Food in the US

Wer US-ame­ri­ka­ni­sche Essens­kul­tur erle­ben will, ist in New York City genau rich­tig. Neben den berühmt-berüch­tig­ten lan­des­ty­pi­schen Gerich­ten kann man auch inter­na­tio­na­le Küche genie­ßen oder neue Essen­s­trends aus­pro­bie­ren. Des­we­gen gibt es in die­sem Blog­bei­trag mein Fazit zum Essen in den USA mit einem klei­nen New York Foodguide.

Der Milks­ha­ke bei Black Tap

Das Essen in den USA hat mich zu Beginn total über­for­dert: Den Ste­reo­ty­pen, dass Bur­ger, Pom­mes und Piz­za ein­fach dazu­ge­hö­ren, habe ich nicht nur in der Uni-Cafe­te­ria wie­der­ent­deckt. Dar­an muss man sich erst ein­mal gewöh­nen. Auf die Spit­ze treibt es in New York dann Black Tab: Das Restau­rant bie­tet zwar auch Bur­ger und sons­ti­ges Fast Food an (was extrem gut aus­sah), ist aller­dings mit sei­nen gigan­ti­schen Milks­hakes bekannt gewor­den. Und mit gigan­tisch mei­ne ich einen gan­zen Kuchen, der über den Glas­rand ver­teilt ist, zen­ti­me­ter­ho­he Schlag­sah­ne und Eis oder sons­ti­ge Extras. So etwas habe ich noch nie gese­hen. Übri­gens ist es in vie­len US-ame­ri­ka­ni­schen Restau­rants so, dass eine Por­ti­on gut für zwei Per­so­nen aus­reicht. Den Milks­ha­ke haben wir uns auf­grund der Grö­ße also auch geteilt.

Vega­nes Fast Food bei By Chloe

Wer an die USA denkt, denkt also oft an Bur­ger und Co., vega­nes Essen klingt jedoch für vie­le zunächst ein­mal wie Salat und Tofu, tota­ler Gegen­satz also. Bei By Chloe gibt es aller­dings vega­nes Fast Food – das heißt also, dass auf das vega­ne Mac and Cheese (US-ame­ri­ka­ni­sches Käse-Nudel-Gericht) vega­ner Bacon gestreut wird und man auch sonst auf nichts ver­zich­ten muss. Klingt außer­ge­wöhn­lich, schmeckt aber unfass­bar gut. All­ge­mein war ich posi­tiv über­rascht von den vie­len umwelt­freund­li­chen Essens­an­ge­bo­ten in den USA. Die Koexis­tenz von typi­schem Fast Food und gesun­den vege­ta­ri­schen oder gar vega­nen Gerich­ten war für mich auf jeden Fall beein­dru­ckend und spie­gelt wie­der, wie facet­ten­reich das Land ist.

Raclette bei – Über­ra­schung – Raclette

Vie­le US-Ame­ri­ka­ner mögen es ger­ne spek­ta­ku­lär und auch des­we­gen war Raclette wahr­schein­lich eines unse­rer New Yor­ker High­lights. Wir hat­ten für Sil­ves­ter einen Tisch reser­viert und tra­di­tio­nel­les Raclette geges­sen. Das bedeu­tet, dass eine Ser­vice­kraft mit einem rie­si­gen Laib Käse durch das Lokal läuft und den Gäs­ten regel­mä­ßig hei­ßen Käse auf das Essen säbelt. Zwar riecht die Klei­dung noch Tage spä­ter genau so, aller­dings ist das Gan­ze so unfass­bar lecker und irgend­wie auch eine Attrak­ti­on für sich, dass ich es trotz­dem jedem ans Herz legen würde.

Stell­ver­tre­tend für unzäh­li­ge fan­tas­ti­sche Restau­rants mit inter­na­tio­na­ler Küche fin­de ich außer­dem Vesel­ka erwäh­nens­wert: Ein ukrai­ni­sches Restau­rant, das ost­eu­ro­päi­sche Küche in total uri­gem Ambi­en­te anbie­tet. Außer­dem gibt es hier auch Bier aus Ost­eu­ro­pa und eine vege­ta­ri­sche Auswahl.

Die fan­tas­ti­schen Donuts bei Dough

Vie­le Deut­sche in den USA ver­mis­sen ja das hei­mi­sche Gebäck. Ich fand jedoch, dass Donuts einen wür­di­gen Ersatz gebo­ten haben. Zum Bei­spiel habe ich noch nie so gute Donuts geges­sen wie bei Dough Donuts in Brook­lyn. Es gibt vie­le ver­rück­te Geschmacks­rich­tun­gen (z.B. Hibis­kus, Scho­ko­la­de mit Salz oder Café Lat­te) und die Donuts sind so rie­sig, dass man sich gut zu zweit eine Vie­rer­pa­ckung tei­len kann. Wir sind dafür eine hal­be Ewig­keit mit U-Bahn und Bus durch Brook­lyn gegurkt, aller­dings hat es sich defi­ni­tiv gelohnt.

Zwar nicht wirk­lich typisch für die USA, aber trotz­dem einen Besuch wert ist der Chel­sea Mar­ket in New York. Dabei han­delt es sich um einen Indoor-Markt, der ver­schie­dens­te klei­ne Restau­rants, Cafés und Essens­stän­de beher­bergt. Wir haben uns hier Essen gekauft, das wir auf die neben­an gele­ge­ne High Line mit­ge­nom­men haben – beson­ders bei gutem Wet­ter empfehlenswert.

Ein Hin­weis sei an die­ser Stel­le erwähnt: Eine Drei­vier­tel­stun­de für einen Sitz­platz im Restau­rant anzu­ste­hen ist in den USA nicht unge­wöhn­lich. Beson­ders vor Black Tap haben wir uns für den Rie­sen­milks­ha­ke die Bei­ne in den Bauch gestan­den. Manch­mal kann man zwar reser­vie­ren oder hat Glück, den­noch war das für mich zunächst etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig. Aller­dings heißt das nicht, dass das nur in New York pas­siert – auch in den Twin Cities ist das durch­aus mal der Fall. Eben­falls wich­tig zu erwäh­nen: Wir haben zwar so viel Essen aus­pro­biert, wie wir konn­ten, aller­dings haben wir vie­le span­nen­de Gele­gen­hei­ten aus­las­sen müs­sen, so auch bei­spiels­wei­se den Cup­ca­ke ATM Sprink­les (tat­säch­lich eine Art Geld­au­to­mat, an dem Cup­cakes gekauft wer­den kön­nen). Ver­mut­lich könn­te man in New York wochen­lang Restau­rants, Cafés und so wei­ter ausprobieren.

In den USA habe ich also was das Essen angeht vie­le Kli­schees – vor allem was Fast Food angeht – bestä­tigt gese­hen, aller­dings min­des­tens genau so sehr mit­er­lebt, dass es vie­le Men­schen mit einem gro­ßen Bewusst­sein für gesun­de und nach­hal­ti­ge Ernäh­rung gibt. Am ver­rück­tes­ten war das Essen wohl auf der Sta­te Fair. Im All­tag trifft man eher sel­te­ner etwas an, das es nicht auch so in Deutsch­land gibt. Trotz­dem: Vor allem, wer die Men­sa der Uni Trier gewöhnt ist, muss sich erst mal an US-ame­ri­ka­ni­sche Uni-Cafe­te­ri­en gewöhnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.