Gast­pro­fes­sur zum Nahen Osten

Dr. Micha­el Lüders beim ers­ten Vor­trag an der Uni­ver­si­tät Trier. Foto: Shei­la Dolman

Für die Gast­pro­fes­sur 2017 hat der Freun­des­kreis Trie­rer Uni­ver­si­tät Dr. Micha­el Lüders gewon­nen.

Über den drei Vor­trä­gen des Jour­na­lis­ten und Wis­sen­schaft­lers steht die Fra­ge: „Wie nahe ist uns der Nahe Osten?“. Als eine der zen­tra­len Mäch­te in der Kri­sen­re­gi­on stell­te Lüders zum Auf­takt den Iran in den Mit­tel­punkt sei­ner Ana­ly­se. Wenn er am 12. Juni die Gast­pro­fes­sur fort­setzt, wird er sich auf Syri­en fokus­sie­ren – unter dem Titel: „The unknown known: Wie Washing­ton seit 1949 regime chan­ge in Damas­kus betreibt“.

Mit sei­nen Posi­tio­nen und Anschau­un­gen zur Kri­sen­re­gi­on Naher Osten ruft Lüders Kri­ti­ker auf den Plan. Der AStA der Uni­ver­si­tät hat­te im Vor­feld der Gast­pro­fes­sur gemein­sam mit der Deutsch-Israe­li­schen Gesell­schaft Trier und dem Rosa Salon Trier in einem offe­nen Brief an den Freun­des­kreis die Beru­fung „aus wis­sen­schaft­li­cher und poli­ti­scher Sicht“ als einen Skan­dal bezeich­net. In einer gemein­sa­men Ant­wort beton­ten Uni­ver­si­täts­lei­tung und Freun­des­kreis ihr Ver­ständ­nis der Uni­ver­si­tät „als einen Ort des offe­nen und kri­ti­schen Dis­kur­ses, der einen Aus­tausch unter­schied­li­cher Posi­tio­nen gewähr­leis­tet und an dem Kon­tro­ver­sen aus­ge­tra­gen wer­den kön­nen und müs­sen“. In einem wei­te­ren offe­nen Brief äußer­ten sich die Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Prof. Dr. Win­fried Thaa und Prof. Dr. Hanns W. Maul zu Lüders´ Beru­fung und zum Schrei­ben des AStA.

In der ers­ten Vor­le­sung folg­ten eini­ge Kri­ti­ker der Ein­la­dung von Uni­ver­si­täts­lei­tung und Freun­des­kreis, die Vor­trä­ge anzu­hö­ren und „in eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit Herrn Dr. Lüders zu treten“.

Die bei­den fol­gen­den Vor­trä­ge fin­den jeweils mon­tags um 18.00 Uhr im Audi­max statt:

12. Juni: The unknown known: Wie Washing­ton seit 1949 regime chan­ge in Damas­kus betreibt

10. Juli: Flücht­lin­ge und Ter­ror: Die sicht­bars­ten Kehr­sei­ten der Stra­te­gie „Sie­ben Krie­ge in fünf Jahren“

Der OK54 hat den ers­ten Vor­trag aufgezeichnet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.