Let’s move to Canada! Meine Umzugsgeschichte

Ich kam im August letzen Jahres hier in Toronto an und habe schon ein Semester hinter mich gebracht, wie die Zeit vergeht! Aber ich kann euch sagen, mein Start in das kanadische Abenteuer verlief etwas.. naja wie soll ich sagen.. Brenzlich.

Hallo aus Toronto!

Ich bin Kira, 21 Jahre und studiere Sozial- und Organisationspädagogik an der Uni Trier. Seit September 2016 mache ich ein Auslandssemester an der Ryerson University in Toronto. Endlich vollständig angekommen, fühle ich mich hier doch ziemlich wohl!

Es war nämlich so:

Nachdem ich in Toronto gelandet bin, stand die Grenzkontrolle an und da ging das Drama los… Ich – generell eine verpeilte und entspannte Persönlichkeit – habe meine Studienerlaubnis zu spät beantragt (dachte aber „Ach das wird schon alles klappen“) Nun ja.. der Grenzbeamte hat das ein bisschen anders gesehen, mit der Begründung ‚This is not Germany, young lady!‘ Als ich ihm dann verklickerte, dass meine Studienerlaubnis schon noch kommen würde und ich einfach so lange warte, wollte er mich erstmal nicht einreisen lassen. Nachdem ich aber völlig verzweifelt und mit den Nerven am Ende alle Tränen, die ich produzieren konnte, rausgepresst hatte, ließ der gute Mann mich dann als Tourist einreisen. Also Kira, was lernen wir daraus? Papiere rechtzeitig beantragen und kanadische Grenzbeamte können ungemütlich werden, weil: ‚This is not Germany, young lady!‘.

Gut, Grenzkontrolle geschafft. Dann hieß es noch Sophie, meine Mitbewohnerin in Trier und liebe Freundin am Flughafen finden. Das kostete uns gute zwei Stunden. Sie ist am gleichen Tag angekommen und macht auch den Austausch.

Sophie und ich nachdem wir uns gefühlte 3 Stunden am Flughafen gesucht und beide verzweifelt rumgeirrt sind.. But: finally made it!

Zuerst bei meinen Gasteltern in Scarboroug

Glücklicherweise wurde ich dann von einer befreundeten Bekannten des besten Freundes meines Vaters am Flughafen abgeholt, bei der ich für den Anfang wohnen würde. Sie heißt Usha und es stellte sich aber heraus, dass ich in einem Condo bei ihren Eltern wohnen würde, da sie sich gerade im Umzugsstress befindet. Mit Ausgehzeiten ausgestattet und liebevoll bemuttert, verbrachte ich bei ihren Eltern ungefähr zwei bis drei Wochen, bis ich netterweise bei einer meiner anderen Austauschkompaninnen, Viola, unterkommen konnte. Mein Umzugsdrama und damit verbundenen Zusammenleben hat uns ganz schön zusammengeschweißt, würde ich sagen.
Meine Gasteltern wohnen in Scarborough. Ich habe für den Weg nach Toronto jedes Mal eineinhalb Stunden in der Subway verbracht. Somit habe ich relativ wenig von Toronto mitbekommen. Ich entschied mich auszuziehen, denn so hatte ich mir das studieren in so einer Großstadt einfach nicht vorgestellt. Interessanterweise haben meine Gasteltern das etwas anders gesehen. Anscheinend ist es hier wohl wie mit den saarländischen Studenten in Trier, die sich entschließen zu pendeln- allerdings mit dem Unterschied, dass Triers „Rent“ erschwinglicher sind als in Toronto.

Von Viola zu Paul

Alsooo, ein paar Wochen bei  der lieben Viola, zog ich in ein kleines Apartment mit guter Lage, das ich mit einem Kanadier namens Paul teilte und das mir eine Professorin an meinem ersten Uni- Tag vermittelt hatte. Wohnen in Toronto ist allerdings eine ganz schöne Hausnummer! ( Die Gesichter der Torontianer, wenn man denen erzählt, wie viel ich für meine Miete in Trier zahle, sind immer wieder phänomenal.)

Studentenwohnheim

So wo war ich? Ahja, wohnen super teuer! Deshalb: letzte Station: Studentenwohnheim, da wollte ich ja eigentlich von Anfang an hin, hat dann aber doch noch zum Januar geklappt. Hier wohne ich mit 4 anderen Mitbewohnern zusammen mit gemeinsamem Wohnzimmer und Küche und es ist alles eigentlich ganz harmonisch. Allerdings macht hier jeder sein Ding und das europäische Studentenleben mit langen durchgefeierten Weinnächten muss vielleicht erst noch von den europäiischen Austauschstudenten etabliert werden!

Last but no least! ich präsentiere: mein Zimmer im Studentenwohnheim mit Jugendherbergs- Charme 🙂

Nachdem ich von Wohnort zu Wohnort gejumpt bin, bin ich jetzt froh endlich angekommen zu sein und mich eingelebt zu haben. Was bringen die letzten drei Monate? Zudem ist es ein ziemlich cooles und für mich ungewohntes Gefühl direkt downtown in einer riesen Stadt zu wohnen, wenn man das kleine gemütliche Trier gewohnt ist.

Und das Beste: diesen Blick kann man von dem Dach des Wohnheims genießen! Nicht schlecht, oder?

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und bis bald!

Cheers! 🙂

Kira

7 Kommentare

  1. Liebe Kira, mit großer Freude habe ich deinen Eintrag gelesen. Zwar wusste ich vieles von dir schon, aber so schön aufgearbeitet & verschriftlicht, hat es mit doch neue Erkenntnisse und vor allem ein großes Grinsen geschenkt.

    Ich drück Dich aus der Ferne. Genieße die letzten Monate.
    Wir freuen uns, wenn du wieder hier bist <3

  2. Was für ein Hammer View! Damit kann mein Wohnheim hier in England nicht dienen. ( und ist dazu natürlich auch schweineteuer) Hab noch tolle
    3 Monate liebe Kira. Liebe Grüße aus Essex

  3. WOW! Kira! An Abenteuer mangelt es bei dir definitiv nicht! Mit deinen vielen, neuen Kanada-Lebenserfahrungen bist du für deine „Nachfolger“ bestimmt eine Bereicherung 😉
    Hab noch eine tolle Zeit in Toronto!
    Ganz viele, liebe Grūße an dich

  4. Hallo Kira,

    wir haben deinen Bericht gerade gelesen! wir freuen uns, dass es dir in Kanada so gut geht. Aber wir freuen uns auch, wenn du wieder hier bist.

    Viele Grüße
    Oma und Opa

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