Aktu­el­le Stu­die: Fin­Tech-Markt boomt

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For­scher der Uni­ver­si­tä­ten Trier und Regens­burg legen Stu­die vor. In Deutsch­land haben Start-ups in der Finanz­bran­che eine rasan­te Ent­wick­lung genom­men – und sie wer­den wei­ter boomen. 

2,2 Mil­li­ar­den Euro betrug das Gesamt­markt­vo­lu­men der in Deutsch­land täti­gen Finanz­tech­no­lo­gie-Unter­neh­men (Fin­Tech) im ver­gan­ge­nen Jahr allei­ne in den Seg­men­ten Finan­zie­rung und Ver­mö­gens­ma­nage­ment. In Deutsch­land haben Start-ups in der Finanz­bran­che eine rasan­te Ent­wick­lung genom­men – und sie wer­den wei­ter boo­men. 2,2 Mil­li­ar­den Euro betrug das Gesamt­markt­vo­lu­men der in Deutsch­land täti­gen Finanz­tech­no­lo­gie-Unter­neh­men (Fin­Tech) im ver­gan­ge­nen Jahr allei­ne in den Seg­men­ten Finan­zie­rung und Ver­mö­gens­ma­nage­ment. Inner­halb von 20 Jah­ren könn­te das Markt­vo­lu­men der gesam­ten deut­schen Fin­Tech-Bran­che auf 148 Mil­li­ar­den Euro wach­sen. Zu die­ser Pro­gno­se kom­men Prof. Dr. Gre­gor Dorfleit­ner von der Uni­ver­si­tät Regens­burg und Jun.-Prof. Dr. Lars Hor­nuf von der Uni­ver­si­tät Trier in einer Stu­die im Auf­trag des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums. Die Ergeb­nis­se wer­den heu­te in Ber­lin bei der „hub con­fe­rence“ vor mehr als 2600 Teil­neh­mern vorgestellt.

Für die eta­blier­te Finanz­bran­che sind die jun­gen Unter­neh­men, die für bes­se­re Spar­kon­di­tio­nen, unkom­pli­zier­ten Zah­lungs­ver­kehr und moder­ne Tech­no­lo­gi­en ste­hen, eine ernst zu neh­men­de Kon­kur­renz. Das eta­blier­te Finanz­sys­tem brin­gen sie zwar noch nicht ins Wan­ken, dafür ist der Anteil im Ver­gleich zur her­kömm­li­chen Finanz­wirt­schaft zu gering. „Soll­te das dyna­mi­sche Wachs­tum der Fin­Tech-Bran­che wei­ter anhal­ten und das sehr gro­ße Wachs­tums­po­ten­zi­al aus­ge­schöpft wer­den, könn­ten sich jedoch sys­te­mi­sche Risi­ken ent­wi­ckeln“, fol­gern die For­scher aus den Ergeb­nis­sen und Pro­gno­sen ihrer Studie.

Sie gehen von einem enor­men Markt­po­ten­zi­al für Fin­Techs aus, das sie für die Seg­men­te Finan­zie­rung und Ver­mö­gens­ma­nage­ment auf aktu­ell 1,7 Bil­lio­nen Euro schät­zen. Die­se Gefahr sieht offen­sicht­lich auch die klas­si­sche Finanz­welt. 87 Pro­zent der in der Stu­die befrag­ten Ban­ken koope­rie­ren bereits mit einem Fin­Tech-Unter­neh­men und stre­ben auch zukünf­tig eine Betei­li­gung oder Koope­ra­ti­on an.

Mit 346 akti­ven Start-Up-Unter­neh­men ist der Fin­Tech-Markt in Deutsch­land im euro­päi­schen Ver­gleich hin­ter Groß­bri­tan­ni­en der zweit­größ­te und hat zuletzt um etwa 150 Pro­zent jähr­lich zuge­legt. Aller­dings ist die wei­te­re Ent­wick­lung des schnell­le­bi­gen und dyna­mi­schen Bereichs mit vie­len Unwäg­bar­kei­ten ver­bun­den. Daher beschreibt die Stu­die nicht nur die ver­gan­ge­nen und aktu­el­len Trends in der Bran­che, son­dern benennt auch künf­ti­ge Wachs­tums­im­pul­se und Hindernisse.

In der Unter­su­chung haben Prof. Dr. Gre­gor Dorfleit­ner und Jun.-Prof. Dr. Lars Hor­nuf Daten zu den Markt­vo­lu­mi­na deut­scher Fin­Tech-Unter­neh­men für den Zeit­raum von 2007 bis 2015 erho­ben und eine Pro­gno­se für die Markt­ent­wick­lung in acht Fin­Tech-Teil­seg­men­ten bis zum Jahr 2035 prognostiziert.

Die Stu­die ist online abrufbar

Zum Video der Panel­dis­kus­si­on mit Staats­se­kre­tär Jens Spahn und Jun.-Prof. Lars Hornuf

Pres­se­kon­takt:
Jun.-Prof. Dr. Lars Hornuf
Uni­ver­si­tät Trier
Tel. 0651/201‑4744
E-mail: hornuf@iaaeu.de

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