Uni­GR stell­te Stu­di­en­gang Bor­der Stu­dies vor

Par­al­lel zur grenz­über­schrei­ten­den Uni­GR-Sport­ver­an­stal­tung rich­te­te die Uni­ver­si­tät Lüt­tich die Rats­sit­zung der Prä­si­den­ten und Rek­to­ren der Part­ner­uni­ver­si­tä­ten der Uni­GR aus, ein­ge­bet­tet in die Fei­er­lich­kei­ten zu ihrem 200jährigen Bestehen.

Der Uni­GR-Ver­bund besteht seit ein­ein­halb Jah­ren in einer eige­nen Rechts­form und arbei­tet seit­her als luxem­bur­gi­scher Ver­ein an der Umset­zung sei­ner Zie­le zur Ein­rich­tung eines grenz­über­schrei­ten­den Hoch­schul­raums. Neben der Stär­kung der inter­na­tio­na­len Sicht­bar­keit der Uni­ver­si­tä­ten in Kai­sers­lau­tern, Loth­rin­gen, Lüt­tich, Luxem­burg, im Saar­land und in Trier steht vor allem das Bestre­ben im Vor­der­grund, die Groß­re­gi­on als Vor­rei­ter der euro­päi­schen Inte­gra­ti­on in Leh­re und For­schung zu posi­tio­nie­ren. Zahl­rei­che grenz­über­schrei­ten­de Pro­jek­te wur­den dabei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren unter­stützt, sowohl im Bereich der For­schung, wo es vie­le gemein­sa­me Inter­reg-Anträ­ge von Uni­GR-Part­nern gab, als auch im Bereich der Lehre.

Die Rats­sit­zung bot einen will­kom­me­nen Rah­men für die offi­zi­el­le Vor­stel­lung des neu ein­ge­rich­te­ten Mas­ter­stu­di­en­gangs in Bor­der Stu­dies. Die­ser tri­na­tio­na­le Stu­di­en­gang, in dem die wirt­schaft­li­chen, poli­ti­schen, sozia­len und kul­tu­rel­len The­men von Gren­zen und Grenz­re­gio­nen in Euro­pa und der gan­zen Welt behan­delt wer­den, ist welt­weit ein­zig­ar­tig. Er rich­tet sich an Stu­die­ren­de aus unter­schied­li­chen wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen, die die benö­tig­ten Kom­pe­ten­zen zur Arbeit in inter­kul­tu­rel­len Regio­nen und in Grenz­re­gio­nen ent­wi­ckeln möch­ten. Sie wäh­len ent­we­der einen raum­wis­sen­schaft­li­chen oder einen sprach- und kul­tur­wis­sen­schaft­li­chen Schwer­punkt. Ziel des Stu­di­en­gangs ist es, auf eine beruf­li­che Per­spek­ti­ve in grenz­über­schrei­ten­den Koope­ra­tio­nen und Grenz­räu­men vorzubereiten.

Das Mas­ter­pro­gramm wird ab dem Win­ter­se­mes­ter 2017/18 gemein­sam von der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Kai­sers­lau­tern, der Uni­ver­sité de Lor­rai­ne, der Uni­ver­sité du Luxem­bourg und der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des ange­bo­ten. Die Lehr­ver­an­stal­tun­gen fin­den in deut­scher, fran­zö­si­scher und eng­li­scher Spra­che statt. Absol­ven­ten erhal­ten einen von den vier Uni­ver­si­tä­ten gemein­sam ver­ge­be­nen Masterabschluss.

Geo­gra­phisch lie­gen die Uni­ver­si­tä­ten Kai­sers­lau­tern, Loth­rin­gen, Lüt­tich, Luxem­burg, Trier und des Saar­lan­des nicht weit von­ein­an­der ent­fernt. Jede der Part­ner­uni­ver­si­tä­ten lässt sich in einer Tages­tour errei­chen. Noch vor ein paar Jah­ren trenn­ten die Hoch­schu­len jedoch hohe büro­kra­ti­sche Hür­den, die Stück für Stück über­wun­den wur­den. Wenn sich heu­te Stu­die­ren­de an einer der Part­ner­uni­ver­si­tä­ten der „Uni­ver­si­tät der Groß­re­gi­on“ (Uni­GR) ein­schrei­ben, pro­fi­tie­ren sie kos­ten­los auch von den ande­ren. Dank des Uni­GR-Stu­die­ren­den­sta­tus kön­nen sie jen­seits der Län­der­gren­zen Lehr­ver­an­stal­tun­gen besu­chen, Prü­fun­gen able­gen, kos­ten­los Bücher aus­lei­hen und in den Mensen zu redu­zier­ten Prei­sen essen. Dadurch sam­meln die Stu­die­ren­den in ihrem Stu­di­en­all­tag inter­kul­tu­rel­le Erfah­run­gen und ler­nen die unter­schied­li­chen Lehr­me­tho­den in den Nach­bar­län­dern kennen.

Damit das Pen­deln zwi­schen den Uni­ver­si­tä­ten in den vier Län­dern nicht an finan­zi­el­len Hür­den schei­tert, wur­den Uni­GR-Mobi­li­täts­fonds ein­ge­rich­tet. Die Uni­ver­si­tä­ten in Lüt­tich, Loth­rin­gen und Luxem­burg sowie die Saar-Uni wol­len damit ihre mobi­len Stu­die­ren­den und Dok­to­ran­den durch Fahrt­kos­ten­zu­schüs­se finan­zi­ell ent­las­ten. Geför­dert wer­den Stu­di­en- und For­schungs­auf­ent­hal­te an den Part­ner­uni­ver­si­tä­ten wie zum Bei­spiel der Besuch von Lehr­ver­an­stal­tun­gen und Konferenzen.

Die Ver­net­zung der Wis­sen­schaft­ler in der Groß­re­gi­on mit Hil­fe von Semi­na­ren, Work­shops oder Kon­fe­ren­zen, die Mög­lich­kei­ten zum Aus­tausch bie­ten, ist ein wei­te­rer, zen­tra­ler Punkt der Uni­GR. Schwer­punkt­mä­ßig fin­det die­se in den drei Uni­GR-Leucht­turm­be­rei­chen Bor­der Stu­dies, Bio­me­di­zin und Mate­ri­al­wis­sen­schaft und Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz statt. Zahl­rei­che grenz­über­schrei­ten­de Pro­jek­te wur­den bereits ent­wi­ckelt oder sind gera­de in der Entstehung.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.uni-gr.eu

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