Einmal Kanada und zurück bitte

Ein Psycho bloggt über seine Studienreise nach Kanada und die interdisziplinären Forschung zur Mensch-Maschine-Interaktion (genauer gesagt: Computerspiele). Jetzt, zum Auftakt, geht’s erstmal um die Basics: Wieso überhaupt Kanada und was muss man vor der Einreise beachten?

Reiseroute

Florida (10 Tage) – NorthCarolina (5 Tage) – Saskatchewan (3 Monate) – Alberta (8 Tage)

Kanada – für mich perfekt

Für mich gibt es 4 gute Gründe nach Kanada zu verschwinden, zumindest für eine Weile:

  1. Ich kenne und mag das kanadische Forschungsteam.
  2. Ich bin ziemlich nerdig und Computerspieleforschung passt wie die Faust auf’s Auge.
  3. Die Gelegenheit bot sich, und ich wusste gerade nichts gescheiteres mit meiner Zeit anzufangen.
  4. Ich habe eine gute Ausrede über den Teich zu fliegen und meine Verwandten endlich mal zu besuchen.

Einreise nach Kanada leicht gemacht

Die Organisation eines Forschungsaufenthalts in Kanada ist ungefähr so wie von Berlin nach München umzuziehen: Auch wenn man eventuell sich Sorgen um Grenzkontrollen machen muss, braucht man als deutscher Student, solange man nicht allzu lange bleibt und an der dortigen Hochschule eingeschrieben ist, kein Visum oder eine Einreiseerlaubnis. Die Muttersprache ist zwar eine andere, aber man versteht sich dennoch ganz gut. Da es recht teuer wäre für eine Wohnungsbesichtigung nach Kanada zu reisen, sieht man die Wohnung zum ersten Mal dort. Man sollte doppelt-vorsichtig sein, um nicht über den Tisch gezogen zu werden (vor allem weil eine Bude in Saskatoon preislich in etwa äuqivalent zu einem Appartment in München ist).

Die Sache mit dem Geld

Okay, eine Praktikumsvergütung ist eine famose Sache, vor allem dann wenn man das Geld auch ausgeben kann. Und hier liegt der Hund begraben: bekommt man für seine Arbeit, ein Gehalt und will das tatsächlich ausgezahlt bekommen, so muss man eine temporäre Sozialversicherungsnummer (SIN) beantragen; ohne die gibt’s kein Geld. Soweit so simpel. Um eine SIN zu bekommen braucht man ein study permit. Das study permit lässt sich aber nur beantragen über das Online-Formular, wenn man es auch tatsächlich braucht und als Deutscher, der dort für 3 Monate an der Uni ist, braucht man keins. Das heißt ich kann kein study permit beantragen, da ich keine brauche, aber ohne study permit bekomme ich keine SIN, die ich für meine Gehaltsauszahlung benötige.

Fun fact am Rande: das kanadische Immigration Office ist außerhalb von Kanada schwerer zu erreichen als viele andere Ämter. Vielleicht suboptimal, wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe des Immigration Offices hauptsächlich außerhalb von Kanada sitzen wird.

Ergo: Sobald ich in Kanada bin, muss ich von Behörde zu Behörde tingeln, um die formalen Voraussetzungen für meine Bezahlung zu schaffen.

Ein Kommentar

  1. Lieber Maxi,

    die ersten 2 Flüge hast du hinter dir, jetzt relaxen und Eindrucke sammeln in Florida.

    Viel Spaß.
    Mama 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.