Das größ­te Ver­gnü­gen im Uni-Weinberg

Wer eine Bucket­list oder ähn­li­ches pflegt, für den gilt an der Uni Trier: ein­mal bei der Wein­le­se im Uni-Wein­berg dabei sein, ein­mal Uni-Wein trin­ken. Zu Kau­fen gibt es den Wein im Unishop.

Die ers­te Par­zel­le ist abge­ern­tet. Wei­ter geht es in der zwei­ten Parzelle.

Dass eine Uni­ver­si­tät einen eige­nen Wein­berg hat, ist sel­ten. Die Uni­ver­si­tät Trier hat einen. Seit 2012 hegen und pfle­gen, von der Stu­den­tin im ers­ten Semes­ter über den Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter bis zur Pro­fes­so­rin und Freun­den der Uni­ver­si­tät, alle gemein­sam den Uni-Wein­berg.

Ab dem 17. Okto­ber gibt es den Wein der Jahr­gän­ge 2014 und 2015 für 5 Euro die Fla­sche im Uni-Shop. Ver­kauf jeweils Diens­tag und Don­ners­tag von 11 bis 14 Uhr in der Men­sa Tarforst.

Mal im Uni-Wein­berg dabei zu sein, das neh­men sich die Meis­ten irgend­wann mal vor oder haben irgend­wo mal davon gehört. Vie­len Hel­fern der Wein­le­se in die­sem Jahr ging es so, wie auch Sara Mann. Die Psy­cho­lo­gie­stu­den­tin hat­te den Uni-Wein­berg schon lang auf ihre Bucket­list ein­ge­tra­gen, neben ganz ande­ren Sachen, wie einen Sport­wa­gen fahren.

Die Volks­wirt­schaft­le­rin Anna-Lena Wöl­wer war erst am Mor­gen der Wein­le­se aus Frank­furt ange­reist, hat­te ihre Mas­ter­ar­beit in der Uni Trier abge­ge­ben und sich direkt auf den Weg in den Wein­berg bege­ben. Bei­na­he hät­te sie das Event ver­passt: „Zum Glück habe ich die Wein­le­se noch im Ver­an­stal­tungs­ka­len­der gese­hen.“ Mit zwei Freun­din­nen war sie dann im Wein­berg dabei.

r. Anna-Lena Wölwer

Die Wein­le­se ist der schöns­te Arbeits­ein­satz, denn dann wer­den die Früch­te der Arbeit des gan­zen Jah­res geern­tet und danach mit Span­nung die Qua­li­tät des neu­en Jahr­gangs abge­war­tet. Die­ses Jahr war die Trau­ben­le­se arbeits­in­ten­si­ver als in den letz­ten Jah­ren. Gera­de in der Jung­la­ge muss­te wegen Fäul­nis beim Lesen gut selek­tiert wer­den. Denn ein schad­haf­tes Lese­gut hät­te einen nega­ti­ven Ein­fluss auf den Geschmack des Uni-Weins.

Um 10 Uhr hat­ten sich die Ern­te­hel­fer am 4. Okto­ber vor dem Hof­la­den des Gut Avels­bachs getrof­fen. Weit davor waren Uni-Prä­si­dent und Vize­kanz­ler schon im Wein­berg. Mit den ers­ten Neu­gie­ri­gen hat­ten sie den Zustand der Reben über­prüft. Drei Stun­den spä­ter hat­ten alle Hel­fer die gesam­te Ern­te ein­ge­fah­ren. Die ging direkt in die Hän­de der Mit­ar­bei­ter des Sozi­al­werks des Deut­schen Roten Kreu­zes (DRK) über und lan­de­te in der Saftpresse.

Aus dem trü­ben Frucht­saft schöpf­te der Wein­kel­ler­meis­ter, Cars­ten Schwab, etwas Flüs­sig­keit für eine Mess­pro­be ab. Er war zufrie­den: „Es ist in die­sem Jahr wenig in der Men­ge, aber dafür hat die eine gute Qua­li­tät“. Das Sozi­al­werk des DRK bewirt­schaf­tet den Wein­berg und die Uni­ver­si­tät Trier unter­hält eine Paten­schaft über zwei Par­zel­len. Bei­de stim­men sich eng mit­ein­an­der ab, um den Uni-Wein zu keltern.

Wäh­rend die Trau­ben aus dem Uni-Wein­berg in der Saft­pres­se gelan­det sind, stärk­ten sich die Ern­te­hel­fer. Der Vize­kanz­ler, Dipl.-Kfm. Tho­mas Kün­zel, stell­te für sie Kaf­fee, Tee und Kuchen bereit. Ein beson­de­rer Genuss aber wird der Wein gewe­sen sein, den Kün­zel eben­falls mit im Gepäck hat­te. Die Ern­te­hel­fer durf­ten als ers­te den neu­en Jahr­gang 2016 des Uni-Weins verkosten.

Die Far­be des Ries­lings sei gelb mit einem hell­grü­nen Farb­stich. Ihr Test­ur­teil: „kräf­tig“, „fruch­tig“, „wür­zig“, „mine­ra­lisch“, “pri­ckelnd“, „viel­schich­tig“, „unru­hig“ soll er sein, auf jeden Fall „Kör­per und Struk­tur“ haben. Ins­ge­samt ist der Vize-kanz­ler der Über­zeu­gung, wäre der Jahr­gang 2016 ein guter Essens­be­glei­ter, denn er bestehe Spei­sen, aber man kön­ne ihn auch so jeder­zeit trinken.

Der Wein­bau hat in der Regi­on eine wich­ti­ge kul­tu­rel­le und wirt­schaft­li­che Bedeu­tung. Wei­ne von der Mosel gehö­ren zu den bes­ten welt­weit. Des­we­gen hast sich auch die Uni­ver­si­tät Trier der Tra­di­ti­on ange­nom­men. Uni­ver­si­täts­mit­glie­der haben hier die Mög­lich­keit Ein­bli­cke in den Wein­bau zu bekom­men. Freun­de der Uni­ver­si­tät sind auch immer herz­lich in den Wein­berg eingeladen.

Für den Prä­si­den­ten und den Vize-Kanz­ler der Uni­ver­si­tät ist der Uni-Wein­berg eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, die zur Uni­ver­si­tät Trier gehört. Mit den gera­de geern­te­ten Trau­ben wird die Uni­ver­si­tät im nächs­ten Jahr den fünf­ten Uni-Wein-Jahr­gang fei­ern können.

Dan­ke an alle Ern­te­hel­fer! Bis zum nächs­ten Mal im Wein­berg. Wer gern regel­mä­ßig mehr über den Uni-Wein­berg erfah­ren möch­te, den nimmt Tho­mas Kün­zel gern in den Info­ver­tei­ler zum Uni-Wein­berg auf: ein­fach per Email bei Tho­mas Kün­zel unter kuenzel@uni-trier.de dazu anmel­den. Jeder kann sich ein­tra­gen und im Uni-Wein­berg dabei sein!

Mehr auf weinberg.uni-trier.de!

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