Was das Col­le­gi­um Musi­cum erfolg­reich macht

Wie­der ein­mal hat das Col­le­gi­um Musi­cum mit einem Semes­ter­ab­schluss-Kon­zert am 12. Febru­ar sein Publi­kum begeis­tert – die­ses Mal mit Ver­dis Requi­em. Shei­la Dol­man hat Chor, Orches­ter und sich selbst dabei beob­ach­tet, wie sich alle auf ein sol­ches Kon­zert vorbereiten. 

Ver­dis Requi­em – Ers­te gemein­sa­me Pro­be des Chors und des Orchesters

Ein lan­ges und inten­si­ves Pro­ben­wo­chen­en­de vol­ler Musik, Kon­zen­tra­ti­on, Lachen und Spaß liegt hin­ter mir. Geprobt habe ich Ver­dis Requi­em mit 200 ande­ren Musi­kern für das Semes­ter­ab­schluss­kon­zert. Seit dem Win­ter­se­mes­ter 2015/2016 bin ich im Col­le­gi­um Musi­cum der Uni­ver­si­tät Trier und sin­ge im Alt2.

In mei­ner gesam­ten Gym­na­si­al­zeit habe ich mit Lei­den­schaft im Schul­chor gesun­gen und dem­entspre­chend groß war mei­ne Freu­de, als bei der Ein­füh­rungs­ver­an­stal­tung der Uni­ver­si­tät von einem Uni-Chor die Rede war. Ich bin direkt zum Stand des Col­le­gi­um Musi­cum auf dem Markt der Mög­lich­kei­ten geflitzt und habe mich ein­ge­tra­gen. Und was soll ich sagen?

Es ist wun­der­bar, die Pro­ben jede Woche sind wie ein Akku-Auf­la­den für die See­le. Die­se Freu­de spü­re ich bei jeder Pro­be, die­se Begeis­te­rung, gemein­sam etwas Schö­nes zu schaf­fen. Wir neh­men jedes Pro­jekt sehr ernst und berei­ten uns gründ­lich auf die Auf­trit­te vor, um den geneig­ten Zuhö­rern einen unver­gess­li­chen Auf­tritt zu präsentieren.

Der ers­te gemein­sa­me Durch­lauf von Chor und Orchester

Der musi­ka­li­sche Lei­ter des Col­le­gi­um Musi­cum Maria­no Chiacchiarini

Gewöhn­lich pro­ben wäh­rend des Semes­ters Chor und Orches­ter getrennt. Zum ers­ten Mal fügt sich an dem gemein­sa­men Pro­ben­wo­chen­en­de, zwei Wochen vor dem gro­ßen Auf­tritt, alles zusam­men. Für ein Wochen­en­de und so vie­le Musi­ker wird des­we­gen eine gan­ze Jugend­her­ber­ge angemietet.

Wir rei­sen Frei­tag­nach­mit­tag an und star­ten direkt nach dem Abend­essen mit einer letz­ten getrenn­ten Pro­be. Die­ses Jahr, gegen 21.00 Uhr, dann der ers­te gemein­sa­me Durch­lauf von Chor und Orches­ter. WOW! Das klang! Begeis­te­rung in allen Gesich­tern, das Knis­tern des gemein­sa­men Schaf­fens elek­tri­siert alle Beteiligten.

Sams­tag ging es direkt nach dem Früh­stück wei­ter mit den Pro­ben und ende­te erst gegen 21.30 Uhr. Natür­lich mit genug Zeit, die Nasen in die fri­sche Win­ter­luft von Prüm zu recken. (Oder ein klei­nes Schläf­chen nach dem Mit­tag­essen zu hal­ten…  Je nach­dem, wie lang der Frei­tag­abend so aus­ge­dehnt wur­de…) Auch den Sonn­tag haben wir bis zum Mit­tag noch flei­ßig genutzt und bei dem letz­ten gemein­sa­men Durch­gang waren auch die Solis­ten Phi­lip Far­mand (Tenor) und Sil­ja Schind­ler (Sopran) dabei. Als die letz­ten Töne im Raum ver­hall­ten, lag noch immer Span­nung in der Luft. Gän­se­haut bei allen Betei­lig­ten. Das wird ein Knaller!

Wenn die letz­te Pro­be zu Ende geht

Als die letz­te Pro­be am Tag in der Jugend­her­ber­ge zu Ende war, wur­den die Instru­men­te ver­packt, die Stüh­le bei­sei­te geschafft und aus dem gro­ßen Pro­be­raum wur­de ein Gesell­schafts­raum. Eini­ge Musiker/innen saßen auf der Büh­ne und spiel­ten etwas an dem dort ste­hen­den Pia­no, ande­re gesell­ten sich dazu, san­gen mit, klopf­ten, klatsch­ten dazu. Ande­re saßen im Raum an eini­gen zusam­men­ge­scho­be­nen Tischen und lie­ßen es sich bei Knab­be­rei­en und Wein bei gemüt­li­chen Gesprä­chen gut gehen. Ande­re spiel­ten kniff­li­ge Spie­le. Ich saß mit ande­ren Musi­kern auf der Büh­ne und wir ver­such­ten uns an ver­schie­de­nen Kanons, knab­ber­ten Kek­se und tausch­ten uns aus. Wenn man so will… Ist es das Klas­sen­fahrt­fee­ling für Erwach­se­ne. Die gelös­te Stim­mung tat dem Gemein­schafts­ge­fühl unglaub­lich gut.

Die meis­ten Mit­glie­der des Col­le­gi­um Musi­cum sind schon seit vie­len Jah­ren dabei und ken­nen sich dem­entspre­chend gut. Chor und Orches­ter sind eine ein­zig­ar­ti­ge Mischung aus Stu­die­ren­den, Mit­ar­bei­ten­den der Uni­ver­si­tät und Musik­be­geis­ter­ten aus der Umge­bung. Das heißt, die Grup­pe ist sowohl alters- als auch inter­es­sens­mä­ßig kom­plett hete­ro­gen. Ich bin sofort herz­lich auf­ge­nom­men wor­den, habe wun­der­ba­re Men­schen ken­nen­ge­lernt und schnell neue Freun­de gefun­den. Nach den Pro­ben tref­fen sich vie­le der Sänger/innen meist noch zu einem gemüt­li­chen Umtrunk in einem nahe­ge­le­ge­nen Wein­kel­ler. Aber es gibt noch viel mehr gemein­sa­me Veranstaltungen.

von Shei­la Dolmann

Jubi­lä­ums­kon­zert
Das nächs­te Kon­zert des Col­le­gi­um Musi­cum sticht schon wegen der Spiel­stät­te aus der Serie der Semes­ter­ab­schluss-Kon­zer­te her­aus. Am 16. Juli fei­ert das Col­le­gi­um mit einem Kon­zert im Trie­rer Amphi­thea­ter sei­nen 40. Geburtstag.

collegiummusicum.uni-trier.de

Inzwi­schen ist das Kon­zert erfolg­reich gelau­fen. Wir ver­wei­sen an die­ser Stel­le auf zwei Berichte:

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