Das sind die Bes­ten der Universität

Die Uni Trier hat auf dem Dies aca­de­mi­cus die Bes­ten der Leh­re und For­schung aus­ge­zeich­net. Zum Fest­akt brach­te das die größ­ten Stif­ter der Uni in den Audi­max. Wer durf­te für wel­chen Preis wem die Hand schüt­teln? Der Über­blick in den CAMPUSnews. 

Alle Gewin­ner und För­de­rer auf der Büh­ne im Audimax

Ein Preis­re­gen pras­sel­te auf dem Dies aca­de­mi­cus auf die Uni Trier nie­der. 17 Prei­se hat sie am aka­de­mi­schen Fest­tag an die Bes­ten in der For­schung und Leh­re ver­lie­hen. Zu Ehren der Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler misch­ten sich die zehn größ­ten För­de­rer aus dem Freun­des­kreis Trie­rer Uni­ver­si­tät e.v. in das Publi­kum. Dar­un­ter Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­ram Lei­be, der die Stadt Trier ver­trat und Prof. Dr. Diet­rich Dickert­mann von der Niko­laus Koch Stiftung.

Die Bes­ten in der Lehre

Mehr als 20 Nomi­nie­rungs­vor­schlä­ge von Stu­die­ren­den und Fach­schaf­ten sind die­ses Jahr ein­ge­gan­gen, denn die bes­ten Dozen­ten oder die bes­te Dozen­tin wäh­len die Stu­die­ren­den selbst. Lang und inten­siv hat die Senats­kom­mis­si­on für Qua­li­täts­si­che­rung mit einem Kri­te­ri­en­ka­ta­log die Vor­schlä­ge dis­ku­tiert. Am Ende stan­den sechs Gewin­ner fest. Zu gewin­nen gibt es zweck­ge­bun­den 1.500 Euro, die wie­der in der Leh­re ein­ge­setzt wer­den sollen.

In die­sem Jahr hat­te die Senats­kom­mis­si­on zum ers­ten Mal einen Lehr­preis in der Son­der­ka­te­go­rie Digi­ta­le Leh­re ver­ge­ben. Lei­der hat Fach­be­reich V kei­ne Nomi­nie­run­gen ein­ge­reicht. Des­we­gen konn­te kein Lehr­preis an Fach­be­reich V ver­ge­ben werden.

Auf dem Dies aca­de­mi­cus über­reich­te Vize-Prä­si­dent Pro­fes­sor Dr. Mar­tin Przy­bil­ski die Aus­zeich­nun­gen an die Bes­ten der Leh­re 2017. Dabei hat er betont, dass der Lehr­preis kei­ne Aus­zeich­nung sei, auf der man sich aus­ru­he. Er soll wei­ter moti­vie­ren Stu­die­ren­den eine aus­ge­zeich­ne­te Leh­re an der Uni­ver­si­tät Trier anzu­bie­ten. Das zei­ge auch der letz­tes Jahr prä­mier­te Pro­fes­sor der Wirt­schafts­psy­cho­lo­gie, Dr. Tho­mas Ell­wart, der erst vor weni­gen Tagen von der Uni­cum Stif­tung in den Kreis der bes­ten Pro­fes­so­ren des Jah­res auf­ge­nom­men wor­den ist.

Fach­be­reich I: Dr. Sebas­ti­an Man­hart (Erzie­hungs­wis­sen­schaft), Semi­nar Orga­ni­sier­te Gewalt

In sei­nem Semi­nar Orga­ni­sier­te Gewalt hat Dok­tor Sebas­ti­an Man­hart mit den Stu­die­ren­den dis­ku­tiert wie Gewalt ent­steht und wie sich ihre Ent­wick­lung erklä­ren lässt. Er habe mit sei­nem rhe­to­ri­schen Geschick die Stu­die­ren­den in sei­nen Bann gezo­gen und ihnen genü­gend Raum gelas­sen sich selbst ein­zu­brin­gen, eige­ne The­sen und Mei­nun­gen zu dis­ku­tie­ren. Im Semi­nar mach­te sich Man­hart noch beson­ders zum Ver­dienst, ver­schie­de­ne Dis­zi­pli­nen zusam­men­ge­führt zu haben, wie die Sozio­lo­gie, Psy­cho­lo­gie, Phi­lo­so­phie und die Politikwissenschaft.

Fach­be­reich II: Cla­re Maas, M.A. (Anglis­tik). Übung: The Nineties

Cla­re Maas hat mit ihren Stu­die­ren­den in der Übung Nine­ties ein E-Book über die 90er Jah­re in Groß­bri­tan­ni­en ent­wi­ckelt und ver­öf­fent­licht: Con­tra­dic­tion and Chan­ge. Bri­tain in the Nine­ties. Die Stu­die­ren­den lob­ten, dass sie frei bei der Wahl ihrer The­men waren und Cla­re Maas sie inten­siv bei der Arbeit an ihren The­men unter­stützt hät­te. Beson­ders auf­ge­fal­len ist den Stu­die­ren­den auch, wie vie­le unter­schied­li­che didak­ti­sche Metho­den und Medi­en Frau Maas in ihre Leh­re ein­brach­te, wie zum Bei­spiel Peer-Feed­back, Mind­maps, Audio- und Video­ma­te­ri­al. Den Übungs­teil­neh­mern ist jetzt viel bes­ser klar, wel­chen Ein­fluss die 90er Jah­re auf das heu­ti­ge Groß­bri­tan­ni­en haben, wel­che Beweg­grün­de mög­li­cher­wei­se hin­ter dem Brex­it stehen.

Fach­be­reich III: Prof. Dr. Mat­thi­as Busch (Fach­di­dak­tik Gesell­schafts­wis­sen­schaf­ten), Semi­nar mit Übung: Poli­tik und Politikvermittlung

In Mat­thi­as Buschs Semi­nar Poli­tik und Poli­tik­ver­mitt­lung haben die Stu­die­ren­den ein Plan­spiel zum bun­des­staat­li­chen Gesetz­ge­bungs­pro­zess ent­wi­ckelt. Die Stu­die­ren­den erstell­ten Rol­len­kar­ten, Sze­na­ri­en zu den Geset­zes­ent­wür­fen, Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al und Lob­by­is­ten-Brie­fe. Sie spiel­ten die Simu­la­ti­on einen Tag lang mit Schü­lern des Sozi­al­kun­de­leis­tungs­kur­ses des Fried­rich-Spee-Gym­na­si­ums. Pro­fes­sor Buschs Enga­ge­ment und sein zeit­lich inten­si­ve Betreu­ung unter­stütz­te die Stu­die­ren­den sehr. Akti­ve Betei­li­gung und eine hohe Eigen­ver­ant­wor­tung, gepaart mit einer struk­tu­rier­ten Arbeits­wei­se und klar ver­mit­tel­ten Arbeits­an­for­de­run­gen, sorg­ten für ein kon­stant hohes Arbeits­ni­veau. Aus Sicht der Stu­die­ren­den führ­te das zu einem her­vor­ra­gen­den Ergeb­nis. Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer erleb­ten das Pro­jekt als arbeits­in­ten­siv, erkann­ten für sich aber einen beacht­li­chen Kom­pe­tenz­zu­wachs und enor­men Lernerfolg.

Fach­be­reich IV: Prof. Dr. Kat­rin Muehl­feld (Betriebs­wirt­schafts­leh­re), Vor­le­sung mit Übung: Arbeit und Orga­ni­sa­ti­on in der Wissensökonomie

Kat­rin Muehl­feld griff in ihrer Vor­le­sung The­men wie Big Data, Crowd­wor­king, Gesund­heits­ma­nage­ment oder Inte­gra­ti­on von Flücht­lin­gen in den Arbeits­markt so leben­dig auf, dass die Stu­die­ren­den mit ihr oft noch lang nach der Vor­le­sung dis­ku­tier­ten. Begeis­tert von dem wei­ten inhalt­li­chen Bogen und Gast­do­zie­ren­den, sind die Inhal­te für die Stu­die­ren­den greif­bar und leben­dig gewor­den. Die star­ke Eigen­mo­ti­va­ti­on und Begeis­te­rung der Dozen­tin fiel den Stu­die­ren­den auf und wäre auch sehr inspi­rie­rend in der Übung gewe­sen, in denen Pro­fes­so­rin Muehl­feld fächer­über­grei­fen­de Team­ar­beit anreg­te und nie auf ein kon­struk­ti­ves Feed­back verzichtete.

Fach­be­reich VI: Dr. Jen­ni­fer Gerend (Raum­be­zo­ge­ne Ent­wick­lungs- und Pla­nungs­pro­zes­se), Semi­nars: Sek­to­ra­le Pla­nung: Kata­stro­phen­fäl­le in der Infrastrukturplanung

Schon die Ver­bin­dung der The­men Kata­stro­phen­fäl­le und Infra­struk­tur­pla­nung im Titel des Semi­nars war für die Stu­die­ren­den unge­wöhn­lich. Dok­tor Jen­ni­fer Gerend zeig­te in dem Semi­nar, dass abs­trak­te tech­ni­sche und theo­re­ti­sche Kon­zep­te mit anschau­li­chen Fall­bei­spie­len ver­knüpft wer­den kön­nen. Frau Gerend ver­zich­te­te auf den Fron­tal­un­ter­richt. Die Teil­neh­mer saßen alle zusam­men am „run­den Tisch“. Geschrie­be­ne Tex­te kor­ri­gier­ten die Stu­die­ren­den sich gegen­sei­tig. Frau Gerend schöpf­te im Semi­nar auch aus ihrer eige­nen Bio­gra­phie und zog Ver­glei­che zum US-ame­ri­ka­ni­schen Pla­nungs­ver­ständ­nis. Das Semi­nar sei durch Frau Gerends didak­ti­sches Geschick, ihr beson­de­res per­sön­li­ches Enga­ge­ment und die inno­va­ti­ve The­men­ge­stal­tung eine gro­ße Berei­che­rung gewesen.

Lehr­preis Digi­ta­le Leh­re: Lau­ra Simo­nis, M.A. (Bil­dungs­wis­sen­schaf­ten), Schul- und Unter­richts­ent­wick­lung in der Praxis

Zum ers­ten Mal in die­sem Jahr ver­gab die Uni Trier den Lehr­preis in der Son­der­ka­te­go­rie Digi­ta­le Leh­re. Lau­ra Simo­nis hat den Preis erhal­ten, weil sie bewies, wie man ver­schie­de­ne digi­ta­le Lehr­for­ma­te in der Leh­re ein­set­zen kann. Sie nutz­te Betei­li­gungs­tools zur inter­ak­ti­ven Zusam­men­ar­beit, ihre Stu­die­ren­den arbei­te­ten am Smart­board und pro­du­zier­ten Video­tu­to­ri­als. Ihr Anlie­gen: sie wol­len Leh­ren­den in Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten zei­gen, wie man das neue Lern­for­mat nut­zen kann. Frau Simo­nis hat den Ansatz, ihre uni­ver­si­tä­re Leh­re zu öff­nen sowie sich für eine ver­bes­ser­te, inno­va­ti­ve­re und an die neu­en gesell­schaft­li­chen, berufs­spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­se ange­pass­te Leh­re ein­zu­set­zen. Die­se per­sön­li­che Moti­va­ti­on hat die Mit­glie­der der Senats­kom­mis­si­on beson­ders beeindruckt.

Prei­se für inter­na­tio­na­le Studierende

Zwei Prei­se des Dies aca­de­mi­cus gehen an die inter­na­tio­na­len Stu­die­ren­den. An die Kasa­chin Kari­na Akuo­va über­reich­te der Deut­sche Aka­de­mi­sche Aus­tausch­dienst (DAAD) den DAAD-Preis. Die Stu­den­tin über­zeug­te mit her­aus­ra­gen­den Stu­di­en­leis­tun­gen in ihren Fächern English Lan­guage, Lite­ra­tu­re and Lin­gu­is­tics sowie Sozio­lo­gie. Außer­dem enga­giert sie sich in außer­ge­wöhn­li­chem Maße sozi­al an der Uni­ver­si­tät: sie ist unter ande­ren stu­den­ti­sche Sena­to­rin, Fach­be­reichs­rats­mit­glied, Akti­ve in der Hoch­schul­po­li­tik bei Cam­pus: Grün, Tuto­rin inter­na­tio­na­ler Studierenden.

Zum ande­ren wür­dig­te die Uni Trier Tu Anh Pham aus Viet­nam mit dem Uni­ver­si­täts­preis. Tu Anh Pham hat her­vor­ra­gen­de Stu­di­en­leis­tun­gen gezeigt und ist Mit­glied der Refu­gee Law Cli­nic Trier. Dort berät er Flücht­lin­ge in Asyl-und Aus­län­der­recht sowie Asyl­su­chen­de bei sons­ti­gen recht­li­chen und admi­nis­tra­ti­ven Her­aus­for­de­run­gen. Viet­na­me­si­schen Stu­die­ren­den hilft er bei der Ankunft in Trier und ver­sucht ihnen den Ein­stieg in die für sie frem­de Kul­tur zu erleich­tern. Bei­de Preis­trä­ger haben sich sehr ver­dient im Cam­pus­le­ben der Uni Trier gemacht.

Die bes­ten Nachwuchswissenschaftler

Der För­der­ver­ein Freun­des­kreis Trie­rer Uni­ver­si­tät e.V. ver­gibt den höchst­do­tier­ten Preis, den man an der Uni ver­lie­hen bekom­men kann. In die­sem Jahr hat der Freun­des­kreis mit sei­nen größ­ten Stif­tern der Uni Trier neun Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler aus­ge­zeich­net. Alle erreich­ten die Best­no­te sum­ma cum lau­de und sind von den Gut­ach­tern ihrer Dis­ser­ta­ti­on zur Aus­zeich­nung vor­ge­schla­gen worden.

Am Dies aca­de­mi­cus bekom­men die Nach­wuchs­wis­sen­schaft­ler ihren Preis per­sön­lich von ihren För­de­rern über­ge­ben und erhal­ten ein Preis­geld von 2000 Euro. So konn­te der frisch geba­cke­ne Dr. Flo­ri­an Schmitt die Hän­de der Chefs der Hand­werks­kam­mer sowie der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer schüt­teln. Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­ram Lei­be gra­tu­lier­te Dr. Paul Stroh­mai­er zu sei­ner exzel­len­ten Doktorarbeit.

För­der­preis der Hand­werks­kam­mer Trier und der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Trier: Dr. Flo­ri­an Schmitt mit Aaron Maxi­mi­li­an Braun und Axel Bettendorf

  1. Dr. Sarah Schä­fer (Psy­cho­lo­gie) – För­der­preis der Arbeits­ge­mein­schaft der Spar­kas­sen in der Regi­on Trier: „Unter­su­chung der Ent­ste­hung von Selbst­re­prä­sen­ta­tio­nen und wie die­se grund­le­gen­de kogni­ti­ve Pro­zes­se beeinflussen“
  2. Dr. Amber Rose Mag­gio (Rechts­wis­sen­schaft) – För­der­preis der Evan­ge­li­schen Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten Gemein­de Trier: “Envi­ron­men­tal Poli­cy, Non-Pro­duct Rela­ted Pro­cess and Pro­duc­tion Methods and the Law of the World Tra­de Organization”
  3. Dr. Kris­tin Husen (Psy­cho­lo­gie) – Dr. Her­bert und Dr. Irm­gard Fischer-För­der­preis: “Eco­lo­gi­cal Momen­ta­ry Assess­ment app­lied in Pati­ent-Focu­sed Psy­cho­the­ra­py Rese­arch – Chal­len­ges and Chances”
  4. Dr. Flo­ri­an Schmitt (Rechts­wis­sen­schaft) – För­der­preis der Hand­werks­kam­mer Trier und der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Trier: Bera­ter­haf­tung für Insolvenzverschleppungsschäden
  5. Dr. Astrid Schmie­del (Pho­ne­tik) – För­der­preis der Niko­laus Koch Stif­tung, Trier: “Pho­ne­tik iro­ni­scher Sprech­wei­se. Pro­duk­ti­on und Per­zep­ti­on sar­kas­tisch iro­ni­scher und freund­lich iro­ni­scher Äußerungen”
  6. Dr. Ste­phan Paul (Umwelt­me­teo­ro­lo­ge) – Peter Weber-För­der­preis: “Polynyas, Snow and Fast Ice – Mul­ti-Sen­sor Sea-Ice Remo­te Sen­sing in the Ant­arc­tic Wed­dell Sea Area”
  7. Dr. Jona Schulz (Mathe­ma­tik) – För­der­preis der Spar­kas­se Trier: The opti­mal Ber­ry-Esse­en con­stant in the bino­mi­al case
  8. Dr. Paul Stroh­mai­er (Roma­nis­tik) – För­der­preis der Stadt Trier: Dies­seits der Spra­che: Imma­nenz als Para­dig­ma in der Lyrik der Moder­ne (Valé­ry, Mon­ta­le, Pessoa)
  9. Dr. Andra­nik Ste­panyan (Volks­wirt­schafts­leh­re): För­der­preis der Volks­bank Trier: Indus­tri­el­le Clus­ter: Mes­sung und öko­no­mi­sche Interpretation

 

Herz­li­chen Glück­wunsch an alle Preisträger!

Wer steht im nächs­ten Jahr auf der Bühne?!

 

Der Dies acad­mi­cus in Bil­dern oder zur klei­nen Zusam­men­fas­sung des Dies aca­de­mi­cus auf der Web­sei­te der Uni Trier.

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