Das bringt 2017

Neue Rege­lun­gen, mehr Geld und ein zusätz­li­cher Fei­er­tag: Das ändert sich im neu­en Jahr, auch für Stu­die­ren­de und Arbeitnehmer/innen.

Refor­ma­ti­ons­tag über­all gesetz­li­cher Feiertag

Rhein­land-Pfalz und ande­re Bun­des­län­der bekom­men 2017 einen zusätz­li­chen Fei­er­tag: Der Refor­ma­ti­ons­tag am 31. Okto­ber ist eigent­lich nur in Bun­des­län­dern mit grö­ße­rem evan­ge­li­schen Bevöl­ke­rungs­an­teil gesetz­li­cher Fei­er­tag. Weil sich Luthers The­sen­an­schlag im Jahr 2017 zum 500. Mal jährt, bekom­men alle Men­schen in Deutsch­land arbeits-, schul- oder eben uni­frei. Die Rege­lung gilt aller­dings nur ein­ma­lig für das Jahr 2017. Was die Fei­er­ta­ge angeht, meint es das Jahr 2017 ins­ge­samt sehr gut mit den Arbeitnehmer/innen: Das Jahr star­tet zwar mit einem Sonn­tag, so dass uns ein ech­ter Fei­er­tag ver­lo­ren geht. Dafür fal­len alle ande­ren Fei­er­ta­ge wie der 1. Mai, der 3. Okto­ber, der 31. Okto­ber, der 1. Novem­ber sowie die Weih­nachts­fei­er­ta­ge auf Wochentage.

Kin­der: Anhe­bung von Grund­frei­be­trag, Kin­der­frei­be­trag, Kin­der­zu­schlag & Kindergeld

In den Jah­ren 2017 und 2018 wer­den das Kin­der­geld sowie der Grund­frei­be­trag, der Kin­der­frei­be­trag und der Kin­der­zu­schlag in zwei Stu­fen ange­ho­ben. Das Kin­der­geld erhöht sich zum 1.1.2017 um zwei Euro je Kind.

Kran­ken-, Pfle­ge-, Ren­ten- und Arbeitslosenversicherung

Die Jah­res­ar­beits­ent­gelt­gren­ze in der Kran­ken­ver­si­che­rung sowie die Bezugs­grö­ßen in der Pfle­ge- und Kran­ken sowie in der Ren­ten- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung wer­den angehoben.

Ren­te: Fle­xi­bler Über­gang und leich­te Erhöhung

Älte­ren Arbeitnehmer/innen soll die so genann­te Fle­xi-Ren­te ab 2017 einen glei­ten­den Über­gang in die Ren­te ermög­li­chen. Bis­her wird die Ren­te um bis zu zwei Drit­tel gekürzt, wenn jemand mit 63 in Ren­te geht und mehr als 450 Euro im Monat dazu­ver­dient. Künf­tig soll es für den Hin­zu­ver­dienst nur noch eine Ober­gren­ze von 6.300 Euro im Jahr geben. 40 Pro­zent des dar­über lie­gen­den Zuver­diens­tes wird von der Ren­te abge­zo­gen. Rentner/innen kön­nen 2017 mit 1,5 bis 2 Pro­zent mehr Ren­te rech­nen. End­gül­ti­ge Zah­len gibt es aber erst im März.

Pfle­ge: Fünf Gra­de statt drei Stufen 

Ab 2017 wird aus dem bis­he­ri­gen Pfle­ge­sys­tem mit sei­nen drei Stu­fen ein neu­es Sys­tem mit fünf Pfle­ge­gra­den. Für man­che Betrof­fe­ne bezie­hungs­wei­se Ange­hö­ri­ge von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen sind die neu­en Rege­lun­gen ungüns­tig. Sie soll­ten sich daher umge­hend infor­mie­ren und even­tu­ell noch nach dem alten Sys­tem einen Antrag stellen.

Neue Ver­kehrs­re­geln für Auto- und Radfahrer

Sobald Autos auf vier- oder mehr­spu­ri­gen Stra­ßen mit Schritt­ge­schwin­dig­keit fah­ren oder es Still­stand gibt, müs­sen sie eine Ret­tungs­gas­se zwi­schen der äußers­ten lin­ken Spur und der unmit­tel­bar rechts dane­ben bil­den. Bei drei oder vier Spu­ren fah­ren also die Autos auf dem lin­ken Strei­fen nach links und alle ande­ren nach rechts. Bis­her soll­te etwa bei vier Spu­ren die Gas­se in der Mit­te gebil­det wer­den. Eltern mit Klein­kin­dern muss­ten bis­her auf dem Rad­weg oder der Stra­ße fah­ren, wäh­rend das Kind auf dem Fuß­gän­ger­weg fah­ren soll­te. Das ändert sich – nun dür­fen auch die Eltern den Fuß­weg nut­zen. Rad­fah­rer müs­sen sich 2017 nach den Ampel-Licht­zei­chen der Auto­fah­rer rich­ten. Bis­her gal­ten für sie die Regeln der Fuß­gän­ger­am­peln. Auf gekenn­zeich­ne­ten Rad­we­gen gel­ten die beson­de­ren Licht­zei­chen für den Radverkehr.

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