Die Hochschulwahlen stehen vor der Tür!

Zwischen dem 5. und 7. Dezember finden die diesjährigen Hochschulwahlen statt. Was das genau bedeutet, erläuterten Campus: Grün und die Internationale Liste vor kurzem in einer Informationsveranstaltung. Eins wurde deutlich: Jede/r Studierende kann die Universität aktiv mitgestalten!

Für alle, die nicht die Informationsveranstaltung besucht haben oder alles nochmal nachlesen möchten, für die erklären wir die Hochschulwahlen in den CAMPUSnews.

Bei den Hochschulwahlen sind alle eingeschriebenen Studierenden der Universität Trier dazu berechtigt Ihre Stimme abzugeben und selbst zu kandidieren. Damit kann jede/r Einzelne direkten Einfluss auf die Organisation der Hochschule zu nehmen. Neben dem Fachbereichsrat werden das Studierendenparlament und der Senat gewählt – und das hat unmittelbare Konsequenzen für die Studierenden.

Das Studierendenparlament verwaltet den Haushalt der Studierendenschaft, also ca. eine halbe Millionen Euro pro Jahr. Es besteht aus 25 Mitgliedern, von denen 13 Sitze über die Zentralliste und 12 Sitze über Direktmandate vergeben werden. Für den Einzug in das Studierendenparlament kan-didieren Mitglieder verschiedener Hochschulgruppen.

Das Studierendenparlament wählt die Referenten des Allgemeinen Studierendenausschusses. Der Allgemeine Studierendenausschuss ist das Exekutivorgan der Studierendenschaft und gliedert sich in verschiedene Referate. Satzungsgemäß existieren mindestens fünf Referate: Das Koordinie-rende Mitglied, das Finanzreferat, das Kulturreferat, das Sozialreferat und das Referat für Hoch-schulpolitik. Es besteht zudem die Möglichkeit, drei weitere Referate einzurichten. Derzeit existie-ren das Referat für Ökologie, das Referat für Politische Bildung und das Referat für Antirassismus und Antifaschismus.

Vier zusätzliche, autonome Referate stellen sicher, dass unterrepräsentierte Gruppen der Studie-rendenschaft offiziell vertreten werden. Das Frauenreferat, das Referat Behinderter und chronisch Kranker, das Referat ausländischer Studierender und das Referat für schwule, trans* und queere Identitäten bilden die Heterogenität der Studierendenschaft ab und sorgen dafür, dass jede/r Stu-dierende Gehör findet.

Der Senat ist das oberste beschlussfassende Gremium der Universität und setzt sich aus jeweiligen Vertretern der ProfessorInnenschaft, der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, der nicht-wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und der Studierenden zusammen.

Der Senat erlässt beispielsweise die Grundordnung der Universität und stellt den Gesamtentwick-lungsplan der Hochschule auf. Er nimmt Stellung zum Jahresbericht der/des Präsidenten/in und zu den Berufungsvorschlägen von neuen ProfessorInnen. Er beschließt zudem über Einrichtung oder Aufhebung von wissenschaftlichen Abteilungen und Studiengängen.

Die Fachbereichsräte sind die Verwaltungsräte eines jeden Fachbereiches. Seine Mitglieder beste-hen aus Vertretern der ProfessorInnenschaft, der wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter und der Studierenden. Zu den Aufgaben der Fachbereichsräte gehört die Organisation des Lehrbetriebes. Er ist außerdem zuständig für Prüfungs- und Studienordnungen.

Studierenden stehen also viele Wege zur Verfügung, sich an der Gestaltung der Universität aktiv zu beteiligen. Anstatt den hohen Plastikverbrauch der Universität zu akzeptieren, kann man sich bei-spielsweise im Referat für Ökologie engagieren. Die Hochschulgruppe Campus:Grün setzt sich in verschiedenen Gremien unter anderem für eine größere Auswahl gesunder und vegetarischer Gerichte in der Mensa ein, fordert die bedarfsgerechte Unterstützung von Studierenden und un-begrenztes WLAN in Wohnheimen.

geschrieben von
Sven Schneider
Campus: Grün

Mehr über die Hochschulwahlen und Kandidaten demnächst in den CAMPUSnews.