RYER- WHAT? RYERSON!

„Ryer- what? Ryerson!“  Das war der Slogan der Uni, den wir an unseren ersten Uni- Tagen zu hören bekamen. Modern, hipster, fancy präsentiert sich Ryerson und ich dachte, ich schreibe mal ein bisschen über meine Eindrücke der Uni in Toronto.

Hallo ihr Lieben,

Die weiße Kuppel ist der neueste und schickste Part von Ryerson

es war nämlich die sogenannte ‚Frosch- Week‘, das Pendant zu unseren Ersti-Veranstaltungen in Trier, allerdings in einer amerikanischen High- School Version. Man sah eine Bande voller Cheerleader, die bemalt und mit Maskottchen Eggy ausgestattet über den Campus geturnt sind und fröhlich und motiviert ‚Ryer-what? Ryerson?‘ rumposaunt haben. Jetzt bin ich ja schon vier Monate da. Aber am Anfang muss ich zugeben, kam mir das alles etwas befremdlich vor. Die Flure erinnerten mich an die typisch amerikanischen High-School-Streifen und die Studenten waren mir viel zu übermotiviert. Auf der anderen Seite passiert an Ryerson schon ganz schön viel und vieles wovon man so gar nichts mitbekommt. Es gibt unfassbar viele verschiedene Social groups, von einer Klettergruppe bis zu Comicliebhabern oder gemeinnützig arbeitenden Gruppen, denen man sich anschließen kann. Auch das Sportangebot ist wahnsinnig umfangreich. Das sogenannte Ryerson Recreation and Athlectic Center verfügt über mehrere kleine und größere Hallen, ein Fitness Studio und ein Schwimmbad (mein persönlicher Favorit). Es werden auch Kurse angeboten, die allerdings zwischen 50 und 80 Dollar kosten. Ballsportarten, wie Basketball und Volleyball, sind allerdings kostenlos und im letzen Semester habe ich mich an Volleyball versucht, was allerdings so semi-erfolgreich war! Die meiste Zeit wurde ich eher umgerannt, weil die Herren der Schöpfung aus lauter Angst davor, ich würde den Ball nicht fangen, auf meine Position gehetzt sind.. naja was solls – war ein Versuch wert! Was ich auch nicht wusste: man trifft sich hier nur, wenn Spiele gegen andere Mannschaften anstehen. Wirkliche Trainings gab es nur zu Anfang des Semesters, wenn die Kanadier noch nicht zu busy sind.

Studiengebühren sind hier wahnsinnig hoch, im Schnitt so um die 2000- 4000 $!!!!! Ein Hoch auf die Semesterbeiträge in Trier!

Was die Kurse angeht, unterscheiden sie sich extrem von den Kursen in Trier. Hier ist alles etwas praxisorientierter und ich-bezogener. Ich bin es gewohnt, Theorien zu lernen und zu interpretieren. Hier bei Ryerson geht es mehr um deine Erfahrung und welchen persönlichen Nutzen du für deine Arbeit im sozialen Sektor siehst. Ich find es super. Die Kurse sind sehr vielfältig und man kann aus den sogenannten „liberal studies“ wählen. Da sind echt spannende Sachen dabei! Allerdings ist der Arbeitsaufwand gefühlte fünfmal so hoch im Vergleich zu meinem Studiengang in Trier 😀
Und wir sind ständig am reflektieren, was uns am Anfang super schwer fiel.. Man haben wir uns schwer getan. Ich erinnere mich, als wir einmal völlig mit den Nerven am Ende bei einem unseren Profs im Büro saßen: „Wir können das einfach nicht. Was sollen wir denn da reflektieren? Oder: „Was? Es geht nur um uns, hä?“ Ja, ja. Das war eine ganz schöne Umstellung, aber mittlerweile hab ich irgendwie das Gefühl, dass die kanadische Mentalität schon an meiner Tür geklopft hat und ich sie tatsächlich doch ein paar Mal reingelassen.. Aber hey, das ist doch der Sinn bei so einem Auslandssemester, oder? 🙂

Das deutsche Austauschteam mit Maskotchen „Eggy the Ram“

In diesem Sinne: Haltet die Ohren steif, ich denke ganz viel an euch!! 🙂

Kira

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Na dann passt das mit dem hereinlassen der kanadischen Haltung ja zur hiesigen fünften Jahreszeit. Ganz nach dem Motto:
    Wolle ma de roi lasse?
    Liebe Grüße

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