Vorfahrt für Busse

Eine neue Ampel am großen Parkplatz vor dem A/B-Gebäude erleichtert den Bussen der Uni-Linien das Abbiegen in die stark befahrene Kohlenstraße. Auch Bedienstete und Gäste mit eigenem Auto profitieren.

15.57 Uhr an einem ganz normalen Werktag. Die Hauptvorlesungs- und die Kernarbeitszeit enden und gefühlt alle mehr als 10.000 Studierenden und Angestellte der Universität Trier machen sich gleichzeitig auf dem Weg nach Hause. Dazu kommt der ganz normale Trierer Feierabendverkehr, das meiste davon mit dem Auto. Eines nach dem anderen rollt über die Kohlenstraße. Wer jetzt aus dem Parkplatz vor dem A/B-Gebäude nach links abbiegen will, wartet eine gefühlte Ewigkeit – einzelne Autofahrer genauso wie die Passagiere der Uni-Buslinien 3 und 13.

Zumindest die Warterei an der Ausfahrt hat jetzt ein Ende: Im November 2017 wurde der Zebrastreifen über die Kohlenstraße durch eine Ampel ersetzt. Steht diese auf Rot, haben Autos und Busse ausreichend Platz und Zeit, um rasch abzubiegen. Fußgänger können die Ampel ebenso anfordern wie abbiegende Linienbusse. Wer mit dem Auto in die Kohlenstraße einfahren will, hat jedoch keinen Knopf, um die Ampel auf Grün zu schalten. Da zu den Hauptverkehrszeiten aber häufig Busse fahren und zahlreiche Personen die Fußgängerampel nutzen, bietet sich auch Autofahrern die Gelegenheit zum schnellen Abbiegen. Das zumindest ist die Idee hinter der Ampel, wie sie Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel und Baudezernent Andreas Ludwig bei einer Campusbegehung im Sommer 2016 gemeinsam besprochen haben.

Mitarbeiter der von der Stadt beauftragten Firma installieren die Ampel an der Haupteinfahrt zu Campus I.

Weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung etwa durch eine bessere Busanbindung auf dem Campus, zwischen den Campussen und von der Uni in die Stadt stehen aber noch aus. Die neue Ampel wird niemanden zum Umstieg vom Auto auf den Bus bewegen. Das aber wäre nötig, um rund um die Uni besser voranzukommen. Durch die neue Ampel ist man mit dem Auto zwar schneller auf der Kohlenstraße, dort angekommen, geht es aber genauso langsam weiter wie bisher.