Chi­ca­go Teil 2

Ein­drü­cke aus der Chi­ca­go­er Innenstadt

Den zwei­ten Tag in Chi­ca­go gin­gen wir deut­lich ruhi­ger an als den ers­ten und gewan­nen einen bes­se­ren Ein­druck von der Stadt. Mor­gens spa­zier­ten wir durch die Vier­tel nahe unse­res Hotels und stö­ber­ten in eini­gen klei­nen Geschäf­ten. Die Chi­ca­go­er Innen­stadt hat vie­le char­man­te Ecken, klei­ne Cafés und Läden, die man in der beein­dru­cken­den Groß­stadt­at­mo­sphä­re zunächst nicht wirk­lich wahrnimmt.

Das fan­tas­ti­sche Ramen bei Strings

Mit­tags ging es dann mit eini­gen der Inter­na­tio­nals nach Chi­na­town. Im Restau­rant Strings habe ich zum ers­ten Mal in mei­nem Leben Ramen geges­sen. Und damit mei­ne ich nicht das belieb­te US-ame­ri­ka­ni­sche Stu­den­ten­ge­richt, das stil­echt in einem Plas­tik­be­cher zube­rei­tet wird – son­dern tat­säch­lich (hof­fent­lich) authen­ti­sches japa­ni­sches Ramen. Als Ramen bezeich­net man japa­ni­sche Nudeln. Aber auch eine Sup­pe mit den Nudeln wird Ramen genannt. Ich war total über­rascht, wie extrem gut das geschmeckt hat, und benei­de um ehr­lich zu sein etwas die drei ande­ren Blog­ger in Japan (-> Nadi­ne, Tere­sa und Jan Lukas). Ein gro­ßer Fan der US-ame­ri­ka­ni­schen Cui­sine bin ich noch nicht geworden.

Das Chi­ca­go­er Chi­na­town ist zwar nicht gera­de rie­sig, dafür aber umso beeindruckender

Spä­ter mach­te ich mich auf den Weg, um mir einen ganz per­sön­li­chen Wunsch zu erfül­len. Weil ich in einer pol­ni­schen Fami­lie auf­ge­wach­sen bin, war ich beson­ders auf­ge­regt, mal wie­der pol­ni­sches Essen in greif­ba­rer Nähe zu haben. Illi­nois, der Bun­des­staat, in dem Chi­ca­go liegt, beher­bergt näm­lich die größ­te pol­ni­sche Com­mu­ni­ty in den USA. Also ging es nach einer schnel­len Goog­le-Recher­che zu Pie­ro­gi Hea­ven um – Über­ra­schung! – Pie­ro­gi zu bestel­len. Dabei han­delt es sich um gefüll­te Teig­ta­schen, die in vie­len ost­eu­ro­päi­schen Län­dern Natio­nal­ge­richt sind. Ich ent­schloss mich sie im Hotel­zim­mer zu essen und mach­te mich also mit mei­nem zwei­ten Mit­tag­essen bewaff­net auf den Rück­weg. An die­ser Stel­le sei erwähnt, dass man in Chi­ca­go Unsum­men für Essen aus­ge­ben kann. Und es lohnt sich!

Die ein­zig­ar­ti­ge Atmo­sphä­re in Chi­ca­go lässt sich nur schwer in Wor­te fassen

Allei­ne durch Chi­ca­go zu lau­fen war wahr­schein­lich eines der High­lights mei­nes Wochen­en­des dort. Es mag banal klin­gen, wenn man aber anfängt sich an einem neu­en Ort zu ori­en­tie­ren, wird man mehr zum Beob­ach­ter und kann sich rich­tig in der Groß­stadt trei­ben las­sen. Ich lief an ers­ten kos­tü­mier­ten Hal­lo­ween-Par­ty­grup­pen vor­bei, sah in die Men­schen­mas­sen und hör­te tat­säch­lich hier und da einen Fet­zen Pol­nisch – alles vor der beein­dru­cken­den Kulis­se von Back­stein­bau­ten, his­to­ri­schen Gebäu­den und rie­si­gen Wolkenkratzern.

Abends lie­ßen wir uns dann zu einem Besuch bei der Chees­e­ca­ke Fac­to­ry hin­rei­ßen. Dabei han­delt es sich um ein Restau­rant, das vor allem durch sei­nen – wie der Name schon ver­mu­ten lässt – Kuchen bekannt ist. Der war auch abso­lut lecker – den­noch war die an Fan­ta­sy-Fil­me erin­nern­de Ein­rich­tung etwas irri­tie­rend und hat­te schon fast etwas von einer Tou­ris­ten­fal­le. Also blie­ben wir dort nicht über­mä­ßig lan­ge und mach­ten uns auf den Rück­weg, um am nächs­ten Tag zu einer unmensch­li­chen Uhr­zeit den Nach­hau­se­weg in die Twin Cities anzu­tre­ten, wo der Uni­all­tag auf uns wartete.

 

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