La Fête de la Lumière

Die­ses Wochen­en­de wur­de es im Stadt­zen­trum von Lyon ganz schön far­ben­froh. Das all­jähr­li­che Licht­fes­ti­val fand wie­der statt. Vier Tage lang, von 20 Uhr bis Mit­ter­nacht, ver­wan­del­te sich Lyon in ein wun­der­schö­nes Märchenland.

Ein Video der Stadt Lyon

Jedes Jahr tre­ten Künst­ler aus der gan­zen Welt auf dem Fête de la Lumiè­re an, die­ses Ereig­nis ein­zig­ar­tig zu gestal­ten. Mil­lio­nen Besu­cher wer­den erwar­tet, die nur für die­ses Fest in die Stadt kommen.

Durch Illu­mi­na­tio­nen von Lyons wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten sowie Kul­tur­er­be­stät­ten, ange­rei­chert mit audio­vi­su­el­len Ele­men­ten, wird die Stadt ganz beson­ders in Sze­ne gesetzt.

Nicht zum  Fête de la Lumiè­re wegen Terrorgefahr?”

Am 8.12.1952 zün­de­ten die Bewoh­ner Lyons in ihren Fens­tern Ker­zen an, um die Auf­rich­tung einer Madon­nen­sta­tue auf dem Hügel des Four­viè­res zu fei­ern. Seit dem fin­det jedes Jahr das Lich­ter­fest in Lyon statt. Es ist eines der wich­tigs­ten Ereig­nis­se im gan­zen Jahr.

Im Vor­jahr ist das Lich­ter­fest aus Sicher­heits­grün­den und Angst vor dem Ter­ro­ris­mus abge­sagt wor­den. Als es dann hieß, dass es die­ses Jahr statt­fin­den soll, war ich fest ent­schlos­sen nicht an den Fei­er­lich­kei­ten teil­zu­neh­men. Mei­ne Angst durch die Ereig­nis­se in Paris und in Niz­za war zu groß. Dar­über hin­aus bin ich sowie­so kein Fan von gro­ßen Menschenansammlungen.
Klingt alles ganz plau­si­bel und ver­nünf­tig für mich. Ich ver­such­te auch mei­ne engs­ten Freun­de zu über­re­den nicht hin­zu­ge­hen. Am Ende war ich die­je­ni­ge, die über­zeugt wur­de mit­zu­kom­men. Und ich bin froh dage­we­sen zu sein.

Die Sicher­heits­vor­keh­run­gen waren bes­tens durch­ge­plant. Vor jedem Ein­gang gab es Taschen- und Jacken­kon­trol­len. Ein­mal wur­de ich flüch­tig abge­tas­tet. Hin­zu kommt, dass an allen Ein­gän­gen und mit­ten­drin im Gesche­hen, das Mili­tär und die Poli­zei sta­tio­niert waren. Mir gab das ein enor­mes Gefühl von Sicher­heit. Man­che sagen zwar, dass nichts­des­to­trotz etwas hät­te pas­sie­ren kön­nen, aber man will ja nicht gleich den Teu­fel an die Wand malen…

Aber genug zu den Back­grounds, mehr davon, wie ich das Gan­ze erlebt und emp­fun­den habe 🙂

Ein Rund­gang durch die Stadt…”

Nee so lief der Hase nicht! Denn der Stadt­kern war in Par­cours auf­ge­teilt, damit alles geord­net und gesit­tet abläuft. Zur Hil­fe gab es eine App.

Ich ganz Schlaue mit mei­nem Leihfahrrad 😀

Vom L´Hôtel de Vil­le  (das Rat­haus in Lyon) bis zum Place des Ter­reaux habe ich eine hal­be Stun­de gebraucht. Unter nor­ma­len Umstän­den braucht man zwei Minu­ten für die­sen Weg! Das Place des Ter­reaux ist ein gro­ßer recht­ecki­ger Platz im Stadt­kern Lyons, in des­sen Mit­te der monu­men­ta­ler Brun­nen von Bar­t­hol­di steht. Hier befin­den sich wich­ti­ge Gebäu­de, wie das L´Hôtel de Vil­le, das Musée des Beaux-Art und das Palais Saint-Pierre.
Ein Freund und ich waren ganz schlau. Wir woll­ten mit dem Fahr­rad in die Stadt fah­ren, da eine Rie­sen-Schlan­ge mit Absper­rung­sich vor der Metro Sta­ti­on Saxe Gam­bet­ta ent­lang schlän­gel­te. Wir dach­ten uns: “wie kom­pli­ziert die alle sind zu Fuß zu lau­fen oder die Metro zu neh­men bzw. an der Metro anzu­ste­hen, wenn man doch ein­fach das Fahr­rad neh­men kann…”

In Cor­de­liers ange­kom­men haben wir schnell gemerkt wes­halb. (Cor­de­lier ist ein zentra­ler Platz in Lyon, zwi­schen dem L´Hôtel de Vil­le und dem Place Bel­le­cour, der als der dritt­größ­te Platz in Frank­reich gezählt wird.) Die gesam­te Innen­stadt war nur zu Fuß zugäng­lich. Wir muss­ten unser Leih­fahr­rad also mit­ten auf der Stra­ße absper­ren, da kei­ne ande­re Sta­ti­on in der Nähe frei war. “C´est chi­en” (Das ist sch****!), rief eine ande­re Rad­fah­re­rin mir beim vor­bei­fah­ren zu. Wie Recht sie hat­te! Soll­ten die Fahr­rä­der weg­kom­men, hät­te ich 150€ dafür bezah­len müs­sen. Zum Glück pas­sier­te nichts.

Atem­be­rau­bend. Nie etwas ver­gleich­ba­res gesehen.”

Das Fête de la Lumiè­re war ein­fach atem­be­rau­bend. Ich habe noch nie etwas ver­gleich­ba­res gese­hen. Cor­de­liers in Rich­tung L´Hotel de Vil­le sah mei­ner Mei­nung nach ein biss­chen wie eine Rekrea­ti­on von Chi­na Town aus.

Am nächs­ten Tag habe ich das Fête de la Lumiè­re noch­mals besucht. Man schafft es kaum sich alles an einem Tag anzu­schau­en. Dies­mal besuch­te ich die Cathé­dra­le St-Jean in Vieux Lyon. Im Anschluss sind wir mit der Funi­cu­liè­re (Stand­seil­bahn in Lyon) hoch zum Not­re-Dame Four­viè­re (römisch-katho­li­sche Votiv- und Wall­fahrts­kir­che auf dem Four­viè­re-Hügel) gefah­ren, wo man das gan­ze Spek­ta­kel ein­mal von ganz oben bestau­nen kann.

Mein krö­nen­der Abschluss war das Théât­re Romain. Ich habe noch nie so vie­le Ker­zen gese­hen und einen Glüh­wein-Stand gab es auch (So wie an fast jeder Ecke. Gefro­ren habe ich trotz­dem so sehr, dass ich dach­te, mir wür­den die Zehen gleich abfal­len).

Ein tol­les Wochen­en­de, dass ich so schnell nicht ver­ges­sen werde!!!!

-Arts of Gro­wing-

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