Lebens­mit­tel ein­kau­fen (Teil 1)

Ande­re Län­der haben ande­re Ess­ge­wohn­hei­ten. Dem­nach ist es nicht wei­ter ver­wun­der­lich, dass lan­des­spe­zi­fi­sche Lebens­mit­tel bil­li­ger zu erwer­ben sind als für uns her­kömm­li­che. Obst, Käse­pro­duk­te und Getrei­de­pro­duk­te sind ver­gleichs­wei­se teu­er in Asi­en. In zwei Tei­len wer­de ich euch berich­ten, wo man in Osa­ka (Japan) und Seo­ul (Süd­ko­rea) am bes­ten ein­kau­fen geht. 

Zunächst begin­ne ich mit mei­nen Erfah­run­gen aus Osa­ka. Soll­tet ihr an der Osa­ka Gaku­in Uni­ver­si­tät stu­die­ren, wer­det ihr sehr wahr­schein­lich in Aika­wa [ 相川 ] woh­nen.  Die Ein­zel­a­part­ments für Frau­en befin­den sich in der Nähe des Flus­ses (sie­he klei­ner rosa Kas­ten). Die Män­ner hin­ge­gen woh­nen auf der ande­ren Sei­te des Bahn­hofs (sie­he klei­ner blau­er Kas­ten). Dort befin­den sich eini­ge 24-Stun­den Super­märk­te [ コンビ二 ] wie der Fami­ly Mart, Seven Ele­ven und auch der 100 Yen Law­son. Für klei­ne Ein­käu­fe ist der 100 Yen Law­son zu emp­feh­len, da die­ser wie der Name bereits sagt vie­le Pro­duk­te für 100 yen (unge­fähr 80 Cent) anbie­tet. Außer­dem befin­det sich in der rot mar­kier­ten Stra­ße eine klei­ne Bäcke­rei, in der man Baguette kau­fen kann, wel­ches wirk­lich knusp­rig und lecker ist. Deut­sches Brot ist in Japan schwer zu fin­den. Die meis­ten Bröt­chen hier sind weich und mit irgend­et­was gefüllt, etwa mit Sah­ne, roter Boh­nen­pas­te oder auch mit Soba-Nudeln. Es ist daher rat­sam die Schrift­zei­chen vor­her zu stu­die­ren, um zu wis­sen, was man da gera­de ein­kau­fen möch­te. Wei­ter emp­feh­lens­wert ist ein klei­nes indi­sches Restau­rant in der Stra­ße namens „Biha­ni“. Zu Mit­tags­zei­ten gibt es dort einen Stu­den­ten­ra­batt und das Essen ist sehr lecker.

Kom­men wir zu etwas grö­ße­ren Einkäufen:

Bil­li­ge­res Obst und hei­mi­sche Pro­duk­te könnt ihr in einem Super­markt namens „takeno­ko“ erwer­ben. Dort gibt es auch Aktio­nen, wie „packe-so-vie­le-Man­da­ri­nen-in-die­se-Tüte-wie-rein­pas­sen-und-zah­le-den-sel­ben-Preis“.  Als ich damals nur vier Man­da­ri­nen kau­fen woll­te, hat­te mich ein etwas älte­rer Japa­ner ver­ständ­nis­los ange­schaut. Spon­tan schnapp­te sich die­ser Mann mei­ne Tüte und befüll­te die­se mit unge­fähr 12 Man­da­ri­nen. Mit einem Lächeln auf den Lip­pen erklär­te er mir, dass die Men­ge durch die Akti­on preis­lich kei­nen Unter­schied macht und ich die­se Chan­ce nut­zen müss­te! Da ich allei­ne so vie­le Man­da­ri­nen nicht essen woll­te, habe ich die­se spon­tan mit mei­nen Nach­ba­rin­nen geteilt. So kam es, dass wir öfter Lebens­mit­tel unter­ein­an­der auf­teil­ten und eine gute Nach­bar­schaft entstand. 🙂

Zu Fuß könnt ihr die­sen Super­markt in unge­fähr 22 Minu­ten errei­chen. Es gibt aber auch einen Bus in Aika­wa [ 相川 ], der euch umsonst bis zum Sui­ta Bahn­hof [ 吹田駅 ] fährt. Von dort sind es nur noch weni­ge Minu­ten bis zum Super­markt. In der Nähe befin­det sich auch ein grö­ße­rer Super­markt mit einer brei­te­ren Pro­dukt­aus­wahl und ein 100 Yen Shop, indem ihr bil­lig Haus­halts­wa­ren ein­kau­fen könnt. In euren Apart­ments in Aika­wa wer­den jedes Jahr die Haus­halts­ge­gen­stän­de der Vor­mie­ter weg­ge­wor­fen, so dass ihr Klei­der­bü­gel, Besteck, Putz­mit­tel etc. zuerst ein­kau­fen gehen müsst. Hier­für ist der 100 Yen Shop per­fekt geeignet.

Wie ihr an mei­ner zwei­ten Abbil­dung erken­nen könnt, bin ich meis­tens um den Block gelau­fen. Zuerst zum gro­ßen Super­markt (blau­er Kreis), um spe­zi­fi­sche Pro­duk­te ein­zu­kau­fen, vor­bei an dem 100 Yen Shop (grü­ner Kreis) für bei­spiels­wei­se Küchen­uten­si­li­en und schließ­lich zum bil­li­ge­ren Super­markt (roter Kreis) für preis­wer­tes Obst, etwas Käse und eine klei­ne Tüte Haferflocken.

Nutel­la, deut­sches Brot, Pfef­fer­minz­tee, sal­zi­ge Sup­pen­brü­he, Leb­ku­chen und Weih­nachts­ge­bäck fin­det ihr eher sel­ten in Japan. Soll­tet ihr dar­auf nicht ver­zich­ten kön­nen, nehmt euch einen Vor­rat aus Deutsch­land mit oder lasst es euch schi­cken 😀 Alter­na­tiv könnt ihr auch beim inter­na­tio­na­len Super­markt vor­bei­schau­en. Die­ser befin­det sich im Han­kyu-Bahn­hof in Ume­da [ 梅田阪急駅 ].