Alumni-Treffen der Gesellschaftswissenschaften

Seit mehr als 30 Jahren treffen sich Alumni der Betriebs- und Volkswirtschaft sowie der Soziologie zum regelmäßigen Austausch. Diesmal fand das Treffen bei den Vereinigten Hospitien statt, wo ein Alumnus der Universität Trier Direktor ist.

Das Jahrzehnte alte „Trierer Modell“ der Einheit der Gesellschaftswissenschaften bedeutete konkret, dass Betriebswirte, Volkswirte und Soziologen der Universität Trier verpflichtend in ihrem Hauptstudium gemeinsam lernten – in Vorlesungen, Seminaren und Projektstudien. Der Schwerpunkt SAM (Service Administration & Management) wurde seit 1980 von den Professoren Braun, Knappe und Sadowski getragen. Sie laden seit mehr als 30 Jahren ihre Absolventinnen und Absolventen einmal im Jahr zu einem Wiedersehen nach Trier ein, um gemeinsam aktuelle Probleme der Berufs- und der Universitätswelt zu erörtern. In diesem Jahr konnte ein ehemaliger Doktorand, der jetzige Direktor der Vereinigen Hospitien, Dr. Hubert Schnabel, als Gastgeber gewonnen werden.

Diese traditionsreiche karitative Stiftung unterhält nicht nur ein Krankenhaus und unterschiedliche Pflegeheime, sondern betreibt auch Wein- und Waldwirtschaft. Im ältesten Weinkeller Deutschlands galten die Vorträge und Gespräche nicht nur gesundheitspolitischen Fragen, insbesondere dem Pflegenotstand, sondern auch der Wein- und Waldwirtschaft der Hospitien. Ein Spaziergang durch den herrlichen Park, die kunsthistorischen Denkmale der VH und in die Krahnenstrasse mit ihren barocken Fischerhäusern rundete das Programm ab: alles Sehenswürdigkeiten, die den Gästen trotz ihres Studiums in Trier nicht bekannt waren.

Die mehr als 40 Absolventen sind aus ganz Deutschland und der Schweiz zusammengekommen, darunter vier Professorinnen und drei Professoren; der dienstälteste Absolvent hat 1983 sein Diplom erworben. Zum Dank für die Gastfreundlichkeit sammelten die Gäste spontan € 690 für die Weihnachtsfeier des Ruländer Hofs, des Kinder- und Sozialwaisenhauses der Vereinigen Hospitien. Die alten Schwerpunktträger, verstärkt durch einen ihrer Nachfolger, den Gesundheitsökonomen Prof. Normann Lorenz, wurden dringend gebeten, diese Tradition nicht abbrechen zu lassen. Solche Alumni und Alumnae braucht die Universität.

Prof. Dr. em. Dieter Sadowski

Fotos: U. Backes-Gellner

Ein Kommentar

  1. Herzlichen Dank für die Zusammenfassung dieses schönen, spannenden und sehr unterhaltsamen Tages – mit vielen interessanten Einblicken hinter „die alten Mauern“, auf Parkplätze und so 😉

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