Freie Fahrt

Wäh­rend in Rhein­land-Pfalz wei­ter dar­über dis­ku­tiert wird, wo, für wen und wie lan­ge das Semes­ter­ti­cket gel­ten soll, macht es Luxem­burg ein­fach: Im Groß­her­zog­tum fah­ren jetzt alle Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten kos­ten­los mit Bus und Bahn.

Foto: nd3000 / fotolia.com

Es dau­er­te eine Wei­le, bis sich die Nach­richt in Trier ver­brei­te­te. Wahr­schein­lich auch des­halb, weil vie­le ange­sichts der lan­gen Debat­ten um das Semes­ter­ti­cket hier­zu­lan­de kaum glau­ben kön­nen, dass es auch ganz ein­fach und schnell gehen kann. “mKa­art” und “Stu­den­ten­abo” heißt der Schlüs­sel zur Gra­tis-Mobi­li­tät für Stu­die­ren­de in Luxem­burg und der Groß­re­gi­on. Einen Haken gibt es aller­dings doch: Das Ticket gilt nur für Stu­die­ren­de bis 30 Jah­re. Trotz die­ser Ein­schrän­kung fal­len die Reak­tio­nen in Trier gera­de­zu eupho­risch aus.

Ein gutes Signal für die Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät Luxemburg”

Prof. Dr. Micha­el Jäckel, Prä­si­dent der Uni­ver­si­tät Trier begrüßt das neue Ange­bot: “Mobi­li­tät ist in der Regi­on Trier ein sehr hohes Gut. Mit dem neu­en Ange­bot eines kos­ten­lo­sen Shut­tle von Trier nach Luxem­burg wächst die Uni­ver­si­tät der Groß­re­gi­on wei­ter zusam­men. Es ist ins­be­son­de­re ein gutes Signal für die Zusam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät Luxem­burg. Gemein­sa­me Stu­di­en­gän­ge und/oder Lehr­an­ge­bo­te wer­den durch die­sen Ser­vice belebt. Für die Stu­die­ren­den aus Luxem­burg, die Trier als Stu­di­en­ort gewählt haben, erge­ben sich eben­falls Vor­tei­le. Denn wer an der Uni­ver­si­tät Trier ein­ge­schrie­ben ist, fährt eben­falls kos­ten­los bis in unse­re Universitätsstadt.”

Moti­va­ti­ons­schub für das lan­des­wei­te Semes­ter­ti­cket in Rheinland-Pfalz”

Auch der AStA der Uni­ver­si­tät Trier freut sich über das neue Ticket. Der Co-Refe­rent im Hoch­schul­po­li­ti­schen Refe­rat des AStA, Luca Wag­ner sagt dazu: „Wir freu­en uns als AStA natür­lich, dass die Trie­rer Stu­die­ren­den nun die Mög­lich­keit haben, mit dem Semes­ter­ti­cket bis nach Luxem­burg zu fah­ren. Wir hof­fen, dass durch die­se neu gewon­ne­ne Mobi­li­tät der grenz­über­schrei­ten­de Aus­tausch in der Groß­re­gi­on ver­bes­sert wird. In die­sem Zug möch­ten wir uns bei der luxem­bur­gi­schen Stu­die­ren­den­or­ga­ni­sa­ti­on ACEL bedan­ken, wel­che sich für die Aus­wei­tung des kos­ten­lo­sen Semes­ter­ti­ckets in Luxem­burg ein­ge­setzt haben. Die­ser Erfolg ist für uns auch ein Moti­va­ti­ons­schub für die Ver­hand­lun­gen um das lan­des­wei­te Semes­ter­ti­cket in Rheinland-Pfalz.“

Um das Ange­bot zu nut­zen, muss man sich die neue Stu­den­ten­abo­kar­te bestellen:
www.mobiliteit.lu

Das Stu­di­werk hat den Text über­set­zen lassen:
www.studiwerk.de/info/uebersetzung/ueberetzung_studentenabo.pdf.

Ach­tung: Für den Antrag das fran­zö­si­sche Ori­gi­nal­do­ku­ment verwenden! 

Da das Ange­bot zunächst nur für Bus und Bahn ab und bis zu einem Grenz­punkt in Luxem­burg gilt, bleibt mit dem Semes­ter­ti­cket der kos­ten­freie Weg von Trier nach Luxem­burg nur mit der Bahn bzw. den VRT-Bus­sen mög­lich (hier: Lini­en 3 und 81, Hal­te­stel­le Was­ser­bil­li­ger Brück, Ort, inkl. Fuß­weg über die Brü­cke). Für die grenz­über­schrei­ten­den Bus­se, wie zum Bei­spiel die Linie 118 und 306 gilt dies nicht, hier müs­sen die Tickets bis zu einem Grenz­punkt bezahlt wer­den. Die­se Bus­se wer­den vom pri­va­ten Bus­un­ter­neh­men Emi­le Weber betrie­ben und sind nicht von der mKa­art abge­deckt. Die bei­den Lini­en gehö­ren auch nicht zum Ver­kehrs­ver­bund Regi­on Trier (VRT) und kön­nen auf deut­scher Sei­te daher auch nicht mit dem Trie­rer Semes­ter­ti­cket genutzt werden.

Gro­ßes Mobi­li­täts­be­dürf­nis in Rich­tung Ländchen”

Der Geschäfts­füh­rer im Stu­di­werk Trier, Andre­as Wag­ner, freut sich auf den ers­ten Schritt in Rich­tung neue Mobi­li­tät in der Groß­re­gi­on: “Ich bin über­glück­lich, dass das Groß­her­zog­tum Luxem­burg so groß­zü­gig das The­ma –  stu­den­ti­sche Mobi­li­tät in Luxem­burg –  gelöst hat. Das Stu­die­ren­den­werk hat mehr als zwei Jahr­zehn­te nichts unver­sucht gelas­sen, eine Lösung zu fin­den – dass uns das Gan­ze nun als Geschenk in den Schoß fällt, ist ein eben­so über­ra­schen­der wie erfreu­li­cher Aus­gang die­ser Geschich­te. Unser herz­li­cher Dank geht an die Ent­schei­der in Luxem­burg für die Ent­wick­lung des Stu­den­ten­abos. Wir wis­sen aus unse­ren regel­mä­ßi­gen Zufrie­den­heits­un­ter­su­chun­gen, dass die Trie­rer Stu­die­ren­den ein gro­ßes Mobi­li­täts­be­dürf­nis in Rich­tung „Länd­chen“ haben – die­se Tür steht nun mit der Bahn zum Null­ta­rif weit offen.“

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