Fotoausstellung: „Studieren in Japan“ 日本での留学

Im vergangenen Juni organisierte der Fachschaftsrat der Japanologie eine Fotoausstellung zur Bewerbung der japanischen Partneruniversitäten und als Auftakt für die Internationalen Tage des Akademischen Auslandsamtes. Hier gibt es einen Rückblick auf die Ausstellung und einen Vorgeschmack auf ein eventuelles Auslandsjahr in Japan.

Sonja Nink – Reisfeldkunst in Inakadate

Ausstellungsposter

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Oder zeigen. Denn nicht selten sammeln sich im Laufe eines Auslandsjahres Unmengen von Fotos an, die, auch in Zeiten von Facebook und Instagram, nicht alle genügend zur Geltung kommen. Deswegen hat der FSR Japanologie alle jetzigen und ehemaligen Austauschstudierenden dazu aufgerufen, Fotos von ihrem Leben in Japan einzusenden. Aus knapp 200 Fotos haben wir 54 ausgewählt und die Ausstellung „Studieren in Japan“ zusammengestellt.

Jenny Medow – Fluss Yamato in Campusnähe

Anlass zu dieser Idee war – neben den ungenutzten Privatsammlungen, die zu lange vernachlässigt auf der Festplatte lagen – die Bewerbung für den Austausch mit Japan. In jedem Sommersemester organisiert der FSR Japanologie die Vorstellung der japanischen Partnerunis. Studierende erzählen dort von ihren Erfahrungen und geben Tipps und Anregungen für die Bewerber. Ein Auslandsjahr in Japan wird Hauptfachstudierenden der Japanologie empfohlen. Um die Auswahl zu erleichtern kamen wir auf die Idee einer Bilderausstellung. Mit mittlerweile 14 japanischen Partneruniversitäten, die von Süd bis Nord auf Honshū, der Hauptinsel des Landes, verteilt sind, ist die Auswahl sehr groß.

Jan Lukas Kuhn – Dächermeer in Tama

Michelle Lee – Gelände des Wohnheims bei Nacht im Winter

Japan besteht nicht nur aus Großstadt und Geishas, Tradition und Moderne wie es gerne in Reisebroschüren vermittelt wird. Wer nicht als Tourist in Japan unterwegs ist, sondern den Alltag direkt erlebt, der lernt andere Facetten des Landes kennen und sieht andere Bilder. Einen älteren Herren, zum Beispiel, der sein Fahrrad durch die unerbittliche Sommerhitze Osakas schiebt, oder die scheinbar endlosen Dächermeere der Tokioter Vorstadtbezirke. Zwei einsame Fahrräder bedeckt vom ersten Schnee auf dem Wohnheimsgelände der Tokyo Gakugei Universität. Ein älteres Ehepaar, das über ein  Festival in Hirosaki, im Norden der Hauptinsel, bummelt. Und ein Motiv darf, Reisebroschüre hin oder her, nicht fehlen: die Kirschblüte. Symbol der Vergänglichkeit des Lebens und willkommener Anlass für Trinkgelage. Doch damit man vor lauter metaphysischer Vertiefung den Alltag nicht vergisst, ragt im Vordergrund ein japanisches Stoppschild.

Jenny Medow – Stopschild mit Kirschblüten

Alle Partneruniversitäten konnten in der Ausstellung leider nicht abgedeckt werden. Aber wem dieser Vorgeschmack gefallen hat, der sollte die Chance für ein Auslandsjahr in Japan nutzen. Auch für Studierende außerhalb der Japanologie gibt es zahlreiche Möglichkeiten, z.B. über das Akademische Auslandsamt, in Japan zu studieren. Der Bewerbungsschluss für die meisten Partneruniversitäten ist Anfang Dezember. Weitere Fragen zu den Austauschprogrammen des Akademischen Auslandsamts beantwortet Ihnen gerne Frau Agnes Schindler (schindler@uni-trier.de).

Für Fragen zum Auslandsstudium oder generell zu Japan steht der FSR Japanologie zur Verfügung (fsjapo@uni-trier.de).

Jan Lukas Kuhn

 

Kerstin Drews – Kulturfest auf dem Campus der Universität

Hanna Kasperidus Hanna Kasperidus – Schreinmädchen beim Toka Ebisu Fest in Ōsaka

Sabine Grzanna – Miso-Eintopf mit Udon

Julia Rosenbaum – Trümmerhaufen in Minamisanriku (Präfektur Miyagi) Ein Jahr nach dem Tōhoku-Beben und Tsunami am 11. März 2011

David Joeressen – Statue von Date Masamune (Feudalherr aus dem 16./17. Jh.)

Jessica Nagamichi – Zug zur Lieferung von Bestellungen in einem Sushi-Restaurant

Cornelia Schmiedel – Schnee zu Neujahr; Blick vom Studentenwohnheim

Riho Ohyama – Rehe in Nara