New York, New York

Schon als Kind habe ich davon geträumt, nach New York zu rei­sen. End­lich konn­te ich mir die­sen Wunsch erfül­len und im Big Apple die Zeit um Neu­jahr ver­brin­gen. In die­sem Blog­bei­trag berich­te ich von den High­lights mei­ner New York Reise.

Wenn man schon mal in den USA ist, lohnt es sich die Kof­fer zu packen: Die Inlands­flü­ge sind meis­tens bezahl­bar und bei Air­lines, wie Del­ta, darf man reich­lich Hand­ge­päck mit­neh­men. Zwar sind Flü­ge aus Euro­pa nach New York oft in der glei­chen Preis­stu­fe, den­noch war der Preis, den ich von den Twin Cities aus zahl­te, für mich deut­lich leich­ter zu bewältigen.

Eine erschwing­li­che Unter­kunft in New York zu fin­den war eine Her­aus­for­de­rung. Wer auf etwas Kom­fort nicht ver­zich­ten kann, soll­te sich viel­leicht eher Hos­tels anse­hen. Gene­rell soll­te man recht­zei­tig mit der Suche begin­nen. Wir waren rela­tiv spät dran und haben uns dann für ein etwas außer­halb in Brook­lyn Bay Ridge gele­ge­nes Airb­nb ent­schie­den. Der Haken an der Sache: Um nach Man­hat­tan zu gelan­gen, muss­ten wir jeden Tag ca. 50 Minu­ten in der U-Bahn ver­brin­gen. Das war für uns jedoch voll­kom­men in Ord­nung und war es uns ange­sichts des gemüt­li­chen Airb­n­bs mit eige­nem Bad und gemein­sa­mer Küche auch wert.

Das ein­drucks­vol­le Grand Cen­tral Ter­mi­nal von außen

Wir haben acht Näch­te in New York ver­bracht und ich kann eines defi­ni­tiv sagen: Ich füh­le mich, als hät­ten wir nicht ein­mal ansatz­wei­se alles Sehens­wer­te gese­hen. Man könn­te dort mit Sicher­heit Wochen ver­brin­gen und immer noch etwas Neu­es ent­de­cken. Dem­entspre­chend soll­te man sich vor einer Rei­se nach New York Gedan­ken machen, wo die eige­nen Prio­ri­tä­ten lie­gen und was man alles erle­ben möchte.

Am ers­ten Tag nach unse­rer Ankunft ver­schlug es uns gleich nach Man­hat­tan, wo wir das Grand Cen­tral Ter­mi­nal besuch­ten. Ich war unglaub­lich auf­ge­regt, als ich aus der U-Bahn aus­ge­stie­gen bin – schließ­lich hat­te ich hohe Erwar­tun­gen. Die wur­den defi­ni­tiv erfüllt: Der Bahn­hof, der mit­ten im Zen­trum liegt, ist eines der wun­der­schö­nen his­to­ri­schen Gebäu­de New Yorks und Schau­platz vie­ler Fil­me, an die man sofort den­ken muss, wenn man durch den Ein­gangs­be­reich spa­ziert. Im unte­ren Geschoss befin­den sich außer­dem dut­zen­de Essens­ge­le­gen­hei­ten, denen man einen Besuch abstat­ten sollte.

Einer der Lese­sä­le der Public Library

Das nächs­te archi­tek­to­ni­sche High­light war die New York Public Libra­ry. Man soll­te unbe­dingt ein­mal durch die vie­len Lese­sä­le lau­fen, den Men­schen­men­gen beim Lesen und Stu­die­ren zuse­hen und eine der Aus­stel­lun­gen besu­chen. Ich habe hier gefühlt tau­send Fotos gemacht, aber die beson­de­re Atmo­sphä­re des Gebäu­des konn­te ich nicht natur­ge­treu einfangen.

Der Blick auf die New Yor­ker Sky­line vom Cen­tral Park aus

Eine der wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten New Yorks ist der Cen­tral Park. Man kann sich kaum vor­stel­len, wie weit­läu­fig der Park tat­säch­lich ist: Die rie­si­ge Park­an­la­ge beinhal­tet selbst so vie­le Sehens­wür­dig­kei­ten, dass man hier im Som­mer einen gan­zen Tag ver­brin­gen könn­te. Wir haben ver­sucht, so lan­ge wie mög­lich dem kal­ten Wet­ter zu trot­zen und unter ande­rem Straw­ber­ry Fiel­ds, ein Denk­mal zu Ehren John Len­nons, besucht.

Eine beson­ders tou­ris­ti­sche, aber den­noch emp­feh­lens­wer­te Sehens­wür­dig­keit ist das Top of the Rock. Dabei han­delt es sich um eine Aus­sichts­platt­form auf dem Dach des Rocke­fel­ler Cen­ters. Wir haben uns bewusst gegen das Empi­re Sta­te Buil­ding ent­schie­den, da das Top of the Rock nicht nur etwas güns­ti­ger ist, son­dern auch eine unein­ge­schränk­te Sicht auf die Stadt bie­tet – und zwar eben inklu­si­ve Empi­re Sta­te Buil­ding. Die Aus­sicht ist atem­be­rau­bend und defi­ni­tiv das nicht ganz güns­ti­ge Ein­trittsti­cket wert. Mein Tipp: Kauft euch die Tickets ein paar Tage vor­her im Gebäu­de selbst, am bes­ten für eine hal­be Stun­de vor Son­nen­un­ter­gang. Online sind vie­le Tickets, die vor Ort noch ver­kauft wer­den, nicht ver­füg­bar. So hat man nicht den War­testress am Tag selbst und braucht sich kei­ne Gedan­ken dar­über zu machen, den Son­nen­un­ter­gang zu verpassen.

Der Blick vom Top of the Rock ist das lan­ge War­ten, um wie­der nach unten zu gelan­gen, defi­ni­tiv wert

Das wir in einer tou­ris­ten­rei­chen Zeit in New York waren, haben wir so rich­tig zu spü­ren bekom­men, als wir das Muse­um of Modern Arts besuch­ten. Hier soll­te man am bes­ten mor­gens her­kom­men, denn was man dort zu sehen bekommt ist unglaub­lich. Aber extrem ner­ven­auf­rei­bend ist es, das mit dut­zen­den ande­ren Tou­ris­ten gleich­zei­tig zu teilen.

Gedrän­gel vor van Goghs Sternenhimmel

Ich habe gar nicht rich­tig rea­li­siert, dass ich bei­spiels­wei­se vor van Goghs Ster­nen­nacht stand. Lei­der konn­te ich es wegen den Men­schen­mas­sen nicht rich­tig genie­ßen, trotz­dem ist es ein Muss für jeden New York-Rei­sen­den und bie­tet span­nen­de und außer­ge­wöhn­li­che Ausstellungen.

Weit­aus ent­spann­ter war unser Besuch im Solo­mon R. Gug­gen­heim Muse­um. Das Gebäu­de allei­ne ist eine Sehens­wür­dig­keit für sich. Wir haben die Agnes Mar­tin Aus­stel­lung besucht, die unfass­bar sehens­wert war. Auch die ande­ren Aus­stel­lun­gen waren spe­zi­ell und extrem spannend.

Im Gug­gen­heim Museum

Wir haben hier wirk­lich viel Zeit ver­bracht und uns wegen der ent­spann­ten Atmo­sphä­re im Gegen­satz zum Muse­um of Modern Arts mehr Zeit für die ein­zel­nen Aus­stel­lungs­stü­cke genom­men. Fun Fact: Die Instal­la­ti­on „Ame­ri­ca“ von Mau­ri­zio Cat­telan besteht aus einer gol­de­nen Toi­let­te – für die man sich gut und ger­ne eine Stun­de anstel­len muss. Und das haben wirk­lich vie­le Muse­ums­be­su­cher auch getan – total verrückt.

Wer es gene­rell ent­spann­ter mag, soll­te die High Line besu­chen. Sie besteht aus still­ge­leg­ten Bahn­stre­cken, die bepflanzt und mit Kunst bestückt wor­den sind. Dort kann man sehr gut spa­zie­ren gehen und durch­aus eini­ge Stun­den ver­brin­gen. Bei gutem Wet­ter soll­te man beim nahe­ge­le­ge­nen Chel­sea Mar­ket Halt machen, sich etwas zu Essen kau­fen und an einem der Aus­sichts­punk­te den Aus­blick genießen.

Bei gutem Wet­ter ist die High Line ein Muss

Außer­dem soll­te man unbe­dingt das Natio­nal Sep­tem­ber 11 Memo­ri­al and Muse­um besu­chen, das zum Gedächt­nis der Opfer des Ter­ror­an­schla­ges am 9. Sep­tem­ber 2001 und des Bom­ben­an­schlags 1993 errich­tet wur­de. Es besteht aus zwei gro­ßen Becken, in denen sich Was­ser­fäl­le befin­den, und einem Muse­um. Es ist schwer zu beschrei­ben, wie ein­drucks­voll es tat­säch­lich ist – ich habe sel­ten ein der­ma­ßen beein­dru­cken­des Mahn­mal gesehen.

Das abso­lu­te High­light unse­rer New York Rei­se war die Brook­lyn Bridge. Am bes­ten läuft man hier bei Son­nen­un­ter­gang von Brook­lyn nach Man­hat­tan. Der Aus­blick ist der­ma­ßen sur­re­al, dass man meint, man wür­de auf eine Post­kar­te schau­en. Hier ist New York so, wie man es sich vor­stellt, mit sei­nen Wol­ken­krat­zern, Lich­tern und unzäh­li­gen Men­schen – ein­fach wunderschön.

Der Blick von der Brook­lyn Bridge bei Sonnenuntergang

Zwei Rat­schlä­ge, die ich unbe­dingt noch in die­sem Blog­bei­trag erwäh­nen möch­te: Der Times Squa­re ist den Besuch nicht wert. Es ist dort laut, über­füllt und häss­lich. Es reicht defi­ni­tiv, an der Times Squa­re U-Bahn Sta­ti­on aus­zu­stei­gen und in die Stra­ße rein­zu­schau­en. Die Zeit und Ner­ven soll­te man defi­ni­tiv in etwas Schö­ne­res inves­tie­ren. Außer­dem haben wir ent­ge­gen unse­rer Pla­nung nicht die Frei­heits­sta­tue besucht bzw. die Fäh­re an ihr vor­bei genom­men. Man kann die­se näm­lich auch vom Ufer von der Fer­ne aus betrach­ten – das Geld und die Zeit war es uns dem­entspre­chend nicht wert.

Gene­rell macht es in New York viel Sinn, ein­fach durch die ver­schie­de­nen Nach­bar­schaf­ten zu spa­zie­ren, die Umge­bung zu genie­ßen und in Geschäf­ten wie dem Strand Book Store, in dem man neben Büchern auch sehr gut Sou­ve­nirs ein­kau­fen kann, zu stö­bern. Vie­le der Bezir­ke zeich­nen sich durch ihre beson­de­re Archi­tek­tur und Atmo­sphä­re aus. Eini­ge, wie bei­spiels­wei­se Chi­na­town, geben einem das Gefühl sich gleich in einem ande­ren Land zu befin­den. Wenn mög­lich, soll­te man vie­les zu Fuß erkun­den – wenn auch die New Yor­ker U-Bahn manch­mal eine Sehens­wür­dig­keit für sich ist. In den nächs­ten Blog­bei­trä­gen berich­te ich von Brook­lyn, wo wir auch Sil­ves­ter ver­bracht haben, und mei­nem New Yor­ker Lieb­lings­the­ma: dem Essen. Wer New York besucht, soll­te näm­lich unbe­dingt einen gro­ßen Teil sei­nes Bud­gets für das fan­tas­ti­sche Essen dort einplanen.

2 Kommentare

  1. Tol­ler Ein­trag lie­be Jen­ny! Ich kom­me defi­ni­tiv bei mei­ner New York Rei­se­pla­nung auf dich zurück 🙂

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