Bun­des­ver­dienst­kreuz für Lau­rence McFalls

Dem kana­di­schen Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Lau­rence McFalls wur­de aus den Hän­den des deut­schen Gene­ral­kon­suls Wal­ter Leuchs in Mon­tréal das Bun­des­ver­dienst­kreuz am Ban­de ver­lie­hen. McFalls ist einer der Spre­cher des Gra­du­ier­ten­kol­legs Diver­si­ty das in Koope­ra­ti­on mit Ursu­la Lehm­kuhl (Uni­ver­si­tät Trier) und Hans-Jür­gen Lüse­brink (Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des) ein­ge­rich­tet wur­de.

Video­bot­schaft von Prof. Dr. Ursu­la Lehmkuhl 

Das Gra­du­ier­ten­kol­leg Diver­si­ty ist das ers­te deutsch-kana­di­sche Gra­du­ier­ten­kol­leg in den Geis­tes- und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten. Als Bot­schaf­ter, Brü­cken­bau­er und Über­set­zer zwi­schen Kana­da und Deutsch­land hat Lau­rence McFalls in den zurück­lie­gen­den 25 Jah­ren eine brei­te und nach­hal­ti­ge Wir­kung ent­fal­tet. Mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz wird sein lang­jäh­ri­ger Ein­satz für die Deutsch­land- und DDR-For­schung in Kana­da und sein Bei­trag zur Inter­na­tio­na­li­sie­rung des deut­schen Wis­sen­schafts­sys­tems gewürdigt.

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30.05.16, Bonn: Deutsch Ame­ri­ka­ni­sches Nach­wuchs­sym­po­si­um der Deut­schen For­schungs­ge­mein­schaft (DFG)

Lau­rence McFalls begann sei­ne aka­de­mi­sche Kar­rie­re an der Har­vard Uni­ver­si­ty mit einer Dis­ser­ta­ti­on über die Langue­doc, ent­deck­te aber bald sei­ne Lei­den­schaft für die deut­sche Geschich­te und Kul­tur, für den deut­schen Sport und für deut­sche Poli­tik. Mit einem Sti­pen­di­um des Ger­man Mar­shall Funds of the United Sta­tes führ­te er in den Jah­ren 1990 und 1991 umfang­rei­che Feld­for­schun­gen zur „ost­deut­schen Revo­lu­ti­on“ in den neu­en Bun­des­län­dern durch. Sein Buch „Communism’s Col­lap­se, Democracy’s Demi­se: The Cul­tu­ral Con­text and Con­se­quen­ces of the East Ger­man Revo­lu­ti­on” (1995) gilt noch heu­te als eine der bes­ten Ana­ly­sen des poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Kon­tex­tes der Deutsch-Deut­schen Bezie­hun­gen vor und nach der „Wen­de“. Lau­rence McFalls gehört zu den Pio­nie­ren der DDR-For­schung in Nordamerika.

Als Pro­fes­sor für Poli­tik­wis­sen­schaft an der Uni­ver­sité de Mon­tréal trug er seit den frü­hen 1990er Jah­ren zur aka­de­mi­schen Insti­tu­tio­na­li­sie­rung der Deutsch­land­stu­di­en in Kana­da bei. Von 1996 bis 2001 war er Prä­si­dent der Eas­tern Ger­man Stu­dies Asso­cia­ti­on (ehe­mals “GDR Stu­dies Asso­cia­ti­on”). Er betei­lig­te sich an der Ein­rich­tung eines vom Deut­schen Aka­de­mi­schen Aus­tausch­dienst (DAAD) geför­der­ten kana­di­schen Zen­trums für Deutsch­land-Stu­di­en (Cent­re cana­di­en d’études alle­man­des et euro­péen­nes (CCEAE), (1995–1997) und fun­gier­te seit 2000 bereits fünf­mal als Direk­tor des Zen­trums. Er eta­blier­te ein tri­na­tio­na­les Semi­nar in Inter­kul­tu­rel­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on für Mas­ter-Stu­den­ten aus Lyon, Mon­tréal und Saar­brü­cken, das mit Unter­stüt­zung der ASKO-Euro­pa-Stif­tung jähr­lich in der Euro­päi­schen Aka­de­mie in Otzen­hau­sen stattfindet.

Video­bot­schaft von Uni­prä­si­dent Prof. Dr. Micha­el Jäckel

Mit die­sen Initia­ti­ven leg­te er den Grund­stein für die Ent­wick­lung des Inter­na­tio­na­len Gra­du­ier­ten­kol­legs „Diver­si­ty: Media­ting Dif­fe­rence in Trans­cul­tu­ral Spaces“, das heu­te mehr als 60 Fakul­täts­mit­glie­der und Dok­to­ran­den auf bei­den Sei­ten des Atlan­tiks an den Stand­or­ten Mon­tréal, Trier und Saar­brü­cken umfasst.

Für sei­nen Ein­satz zur För­de­rung der Inter­na­tio­na­li­sie­rung von For­schung und Leh­re gebührt ihm höchs­te Aner­ken­nung und unser Dank“, gra­tu­lier­te Ursu­la Lehm­kuhl zur Auszeichnung.

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