Mit Sti­pen­di­um durch das Studium

Anna-Lena und Glo­ria lachen. Zurecht: Sie wer­den von der Stu­di­en­stif­tung des deut­schen Vol­kes geför­dert. Auf­ge­nom­men wur­den sie über unter­schied­li­che Wege. Aber bei­de haben jetzt den Vor­teil, sich finan­zi­ell kei­ne Sor­gen um ihr Stu­di­um machen zu müssen.

Glo­ria ist in einer Sprech­stun­de von einem Dozen­ten ange­spro­chen wor­den. Anna-Lena bekam auf­grund ihrer guten Noten eine Nach­richt des Hoch­schul­prü­fungs­am­tes (HPA). Bei­de wur­den für die Stu­di­en­stif­tung des deut­schen Vol­kes (SdV) emp­foh­len, jetzt sind sie unter den Sti­pen­dia­ten. Trotz­dem ist es ein Irr­tum, dass man aus­schließ­lich über Emp­feh­lun­gen und mit über­ra­gen­den Noten in das Sti­pen­di­en­pro­gramm der SdV auf­ge­nom­men wird.

Stipendiaten Aileen und Maximilian

Sti­pen­dia­ten Aile­en und Maxi­mi­li­an zum Info­nach­mit­tag der Stipendienstiftung

Einen Monat lang im Jahr kön­nen Initia­tiv­be­wer­bun­gen ein­ge­reicht wer­den. Die nächs­te Bewer­bungs­pha­se ist schon bald: zwi­schen dem 10. Janu­ar und 14. Febru­ar 2016. Klick dich in die Face­book­ver­an­stal­tung, um mehr Infor­ma­tio­nen zu bekom­men. Aus Glo­ri­as Sicht soll­te jeder sei­ne Chan­ce nut­zen sich zu bewer­ben: „Sie [Die Bewer­bung] eröff­net einem neue berei­chern­de Wege für die akti­ve Gestal­tung der eige­nen Zukunft.“

Ein typi­sches Bewer­ber­pro­fil gibt es bei der SdV nicht. Glo­ria ist Mas­ter­stu­den­tin der Kunst­ge­schich­te und Anna-Lena Mas­ter­stu­den­tin der Volks­wirt­schafts­leh­re. Die fach­li­chen Aus­rich­tun­gen und Bil­dungs­gra­de der Geför­der­ten sind unter­schied­lich. Gemein­sam ist allen, dass sie gute Noten haben und eine kla­re Bereit­schaft zei­gen aus Über­zeu­gung gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Hohe Chan­cen hat also, wer sich neben dem Stu­di­um für die Gesell­schaft enga­giert und das kön­nen die unter­schied­lichs­ten For­men sein.

Frau Prof. Lehm­kuhl und Frau Prof. Pre­ckel der Uni Trier sind Ver­trau­ens­do­zen­tin­nen der SdV. Sie ermu­ti­gen aus­drück­lich zur Bewer­bung. Auch wenn die Stu­di­en­leis­tung wich­tig ist, wür­den gera­de wei­te­re Aspek­te, wie per­sön­li­ches Enga­ge­ment und die eige­ne Stu­di­en­mo­ti­va­ti­on eine beson­de­re Rol­le spie­len. Es gebe nichts zu ver­lie­ren, man kön­ne nur dazu gewinnen.

Gloria zum Informationsnachmittag der SdV

Glo­ria zum Infor­ma­ti­ons­nach­mit­tag der SdV

Neben der finan­zi­el­len För­de­rung ste­hen den Sti­pen­dia­ten eine Men­ge von zusätz­li­cher Pro­gram­men offen: Som­mer­aka­de­mi­en, Sprach­kur­se, berufs­ori­en­tier­te Semi­na­re, Orts­grup­pen­tref­fen, Stu­di­en­be­ra­tung und eini­ges mehr. Für Anna-Lena ist das ein gro­ßer Vor­teil der Stif­tung. Außer­dem nutzt sie die Ver­an­stal­tungs­an­ge­bo­te, um sich ein eige­nes Netz­werk auf­zu­bau­en: „Dank der ver­schie­dens­ten Hin­ter­grün­de, Stu­di­en­fä­cher und einer anste­cken­den Neu­gier­de für unend­lich vie­le The­men, die alle mit­brin­gen, ist jedes Tref­fen lohnenswert.“

Die Mei­nung der Stipendiatinnen

Anna-Lena Wöl­wer: “Am Ende mei­nes vier­ten Stu­di­en­se­mes­ters habe ich mich sehr über den Vor­schlag des HPAs bei der Stu­di­en­stif­tung gefreut. Ich war natür­lich sehr auf­ge­regt vor der Aus­wahl­ta­gung und hat­te gemisch­te Erwar­tun­gen, was die ande­ren Anwer­ber und mei­ne Chan­cen anging. Auf mei­ner Aus­wahl­ta­gung habe ich dann vie­le inter­es­san­te Men­schen ken­nen­ge­lernt und trotz einer gewis­sen Anspan­nung bei allen Anwer­bern ein schö­nes Wochen­en­de erlebt. Die För­de­rung der Stu­di­en­stif­tung bringt mich auf vie­ler­lei Wegen­mit vie­len tol­len Men­schen zusam­men, sei es über die Som­mer­aka­de­mi­en, Sprach­kur­se, Aus­lands­tref­fen oder den Stamm­tisch mit den hei­mi­schen Sti­pen­dia­ten und Alum­ni. Dank der ver­schie­dens­ten Hin­ter­grün­de, Stu­di­en­fä­cher und einer anste­cken­den Neu­gier­de für unend­lich vie­le The­men, die alle mit­brin­gen, ist jedes Tref­fen sehr loh­nens­wert. Außer­dem habe ich durch das Sti­pen­di­um eine finan­zi­el­le Absi­che­rung mei­nes Stu­di­ums und kann mich voll und ganz dar­auf konzentrieren.”

Glo­ria Sun­der­mann: “Wäh­rend einer Sprech­stun­de sprach mich der Dozent dar­auf an, dass er mich ger­ne bei der Stu­di­en­stif­tung vor­schla­gen wür­de. Es folg­te ein län­ge­rer und span­nen­der Aus­wahl­pro­zess, der in zwei Aus­wahl­ge­sprä­chen (eines fach­be­zo­gen, eines fach­fremd) mit zwei Pro­fes­so­rin­nen gip­fel­te. Zusam­men mit der Auf­nah­me­be­stä­ti­gung erhielt ich u.a  das Jah­res­pro­gramm der Stu­di­en­stif­tung mit einer Fül­le von kul­tu­rel­len, wis­sen­schaft­li­chen und poli­ti­schen Ver­an­stal­tun­gen sowie Sprach­kur­sen, die nun auch mir als neu­es Mit­glied zur Aus­wahl stan­den. Die­ses viel­fäl­ti­ge Ange­bot gehört für mich zu den beson­de­ren Vor­tei­len der För­de­rung. Jeder soll­te die Chan­ce nut­zen, sich bei der Stu­di­en­stif­tung zu bewer­ben – sie eröff­net einem neue berei­chern­de Wege für die akti­ve Gestal­tung der eige­nen Zukunft.”

 

Das klei­ne Bewer­bungs­ein­mal­eins bei der SdV

Im Stu­di­um gibt es theo­re­tisch vier Mal die Chan­ce in die För­de­rung reinzukommen:

  1. Vor­schlag von der Schu­le noch vor dem Studienbeginn.
  2. Zu Beginn des Stu­di­ums (also im ers­ten oder zwei­ten Semes­ter) selbst bei der Stu­di­en­stif­tung bewer­benund an einem Test teil­neh­men (Link zur Demo-Ver­si­on des Tests). Der Vor­teil hier: die Abitur­no­te ist zweit­ran­gig, ent­schei­dend ist das Test­ergeb­nis. Abhän­gig vom Test­ergeb­nis wird man zu einem Aus­wahl­se­mi­nar ein­ge­la­den, alles zusam­men ent­schei­det über die Auf­nah­me. Nach den ers­ten zwei Semes­tern gibt es noch zwei Optio­nen in die För­de­rung auf­ge­nom­men zu werden.
  3. Vor­schlag über das Hoch­schul­prü­fungs­amt, wenn man zu den bes­ten 10% sei­nes Jahr­gangs gehört – Stu­die­ren­de, die vom HPA vor­ge­schla­gen wer­den sol­len, müs­sen dazu ihre Ein­wil­li­gung geben. Die wird per Email an die Uni-Mail­adres­se der Stu­die­ren­den abge­fragt, es lohnt sich also da regel­mä­ßig reinzuschauen.
  4. Durch die Emp­feh­lungeiner Hochschullehrerin/eines Hoch­schul­leh­rers (habi­li­tier­te wis­sen­schaft­li­che Mit­glie­der einer Fakul­tät oder sol­che mit gleich­wer­ti­gem Sta­tus, wei­te­re Infos sie­he Link).

In allen Fäl­len folgt nach dem ers­ten Bewer­bungs­schritt (Test oder Vor­schlag) ein Aus­wahl­ver­fah­ren bei dem immer auch münd­li­che Aus­wahl­ge­sprä­che eine gro­ße Rol­le spielen.

Für die offe­nen Son­der­pro­gram­me wie das Chi­na-Pro­gramm oder das Japan-Pro­gramm, das ERP-Pro­gramm (USA), das McCloy-Pro­gramm (USA), oder auch das Mer­car­tor-Kol­leg gilt jedoch das Prin­zip der Selbst­be­wer­bung. In jedem Fall bie­ten die­se Pro­gram­me sowohl die Mög­lich­keit einen Aus­lands­auf­ent­halt zu rea­li­sie­ren als auch in die För­de­rung der Stu­di­en­stif­tung auf­ge­nom­men zu werden.

Hoch­qua­li­fi­zier­te und gesell­schaft­lich enga­gier­te Dok­to­ran­din­nen und Dok­to­ran­den kön­nen jeder­zeit gemein­sam mit dem Betreu­er oder der Betreue­rin den Antrag auf ein Pro­mo­ti­ons­sti­pen­di­um stel­len

 

Kon­takt

Lehmkuhl und Preckel

Ver­trau­ens­do­zen­tin­nen
Prof. Dr. Ursu­la Lehmkuhl
Fach­be­reich III, Geschichte
Raum A 236, lehmkuhl@uni-trier.de
Tele­fon: 0651 – 201 4101

Prof. Dr. Fran­zis Preckel
Fach­be­reich I, Psychologie
Raum D 302, preckel@uni-trier.de
Tele­fon: 0651 – 201 4520

Schindler

 

 

Sti­pen­di­en­be­ra­tung der Uni­ver­si­tät Trier
Dr. Agnes Schindler
Raum V 32, schindler@uni-trier.de
http://stipendien.uni-trier.de

 

 

 

In den CAM­PUS­news erschei­nen kon­ti­nu­ier­lich ein­zel­ne Arti­kel über Stu­die­ren­de und Pro­mo­ven­den, die mit einem Sti­pen­di­um geför­dert wer­den. Die letz­ten Arti­kel aus der Rei­he: “Mit Sti­pen­di­um durch das Stu­di­um” über Sti­pen­dia­ten der Stu­di­en­stif­tung des Deut­schen Vol­kes, “Sti­pen­di­en für alle?” über die im Okto­ber 2016 neu ein­ge­rich­te­te Bera­tungs­stel­le für Sti­pen­di­en an der Uni­ver­si­tät Trier, “Mit Ehren­amt zum Sti­pen­di­um” über zwei Sti­pen­dia­ten der Fried­rich-Ebert-Stif­tung und “Finan­zie­rung gesi­chert: Mit Pro­mos-Sti­pen­di­um ins Aus­land” über Sti­pen­dia­ten des PROMOS-Programs.

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