Im Preis­re­gen des Dies Academicus

In einem Fest­akt fei­er­te die Uni­ver­si­tät Trier mit dem Dies aca­de­mi­cus sich selbst und prä­mier­te ihre Bes­ten. 17 Prei­se ver­gab die Uni­ver­si­tät dank ihrer För­de­rer und eröff­ne­te das neue aka­de­mi­sche Jahr im Zei­chen der Welt­po­li­tik mit einem außer­ge­wöhn­li­chen Fest­vor­trag. Die Bil­der­stre­cke des Dies academicus.

Tho­mas Bag­ger, Chef-Bera­ter des Bun­des­prä­si­den­ten für Außen­po­li­tik, über­rasch­te mit sei­ner prä­zi­sen Fest­re­de das Publi­kum des Dies aca­de­mi­cus. Er dis­ku­tier­te, wie die Ent­wick­lung Chi­nas den Blick auf die Welt ver­än­de­re. “Chi­na ist poli­tisch auf­ge­stie­gen und sei­ne Gra­vi­ta­ti­ons­kraft ist über­all spür­bar”, warnt der Außen­po­li­ti­ker. Die The­se, dass die west­li­chen, libe­ra­len Demo­kra­ti­en die ein­zig wah­re Staats­form haben, wäre ins Wan­ken geraten.

Der Fest­red­ner beton­te, dass das The­ma Chi­na in der Wis­sen­schaft schon längst nicht nur ein The­ma der Sino­lo­gen und Poli­tik­wis­sen­schaft­ler sei. Chi­na geht alle Wis­sen­schaf­ten etwas an. Sie kön­ne Diplo­ma­ten in der immer kom­ple­xe­ren Welt bes­ser auf die Real­po­li­tik vor­be­rei­ten. Unter lang anhal­ten­dem Applau ver­ließ Tho­mas Bag­ger die Bühne.

Hier geht es zur klei­nen Zusam­men­fas­sung des Dies aca­de­mi­cus: alle Preis­trä­ger und mehr zum Festvortrag.

Die­sen Denk­an­stoß, wie die Uni­ver­si­tät Trier inten­si­ver das The­ma Chi­na in die For­schung und Leh­re inte­grie­ren könn­te, hät­te man noch lang wei­ter dis­ku­tie­ren kön­nen. Doch das bleibt die klei­ne Hausaufgabe.

Der Gesang des Uni-Chors des Col­le­gi­um Musi­cum stimm­te auf den aka­de­mi­schen Fei­er­tag ein. Über eine Fla­sche Uni-Wein durf­te sich der musi­ka­li­sche Lei­ter Maria­no Chiac­chia­ri­ni freu­en. Der­weil begrüß­te Uni-Prä­si­dent Pro­fes­sor Dr. Micha­el Jäckel das Publi­kum und ins­be­son­de­re drei Flücht­lin­ge, die nach Trier gekom­men sind und an der Uni­ver­si­tät im Win­ter­se­mes­ter das Stu­di­um auf­ge­nom­men haben.

Viel­leicht gehö­ren sie auch ein­mal zu den Preis­trä­gern des Deut­schen Aka­de­mi­schen Aus­tausch­diens­tes (DAAD). Der ehrt die aus­län­di­schen Stu­die­ren­den am Dies aca­de­mi­cus. „Die­se Stu­die­ren­den schla­gen Brü­cken in ihre Hei­mat­län­der“, hob Hol­ger Fin­ken die Bedeu­tung der Stu­die­ren­den her­vor. Der Lei­ter der For­schungs­pro­gram­me des DAADs über­reich­te den Preis in die­sem Jahr an die Kasa­chin Kari­na Akuova.

Sie punk­te­te mit her­aus­ra­gen­den Stu­di­en­leis­tun­gen in ihren Fächern English Lan­guage, Lite­ra­tu­re and Lin­gu­is­tics sowie Sozio­lo­gie. Außer­dem enga­giert sie sich in außer­ge­wöhn­li­chem Maße sozi­al an der Uni­ver­si­tät. In ihre schein­bar nicht enden wol­len­de Lis­te an ehren­amt­li­chem Enga­ge­ment ist ein­ge­tra­gen: stu­den­ti­sche Sena­to­rin, Fach­be­reichs­rats­mit­glied, Akti­ve in der Hoch­schul­po­li­tik bei Cam­pus: Grün, Tuto­rin inter­na­tio­na­ler Stu­die­ren­den und so weiter.

17 Prei­se ver­gab die Uni­ver­si­tät ins­ge­samt. Davon prä­mier­te der Freun­des­kreis der Uni­ver­si­tät Trier gemein­sam mit För­de­rern neun Prei­se für Dok­tor­ar­bei­ten mit der Best­no­te sum­ma cum lau­de. Unter den Stif­tern sind die Stadt Trier, die Spar­kas­se Trier oder auch die Niko­laus Koch Stif­tung. Mit sechs wei­te­ren Prei­sen zeich­ne­te die Uni­ver­si­tät Trier die bes­ten Dozen­ten für inno­va­ti­ve Leh­re aus.

Der Vize-Prä­si­dent der For­schung und Leh­re, Pro­fes­sor Dr. Mar­tin Przy­bil­ski, über­reich­te die Aus­zeich­nun­gen an die bes­ten Dozen­ten 2017 an der Uni­ver­si­tät Trier. Er beton­te aber, dass der Lehr­preis kei­ne Aus­zeich­nung sei, auf der man sich aus­ru­he. Der Lehr­preis soll wei­ter moti­vie­ren Stu­die­ren­den eine aus­ge­zeich­ne­te Leh­re an der Uni­ver­si­tät Trier anzu­bie­ten. Das zei­ge auch der letz­tes Jahr prä­mier­te Pro­fes­sor der Wirt­schafts­psy­cho­lo­gie, Dr. Tho­mas Ell­wart, der erst vor weni­gen Tagen von der Uni­cum Stif­tung in den Kreis der bes­ten Pro­fes­so­ren des Jah­res auf­ge­nom­men wor­den ist.

Den Lehr­preis erhielt unter ande­ren Prof. Dr. Mat­thi­as Busch (Fach­be­reich III, Fach­di­dak­tik, Gesell­schafts­wis­sen­schaf­ten), der gera­de erst in die­sem Jahr an die Uni­ver­si­tät Trier beru­fen wor­den ist. Zum ers­ten Mal ver­gab die Senats­kom­mis­si­on für Qua­li­täts­si­che­rung eine Preis in einer neu­en Son­der­ka­te­go­rie: Lau­ra Simo­nis (Bil­dungs­wis­sen­schaf­ten) bekam den Lehr­preis für Digi­ta­le Lehre.

Mit der Man­fred Ouver­tü­re von Robert Schu­mann und der Sin­fo­nie Nr. 4 von Johan­nes Brahms ent­ließ das Phil­ar­mo­ni­sche Orches­ter der Stadt Trier die Besu­cher des Fei­er­ta­ges eupho­risch und nach­denk­lich in das neue aka­de­mi­sche Jahr.

Wer noch mehr über den Dies aca­de­mi­cus erfah­ren möch­te: Alle Preis­trä­ger wer­den in einem wei­te­ren Arti­kel in den CAM­PUS­news vorgestellt.
Hier geht es zur klei­nen Zusam­men­fas­sung des Dies academicus.

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