vor allem dar­an, dass sich Saint Paul viel­mehr durch sei­ne klei­ne­ren Ecken aus­zeich­net. Dazu gehört zum Bei­spiel Sum­mit Ave­nue: Eine Allee mit beein­dru­cken­den vik­to­ria­ni­schen Gebäu­den, auf der sich auch die ehe­ma­li­ge Resi­denz des berühm­ten Autors F. Scott Fitz­ge­rald befin­det. Auch Grand Ave­nue mit sei­nen klei­nen Restau­rants und Geschäf­ten bie­tet die­se gemüt­li­che Atmo­sphä­re. Als ich im Rah­men mei­nes Internship Semi­nars bei einem Event aus­half, lern­te ich außer­dem Van­da­lia Tower ken­nen: Ein altes Indus­trie­ge­län­de, auf dem neben eini­gen Unter­neh­men eine Braue­rei und kunst­vol­le Instal­la­tio­nen zu fin­den sind.

Am windigen Como Lake

Am win­di­gen Como Lake

Der Voll­stän­dig­keit hal­ber sei natür­lich auch hier ein See erwähnt. Como Lake lässt sich gut vom Cam­pus der Ham­li­ne Uni­ver­si­ty aus mit dem Fahr­rad errei­chen (die­ses kann man mit dem loka­len Leih­sys­tem bequem an Sta­tio­nen abho­len und wie­der abge­ben) und ist von einem rie­si­gen Park umge­ben. Ist es mal küh­ler, lässt sich bei­spiels­wei­se das Como Con­ser­va­to­ry (ein Gewächs­haus) besichtigen.

Wen es dann doch noch nach Down­town ver­schlägt – übri­gens nicht weni­ger impo­sant als in Min­nea­po­lis, aber etwas klei­ner und char­man­ter – der wird sich an eini­gen impo­san­ten alten Gebäu­den wie dem Land­mark Cen­ter oder dem Saint Paul Hotel nicht satt­se­hen können.

Das Saint Paul Hotel

Das Saint Paul Hotel

Für mich hat­te es fast schon etwas hei­mat­li­ches, bei einem Ita­lie­ner an der Ecke zu sit­zen und die Atmo­sphä­re zu genie­ßen. Das kann man in Saint Paul mei­ner Mei­nung nach deut­lich bes­ser als im moder­ne­ren Min­nea­po­lis. Außer­dem defi­ni­tiv einen Blick wert: Die Cathe­dral of St Paul, eine alte Bischofs­kir­che, die sich eben­falls im Stadt­zen­trum befindet.

Natür­lich gibt es dar­über hin­aus noch weit­aus mehr, was Min­nea­po­lis und Saint Paul aus­zeich­net. Nicht ohne Grund sehen sich die Twin Cities als hip und künst­le­risch mit den vie­len Braue­rei­en, in denen man aus­ge­fal­le­nes Bier pro­bie­ren kann, und den vie­len Muse­en und Events, bei denen Kunst jeg­li­cher Form zu sehen ist. Auch die hie­si­ge kul­tu­rel­le Viel­falt muss unbe­dingt Erwäh­nung fin­den – am bes­ten in einem eige­nen Blog­post. Trotz­dem muss ich jetzt schon zuge­ben: Ich habe mich ein wenig in Saint Paul ver­liebt und bin froh, hier zu woh­nen. Am Ende mei­ner Zeit in den Twin Cities möch­te ich die­sen Blog­post wie­der­ho­len – hof­fent­lich mit dem einen oder ande­ren Geheim­tipp abseits der tou­ris­ti­schen Sehens­wür­dig­kei­ten mehr.

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