Urlaub gesucht, Arbeit gefunden

EURE­SA star­te­te als klei­nes Start­up in einer Trie­rer Stu­den­ten­bu­de. Nach fünf erfolg­rei­chen Jah­ren im Rei­se­ver­trieb hat das jun­ge Team nun den nächs­ten Mei­len­stein der Unter­neh­mens­ge­schich­te gefei­ert und die ers­te eige­ne Urlaubs­rei­se veranstaltet.

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Alle Fotos: Gre­gor Dem­mer, EURE­SA Con­sul­ting GmbH

Sams­tag­vor­mit­tag, 15. Okto­ber 2016, am Ham­bur­ger Crui­se Cen­ter Stein­wer­der: Eine bun­te Trup­pe jun­ger Men­schen ver­ab­schie­det sich schwe­ren Her­zens von­ein­an­der und tritt den Heim­weg an. Gera­de sind die Mädels und Jungs von einer acht­tä­gi­gen Rei­se zurück­ge­kehrt, die ihnen noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben wird – der Oce­an­s18-Pre­mie­ren­tour. Hin­ter die­sem Namen ver­birgt sich eine AIDA-Kreuz­fahrt spe­zi­ell für jun­ge Leu­te, die neu­es­te Idee der Urlaubs­spe­zia­lis­ten von EURESA.

EURE­SA-Grün­der als Reiseleiter

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Rei­se­lei­ter und EURE­SA-Grün­der Johan­nes Nick­nig und Gre­gor Demmer

Die bei­den EURE­SA-Grün­der Gre­gor Dem­mer und Johan­nes Nick­nig sor­gen als Rei­se­lei­ter dafür, dass sich die Oce­an­s18-Grup­pe auf dem gro­ßen Kreuz­fahrt­schiff zurecht­fin­det. Noch vor der offi­zi­el­len Jung­fern­fahrt im April 2016 haben die bei­den Jung­un­ter­neh­mer das Schiff ken­nen­ge­lernt, denn AIDA Crui­ses hat sie als Top-Ver­triebs­part­ner zu einer exklu­si­ven „VIP-Crui­se“ ein­ge­la­den. Wäh­rend die­ser Tour ist die Idee ent­stan­den, ande­ren jun­gen Leu­ten eine AIDA-Kreuz­fahrt so zu prä­sen­tie­ren, wie die bei­den sie sich vor­stel­len. Ein knap­pes hal­bes Jahr spä­ter fin­det dann die ers­te von EURE­SA selbst orga­ni­sier­te Rei­se statt – ein wei­te­rer Mei­len­stein der Unter­neh­mens­ge­schich­te, die ihren Ursprung an der Uni Trier hat.

Uni, Urlaubs­su­che, Unternehmensgründung
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EURE­SA-Grün­der an der Uni­ver­si­tät Trier

Im Janu­ar 2011 wird EURE­SA von drei BWL-Stu­den­ten der Uni­ver­si­tät Trier gegrün­det. Zunächst geht es schlicht dar­um, das im Stu­di­um erlern­te Wis­sen in der Pra­xis zu tes­ten, denn Buch­füh­rung, SWOT-Ana­ly­se und Co sind im Hör­saal doch eher abs­trak­te Kon­struk­te. Ent­spre­chend der Inter­es­sen der Grün­der wird die „EURE­SA krea­ti­ve Medi­en­ge­stal­tung UG“ aus der Tau­fe geho­ben. Die drei Jung­un­ter­neh­mer arbei­ten aus der Stu­den­ten­bu­de des Mit­grün­ders Gre­gor Dem­mer in der Neu­stra­ße und erstel­len Web­sites und Wer­be­ma­te­ria­li­en für Bekann­te und Verwandte.

Es dau­ert nicht lan­ge, bis der Zufall zu einer Neu­aus­rich­tung des Geschäfts­mo­dells führt: Im Früh­jahr 2011 plant der heu­ti­ge EURE­SA-Geschäfts­füh­rer Johan­nes Nick­nig eine AIDA-Kreuz­fahrt. Er durch­stö­bert das World Wide Web nach Ange­bo­ten – und fin­det kaum anspre­chen­de Online-Rei­se­bü­ros. Wahl­wei­se sind die Sei­ten tech­nisch ver­al­tet, die Leis­tun­gen schwer durch­schau­bar oder die Bera­tung schlecht. Er fragt sich: „Wie könn­ten wir das bes­ser machen?“

Die Ant­wort heißt „Rabatt-Schiff“, die ers­te Rei­se­mar­ke von EURE­SA. Nach zwei Mona­ten vol­ler Pla­nungs- und Pro­gram­mier­ar­beit, zahl­rei­chen Gesprä­chen mit AIDA Crui­ses, Besu­chen beim Notar und dem Gewer­be­amt geht die Web­site www.rabatt-schiff.de am 1. Juli 2011 online.

Inno­va­tio­nen befeu­ern Wachstum

Zunächst pas­siert… nichts. Es hat wohl nie­mand auf eine wei­te­re Web­site zur Buchung von AIDA-Rei­sen gewar­tet. Oder doch? „Als wir nach ein paar Wochen den ers­ten Kun­den hat­ten, war das wie ein Moti­va­ti­ons­kick“, so Johan­nes Nick­nig. Nach den Vor­le­sun­gen über­le­gen die Grün­der, mit wel­chen Leis­tun­gen sie sich stär­ker pro­fi­lie­ren und von der Kon­kur­renz abhe­ben könn­ten. Pünkt­lich zum Weih­nachts­ge­schäft 2011 fin­den Nut­zer auf der Rabatt-Schiff-Sei­te die ers­ten Geschenk­gut­schei­ne für AIDA-Fans – ein abso­lu­tes Novum, da selbst AIDA Crui­ses sei­ner­zeit noch kei­ne Gut­schei­ne vertreibt.

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EURE­SA-Mit­ar­bei­ter im Büro in Saarburg

Neben dem Agen­tur­ge­schäft wächst ins­be­son­de­re das Rei­se­ge­schäft ste­tig wei­ter, sodass die Zwei­zim­mer­woh­nung von Mit­grün­der Gre­gor Dem­mer zu klein wird. Bis zur Decke sta­peln sich die Rei­se­pa­ke­te, mit denen die Kun­den ihre Rei­se­un­ter­la­gen, Infor­ma­tio­nen sowie klei­ne Extras zuge­sandt bekom­men. Nach lan­ger Suche fin­det EURE­SA im rund 25 Kilo­me­ter von Trier ent­fern­ten Saar­burg freie Büro­räu­me. Für die Jung­un­ter­neh­mer bedeu­tet das: ste­ti­ges Pen­deln zwi­schen Uni­ver­si­tät und Schreib­tisch, teil­wei­se mehr­mals täg­lich. Einer der Mit­grün­der beschließt, sich ganz auf sein Stu­di­um zu kon­zen­trie­ren. Der Zeit­punkt zur Umfir­mie­rung ist damit gekom­men und Johan­nes Nick­nig und Gre­gor Dem­mer blei­ben der „EURE­SA Con­sul­ting GmbH“ als geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter bezie­hungs­wei­se Gesell­schaf­ter erhalten.

Der ers­te Mitarbeiter

Wie der Name andeu­tet, setzt EURE­SA zu die­sem Zeit­punkt nicht allei­ne auf sei­ne Rei­se­spar­te – auch das Agen­tur­ge­schäft wird wei­ter for­ciert und um Bera­tungs­dienst­leis­tun­gen ergänzt. Es ist jedoch der Rei­se­ver­trieb, der sich am bes­ten ent­wi­ckelt. Dazu tra­gen wei­te­re Leis­tun­gen für Kreuz­fahrt­in­ter­es­sen­ten bei, wie das AIDA-Infor­ma­ti­ons­por­tal Clubschiff-Prozente.de und der exklu­si­ve Preisalarm. Letz­te­rer infor­miert Nut­zer, wenn eine bestimm­te Rei­se zu einem vom Nut­zer ange­ge­be­nen Wunsch­preis buch­bar ist.

Das Wachs­tum erlaubt es, den ers­ten Mit­ar­bei­ter ein­zu­stel­len. Ein Jugend­freund von Johan­nes Nick­nig been­det im Früh­jahr 2013 sein Poli­tik­wis­sen­schafts­stu­di­um an der Trie­rer Uni und steigt als Pro­jekt­mit­ar­bei­ter bei EURE­SA ein. Bin­nen drei Mona­ten beschlie­ßen bei­de Sei­ten, das Mini­job­ver­hält­nis in eine fes­te Stel­le umzu­wan­deln. „Die­se Ent­schei­dung hat mir meh­re­re schlaf­lo­se Näch­te berei­tet. Bis­her war EURE­SA ein Spiel­platz unse­rer Ide­en – nun hat­ten wir plötz­lich Ver­ant­wor­tung“, so Johan­nes Nick­nig. Die­se soll­te nicht mehr klei­ner werden …

(Per­so­nal-) Wachs­tum und Neuausrichtung
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Das Team von EURESA

Plötz­lich geht alles Schlag auf Schlag: Im Lau­fe des Jah­res 2013 wer­den wei­te­re Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt, neue Räu­me ange­mie­tet und lang­sam aber sicher wird aus dem Start-up ein rich­ti­ges Unter­neh­men. Vol­ler Elan arbei­tet das jun­ge Team wei­ter dar­an, Men­schen in den Urlaub zu schi­cken und im Sep­tem­ber 2014 steht fest: EURE­SA kon­zen­triert sich auf eige­ne Pro­jek­te und stellt das Web­de­sign- und Bera­tungs­ge­schäft ein.

Alle Akti­vi­tä­ten, die nicht zum Rei­se­ge­schäft pas­sen, wer­den seit­her von den bei­den Toch­ter­ge­sell­schaf­ten EURE­SA eCom­mer­ce und EURE­SA Cele­bra­ti­on über­nom­men. Zur Ver­deut­li­chung des neu­en Fokus prä­sen­tiert EURE­SA sein Rei­se­ge­schäft seit Novem­ber 2014 unter www.euresa-reisen.de.

Mut und Expe­ri­men­tier­freu­de wer­den belohnt

Am Ende wur­de unser Mut zum Expe­ri­men­tie­ren belohnt“, blickt Gre­gor Dem­mer auf die ver­gan­ge­nen fünf Jah­re zurück. Er emp­fiehlt Grün­dern, sich immer wie­der zu fra­gen, mit wel­chen Leis­tun­gen man das eige­ne Unter­neh­men von Kon­kur­ren­ten abhe­ben kann – und die­se dann schnell umzu­set­zen. „Nach eini­ger Zeit muss man dann alles ehr­lich über­prü­fen: Kön­nen wir einen Mehr­wert für den Kun­den bie­ten und die­sen auch gewinn­brin­gend ver­mark­ten?“, ergänzt Johan­nes Nick­nig. So hat EURE­SA vie­le Din­ge aus­pro­biert und ein­ge­schla­ge­ne Wege auch wie­der ver­las­sen, wenn die­se zu weit weg vom eigent­li­chen Pfad führ­ten. Heu­te ver­treibt das Unter­neh­men neben AIDA-Rei­sen auch Kreuz­fahr­ten der Ree­de­rei­en Cos­ta sowie TUI Crui­ses, beschäf­tigt zehn fes­te Mit­ar­bei­ter, fünf Aus­hil­fen und immer wie­der Prak­ti­kan­ten. Wer hät­te gedacht, dass so vie­le Men­schen Arbeit fin­den, weil ein Trie­rer BWL-Stu­dent im Jahr 2011 nach Urlaub suchte?

www.euresa-reisen.de

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