Neu­es Lüf­tungs­kon­zept für Gebäu­de H ist ausgearbeitet

Foto: Shei­la Dolman

Die pro­vi­so­risch ein­ge­rich­te­te Belüf­tung hat offen­sicht­lich ihren Zweck erfüllt. Zumin­dest sind seit Inbe­trieb­nah­me im August nur noch ver­ein­zelt Hin­wei­se auf schlech­te Raum­luft gemel­det wor­den.

Die Instal­la­ti­on des neu­en Lüf­tungs­sys­tems wird vor­aus­sicht­lich bis 2019 dau­ern. Unter ande­rem die­se zwei zen­tra­len Nach­rich­ten erfuh­ren Mit­ar­bei­ter und Stu­die­ren­de bei einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung im Novem­ber zu den lang­wie­ri­gen Pro­ble­men mit der Raum­luft im Gebäu­de H auf Cam­pus II.

Trotz inten­si­ver Suche konn­ten die Ursa­chen der Luft­pro­ble­ma­tik im Hoch­trakt bis­lang nicht zwei­fels­frei ermit­telt wer­den. Aller­dings haben sich durch Mes­sun­gen und Tests die Erkennt­nis­se sehr stark ver­dich­tet, dass an der Fas­sa­de abfal­len­de Abluft die Geruchs­be­läs­ti­gun­gen aus­löst. Eine Exper­ten-Arbeits­grup­pe hat ein Lüf­tungs­kon­zept erar­bei­tet, das der TüV prü­fen wird. Im kom­men­den Früh­jahr sol­len auf die­ser Basis Auf­trä­ge aus­ge­schrie­ben und ver­ge­ben wer­den. Die Bau­maß­nah­men wer­den vor­aus­sicht­lich im Herbst 2017 begin­nen. „Die Uni­ver­si­tät ist mit die­sem spä­ten Start nicht zufrie­den. Man muss aber ein­räu­men, dass die Chan­cen auf einen frü­he­ren Beginn gering sind“, sagt der für Bau­an­ge­le­gen­hei­ten zustän­di­ge Uni­ver­si­täts­vi­ze­kanz­ler Tho­mas Künzel.

Wie berich­tet, sieht das neue Belüf­tungs­sys­tem vor, Außen­luft anzu­sau­gen und über ein Kanal­sys­tem im Gebäu­de zu ver­tei­len. Büros, Semi­nar­räu­me, Biblio­the­ken und Labo­re wer­den an die­ses neue Sys­tem ein­zeln ange­schlos­sen. In den Labo­ren wird die Inten­si­tät des Luft­aus­tauschs indi­vi­du­ell regu­lier­bar sein. Die ange­saug­te Frisch­luft kann – je nach Außen­tem­pe­ra­tur – leicht erwärmt oder gekühlt wer­den. Ein Sys­tem zur Wär­me­rück­ge­win­nung zwi­schen Zu- und Abluft­zen­tra­le soll die Ener­gie­ef­fi­zi­enz stei­gern. Das Bau­kon­zept berück­sich­tigt auch die erfor­der­li­chen Brand­schutz-Maß­nah­men. Für die Bau­ar­bei­ten müs­sen die jewei­li­gen Büro- und Semi­nar­räu­me aus­ge­räumt werden.

Die pro­vi­so­risch ein­ge­rich­te­te Belüf­tung wird einst­wei­len in Betrieb blei­ben. Wei­ter­hin gül­tig ist die zwi­schen Uni­ver­si­täts­lei­tung und Per­so­nal­rat ver­ein­bar­te Son­der­re­ge­lung für Tele­ar­beit oder die Mög­lich­keit, Aus­weich­bü­ros zu nut­zen, falls doch noch Geruchs­be­läs­ti­gun­gen auf­tre­ten soll­ten. Bis­lang wur­den die­se Arbeits­plät­ze nicht genutzt.

Der Exper­ten-Arbeits­grup­pe, die die Sanie­rung kon­zi­piert und steu­ert, gehö­ren Ver­tre­ter der Uni­ver­si­täts­lei­tung, der tech­ni­schen Abtei­lung der Uni­ver­si­tät, des Per­so­nal­rats, des Finanz­mi­nis­te­ri­ums, des Lan­des­be­triebs Lie­gen­schafts- und Bau­be­treu­ung (LBB) sowie wei­te­re Bau­ex­per­ten an.

Ein Kommentar

  1. Der pro­vi­so­risch ein­ge­rich­te­ten Lüf­tung kön­nen wir im 7. OG nichts abge­win­nen. Der übli­che Gestank bleibt zwar aus – was aber auch jah­res­zei­ten­be­dingt ist – aber sowohl Biblio­thek als auch Sekre­ta­ria­te kla­gen über bren­nen­de Augen. Kein Wun­der bei einer Luft­feuch­tig­keit von nur 10 % !!!

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