Viva México!!!

Meine letzte Woche im Januar verbrachte ich in Mexico! Ich reiste vor Trumps Regierungsübernahme aus und danach wieder ein. Oder durfte ich nicht mehr ins Land, weil ich nur ein J1 Visum hatte? Ob ich es am Ende geschafft habe? Da müsst ihr wohl bis zum Ende lesen.

Nachdem es meinem Bein wieder besser ging, entschied ich mich, die Reise nach Mexiko anzutreten. Stornieren konnte ich sowieso nichts und natürlich wollte ich dieses wunderbare Land auch bereisen. Also ging es für mich am 19. Januar, genau einen Tag vor Trumps Amtseinführung in das Land, welches er ja so gerne mag. Bis dahin machte ich mir keine Sorgen, ob ich wieder in die USA zurückreisen könnte oder nicht.

Der Flug war der Schlimmste, den ich in meinem Leben bisher hatte. Bereits vor dem Start sagte der Pilot, dass wir mit schlechtem Wetter in New Orleans rechnen müssen. Ich dachte mir nur: Warum erzählt er uns das? Nach ca. zwei Stunden Flugzeit, die sehr ruhig waren, leuchteten dann mitten im Getränkeservice die Anschnallzeichen auf und dem folgte eine Ansage, dass sich doch bitte auch die Flugbegleiterinnen hinsetzen sollen. Ich erinnerte mich an eine Aussage von einer Freundin von meiner Mama, die selbst Flugbegleiterin war und die sagte: „Wenn sich selbst die Flugbegleiter hinsetzen müssen, wird es ungemütlich!“ Und so war es dann auch. Was folgte waren ca. 45 min heftigste Turbulenzen. Es ging rauf und runter und von rechts nach links. Die Frau neben mir griff meine Hand, auch weil sie selbst Angst hatte und ihr Mann ihr keine Beachtung schenkte, sondern seelenruhig sein Buch las. Nach der Landung guckten wir uns nur an und sagten zeitgleich „We made it“, beide nach diesen Turbulenzen ziemlich überrascht, dass das tatsächlich passiert war.

Endlich in Cancun gelandet machte ich mich auf den Weg zum Bus, der mich nach Playa del Carmen bringen sollte. Das war sehr einfach und der Bus super neu und mit Steckdosen und Bildschirmen ausgestattet. Nach ca. einer Stunde kam ich dann in Playa del Carmen an und es waren 28 Grad. Herrlich. Ich machte mich auf den Weg zu meinem Stadthotel, dem Hotel Plaza Playa. Da es mittlerweile schon 16 Uhr war, konnte ich auch sofort einchecken. Das Hotel war nichts Besonderes, aber sehr sauber und das Zimmer war groß. Es war genau so günstig wie ein Hostel in Playa del Carmen, weshalb ich mich diesmal für die Hotel-Option entschied.

Von Playa del Carmen kann man sehr schöne Tagesausflüge machen. So führte es mich nach Tulum, nach Cozumel und zum Chichen Itza.

Tulum:

Tulum ist ca. 60km von Playa del Carmen entfernt und am schnellsten und günstigsten gelangt man dorthin, wenn man ein Collectivo nimmt. Hierbei handelt es sich um kleine Vans, die vor allem von den Einheimischen genutzt werden, um ihren Arbeitsplatz in den großen Hotelanlagen entlang des Highways zu erreichen. Denn die Collectivos halten nur entlang des Highways. Wenn man in Playa einsteigt, wird man gefragt, wo man aussteigen möchte und der Fahrer merkt sich die verschiedenen Haltepunkte von bis zu 15 Personen. Ich war etwas skeptisch, ob er sich alles merken könnte, aber ließ mich darauf ein. Während der Fahrt hielten wir also immer wieder an verschiedenen Punkten auf dem Highway an, um Leute rauszulassen. Manchmal hielten wir auch an, weil jemand auf dem Highway stand und winkte – ein Zeichen, dass er gerne mitfahren würde. Nach ca. einer Stunde hieß es dann: „Tulum, Tulum!“ Das war mein Zeichen. Ich gab dem Fahrer die 45 Pesos, ca. zwei Euro für die Fahrt und stieg aus. Tulum ist berühmt für seine Ruinen aus der Maya-Zeit. An diesem Tag waren dort viele Touristen und ich musste etwa eine halbe Stunde in der Schlange warten. Der Eintritt kostete 70 Pesos. Es gibt viele Ruinen anzuschauen und einen wunderschönen Strand, der aber an diesem Tage aufgrund von hohen Wellen leider geschlossen war. Also lief ich nur ein bisschen rum und schaute mir die Ruinen und die Umgebung an.

Cozumel: 

An einem anderen Tag machte ich mich auf den Weg nach Cozumel. Cozumel ist eine Insel die vor der Küste Playa del Carmens liegt. Die Insel ist sehr beliebt bei Kreuzfahrtschiffen, da dort der einzige Hafen vor der Küste Mexikos ist, wo sie anlegen können. Der einzige Weg von Playa dorthin ist mit der Fähre oder dem Flugzeug. Ich nahm die Fähre von Playa del Carmen. Die Überfahrt dauert ca. 45 Minuten. Eigentlich wollte ich in Cozumel schnorcheln gehen. Aber das Meer war so wild, dass alle Clubs, wo man schnorcheln könnte, geschlossen waren. Also habe ich mir nur die Stadt ein bisschen angeguckt und den Nachmittag im Paradise Beach Club verbracht, es gibt schlimmeres.

Chichen Itza:

Mein letzter Ausflug war eine Ganztagestour zum Chicen Itza, einem der 7 neuen Weltwunder. Wir starteten morgens um 7 Uhr und unser erster Stop war Valladolid, eine kleine mexikanische Stadt mit einer der ältesten katholischen Kirchen der Welt.

 

Danach ging es zum Chichen Itza.

Chichen Itza ist der Ort mit der meisten positiven Energie in Mexico. Als es gebaut wurde, waren die vier Ecken der Pyramide nicht genau passend zu den vier Himmelsrichtungen, sondern ca. um 70 Grad verschoben. 2012 sollte laut dem Maya-Kalender das Ende der Welt sein, was ja nicht eintrat. Die Welt hat sich weiter gedreht, genau um diese 70 Grad, sodass die Pyramide von nun an genau gleich mit den vier Himmelsrichtungen war.

Als Archäologen Untersuchungen an der Tausend Jahre alten Pyramiden durchführten, fanden sie heraus, dass darunter eine komplett gleiche Pyramide steht, die aber nochmal um Tausend Jahre älter ist.

Im Norden und Süden von Chichen Itza gibt es jeweils eine Cenote. Letztes Jahr wurden wieder Untersuchungen an der Pyramide durchgeführt und man hat herausgefunden, dass sich genau unter den Pyramiden eine weiter Cenote befindet, die über den gleichen unterirdischen Fluss mit den anderen beiden Cenoten verbunden ist.

Die Mayas glauben, dass das Chichen Itza das Zentrum des Universums ist. Die Cenote bringt deine Seele zu Mutter Erde und die Spitze der Pyramide bringt deine Seele zu Vater Kosmos.

Meine Mexikoreise war ein voller Erfolg. Und natürlich bin ich danach wieder in die USA gekommen, Deutschland steht ja noch nicht auf der Liste der Länder, die nicht mehr einreisen dürfen! Ich hoffe das bleibt auch so, sonst wird meine Mama im März in Atlanta am Flughafen verhaftet. 🙂 🙂 🙂

Liebe Grüße nach Deutschland!

 

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