Sabine Bobenrieth erhält den HWK-Ökonomiepreis

Kammerpräsident Rudi Müller überreicht den Ökonomiepreis an Sabine Bobenrieth (2. v. r.). Mit ihr freuen sich die Betreuerinnen der Arbeit, Prof. Dr. Katrin Muehlfeld (l.) und Xenia Schmidt

BWL-Studentin Sabine Bobenrieth hat für ihre Masterarbeit an der Universität Trier den Ökonomiepreis der Handwerkskammer (HWK) Trier erhalten.

Mit dieser Auszeichnung würdigt die HWK Trier regelmäßig gelungene Abschlussarbeiten von Hochschulabsolventen, die für das Handwerk und den Mittelstand einschlägige Themen aufgreifen. Die Betriebswirtin Sabine Bobenrieth hat untersucht, wie die Arbeitsplatzgestaltung die Teilnahme am Austausch von Wissen beeinflusst. Prof. Dr. Katrin Muehlfeld und Xenia Schmidt (M. A.) haben die Abschlussarbeit an der Universität Trier betreut. Die Verfasserin erhielt die Note „sehr gut“ (1,0). Sie habe ihre Masterarbeit „mit großem Engagement und erheblicher Eigeninitiative ausgeführt“, so die Gutachterinnen.

Sabine Bobenrieth wollte wissen, wie sich flexible Arbeitszeitmodelle auf das Miteinander und besonders auf den innerbetrieblichen Austausch von Wissen unter Kollegen auswirken. Dazu hatte sie rund 320 Beschäftigte befragt, die teilweise in Teilzeit-, Gleitzeit-, Tele- oder Heimarbeit, tätig sind. Das Ergebnis: Diese Gruppen tauschen solches Wissen seltener aus als ihre herkömmlich arbeitenden Kollegen. Das gilt insbesondere für den Umgang mit jüngeren Mitarbeitern.

Allerdings entdeckte die Betriebswirtin auch eine gute Seite: Flexibel Arbeitende empfinden den Austausch mit anderen – wenn er denn stattfindet – als besonders fruchtbar. Sie sehen große Vorteile darin, Wissen und Ideen auszutauschen und miteinander verknüpfen zu können. Außerdem glauben die Befragten, dass sie auf diese Weise neue Projekte und Initiativen schneller voranbringen können. Gerade auch der informelle unternehmensinterne Wissensaustausch werde im Arbeitsalltag immer wichtiger, stellt Bobenrieth fest. Sie erklärt auch, welche Unterstützung Mitarbeiter dabei brauchen.

Die Gutachterinnen betonen, dass die Untersuchung vor dem Hintergrund des Bevölkerungswandels und des aktuellen Fachkräftemangels gerade auch für mittelständische Unternehmen bedeutsam sei. Denn die Arbeit zeige auf, dass Arbeitnehmer sich nicht nur in Form von Schulungen weiterbilden würden, sondern auch durch Wissensaustausch innerhalb des Unternehmens.

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