1 Jahr mehr in la vil­le d’orée

Geburts­tag! Der bes­te Tag des Jah­res!!! Das muss also auch ordent­lich zele­briert wer­den. In mei­nem Aus­lands­auf­ent­halt vor 3 Jah­ren bin ich mit ein paar Freun­den im Gepäck für 3 Tage nach Buda­pest geflo­gen. Dies­mal war Prag dran. Die Gol­de­ne Stadt.…mit einer Spra­che der ein­deu­tig Voka­le fehlen.

Was ist das bes­te an Euro­pa? Rich­tig! Mit Per­so in der einen Hand und einem Toma­ten­saft in der ande­ren inner­halb einer Stun­de meh­re­re Lan­des­gren­zen über­que­ren. Wochen­end­trips sind also ein abso­lu­tes Muss. Wir – ein wil­der Mix aus einem Eng­län­der, einem Kolum­bia­ner, zwei Kana­di­ern und ein paar Deut­schen – mach­ten uns mit jeder Men­ge Vor­freu­de und vie­len Plä­nen am 19.1.17 auf den Weg die Haupt­stadt Tsche­chi­ens zu erobern. Prag ist in der Tat eine der weni­gen Städ­te, über die jeder nur Gutes zu berich­ten hat. Sei­en es die Prei­se, das Bier, das Essen, die Archi­tek­tur, die Sehens­wür­dig­kei­ten oder das Nacht­le­ben. Prag bie­tet alles im Überfluss.

Staro­měst­ské náměs­tí – Alt­städ­ter Ring

Prin­zi­pi­ell könn­te man von jedem Haus ein Bild machen. Es sieht ein­fach an jeder Ecke aus, als sei es mit einer beein­dru­ckend umfang­rei­chen Farb­pa­let­te gemalt wor­den. Beson­ders hübsch sind die Fas­sa­den am Alt­städ­ter Ring. Ent­spre­chend vie­le Tou­ris­ten fin­den sich dort auch, obwohl momen­tan kei­ne Urlaubs­sai­son ist. Einen Tisch für 7 Leu­te ohne Reser­vie­rung konn­ten wir in dem Bereich natür­lich trotz­dem kni­cken. Auch wenn man Geburts­tag hat. 😀 Die bekann­tes­ten Bau­wer­ke sind wohl das Schloss und die Karls­brü­cke. Die Burg Pražs­ký hrad liegt auf dem Berg jen­seits der Karls­brü­cke. Ca. 20 Minu­ten dau­ert es (wenn man nicht stän­dig für Fotos und Glüh­wein anhal­ten wür­de) zu Fuß dort anzu­kom­men. Kos­ten­los und nur mit kur­zem Tasche öff­nen, durf­ten wir auch schon die Fes­tungs­mau­ern durch­schrei­ten und uns an dem archi­tek­to­nisch sehr viel­fäl­ti­gen Reper­toire an ver­schie­den Bau­wer­ken aus unter­schied­li­chen Geschichts­zeit­räu­men erfreu­en. Ein Gebäu­de erin­ner­te ein­fach wahn­sin­nig an Grin­gotts von Har­ry Pot­ter! Fot­opflicht!!! Den Beweis fin­det ihr auf mei­nem Insta­gram Pro­fil.

Kar­lův most – Karlsbrücke

Die Karls­brü­cke Kar­lův most ist gespickt mit Denk­mä­lern und unter jedem Licht­ein­fall ein Hin­gu­cker. Schein­bar sind wir beson­ders begeis­tert über die Brü­cke geschlen­dert (oder gescho­ben wor­den – wir waren nicht ganz die ein­zi­gen, die sie gern aus der Nähe betrach­ten woll­ten), da einer mei­ner Freun­de und ich umge­hend von einem Kame­ra­team ver­folgt wur­den. Erst heim­lich – so heim­lich, wie man mit meh­re­ren gro­ßen Kame­ras und einem Mikro­fon eben ist – bis wir sie mit der Fra­ge kon­fron­tier­ten, war­um sie uns eigent­lich fil­men. Wir sähen so glück­lich aus und sie wür­den einen Film über Tou­ris­mus dre­hen. Aha. Kei­ne Ten­nis­so­cken, kei­ne San­da­len und trotz­dem als Tou­rist ent­tarnt. Minu­ten spä­ter schlen­der­ten wir über­trie­ben rela­xed über die Brü­cke, zeig­ten hin und wie­der auf ein Gebäu­de und erfreu­ten uns sicht­lich an den Enten am Ufer der Mol­dau. “Dan­ke, super! Jetzt bit­te noch­mal so, dass mehr Son­nen­licht in das Gesicht der Dame fällt.” Jetzt wer­de ich sicher bald ent­deckt und kann mir schon­mal eine Woh­nung in L.A. suchen.

Und nun zum wich­tigs­ten: Essen! Über den gro­ßen und klei­nen Hun­ger muss man sich wirk­lich in Prag kei­ne Sor­gen machen. Direkt auf dem ers­ten Markt­platz bekam ich mei­ne heiß ersehn­te Baum­strit­zel (sie­he Bei­trags­bild). Die gibt es aller paar Meter und wäh­rend ich die simp­le Vari­an­te mit Scho­ko gewählt hat­te, kann man sie auch mit Eis­ku­geln und war­men Apfel­stü­cken fül­len las­sen. Bei -11 Grad darf natür­lich auch der Glüh­wein to go nicht feh­len. Da lau­fen die Füß­chen fast von allein. Wir konn­ten es uns rich­tig gut gehen las­sen – und haben wir auch. Selbst Restau­rants kön­nen mit ihren Prei­sen nicht abschre­cken. Mit 7 Euro für eine hal­be knusp­ri­ge Ente auf Rot­kraut, hat es All-you-can-eat flair. Ich habe sie sogar ganz allein geschafft. Wie, ist mir aller­dings ein Rät­sel. Danach sind wir gesät­tigt für das nächs­te Lebens­jahr nach Hau­se gerollt. #wasistdasfür1life

Für alle Knob­lauch­lieb­ha­ber, ist die tra­di­tio­nel­le Knob­lauch­sup­pe ein Muss. Sie wird in jedem tsche­chi­schen Restau­rant ange­bo­ten und wir waren alle völ­lig ver­rückt danach. Eine wär­men­de Knob­lauch­bom­be mit geschmol­ze­nem Käse am Boden und knusp­ri­gen Crou­tons. Yummi!!!!

Von der Unfreund­lich­keit der Bedie­nun­gen in eini­gen Restau­rants darf man sich dabei nicht abschre­cken las­sen. Auch gebür­ti­ge Pra­ger konn­ten uns nicht erklä­ren, wor­an das liegt. Ihnen geht es aber genau­so. Es lag also nicht dar­an, dass wir eng­lisch gespro­chen haben. Am bes­ten ein­fach mit Humor neh­men. “Haben Sie auch Tee?” “Ja.” *unan­ge­neh­me Stil­le von gefühl­ten 3 Minu­ten* “Äh ok. Wel­che Sor­ten denn?” An sowas erin­nert man sich zumin­dest nachhaltig.

Eine beson­ders coo­le Geschäfts­idee ist uns auf dem Weg zur Burg auf­ge­fal­len. Eine Laund­ry Bar!! Mit Hap­py Hours, Beer Pong, Play­sta­ti­on, Tisch­fuß­ball, Darts und allem, was das Herz begehrt. Um ein Haar hät­ten wir unse­re Klei­dung geholt, nur um sie dort zu waschen. Ein­fach geni­al! Wer hat nicht schon ein­mal mit einem mit lächer­li­chen Alli­te­ra­tio­nen gespick­ten Klatsch­ma­ga­zin im Wasch­sa­lon geses­sen und sich nach dem Sinn des Lebens gefragt… dar­aus ein sozia­les Erleb­nis zu machen, ist ein­fach cool!

An mei­nem Geburts­tag selbst sind wir in den größ­ten Club Euro­pas gegan­gen, der abso­lut geni­al ist. Jeder Floor hat einen ande­ren Auf­bau und ande­re Beson­der­hei­ten. Im unters­ten gab es bei­spiels­wei­se eine Oxy­gen-Bar, Beim nächs­ten wur­de der Raum nur von einer Art Laser­show erleuch­tet und auf einem ande­ren tanz­te man qua­si wie in einem Schwimm­be­cken, wäh­rend die Bars auf Über­kopf­hö­he waren.

Das war ein klei­ner Bruch­teil unse­res Wochen­en­des. Wer nicht viel schläft, kann schließ­lich auch viel unter­neh­men. Unser 5er AirB­nB war lei­der für 5 Kin­der gerech­net oder 5 Leu­te bei denen 3 nachts schla­fen und 2 tags­über. Des­halb haben wir die Schlaf­zeit nicht aus­ge­reizt. Man muss­te sich schon lieb haben. Aber wenn man jung ist, geht sowas ja problemlos.

Falls ihr Fra­gen zu Prag habt, stellt sie mir gern in den Kom­men­ta­ren oder kon­tak­tiert mich pri­vat. XO Eure Anna

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar

  1. Woww Anna, du schreibst echt schön! Da bekomm ich rich­tig Lust, Prag auch mal abzuklappern!
    Hab noch eine tol­le Zeit, lie­be Anna 🙂
    Lie­be Grüße!!

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