Patricia Dörr erhielt Gerhard-Fürst-Preis

Preisträgerin Patricia Dörr und Prof. Dr. Ralf Münnich (Zweiter von links) bei der Preisverleihung mit (von links): Prof. Dr. Marcel Thum (Betreuer der Arbeit von Dr. Michael Weber), Jürgen Chlumsky (Abteilungsleiter A beim Statistischen Bundesamt), Marcel Stechert (Förderpreis Kategorie „Master-/Bachelorarbeiten“), Dr. Michael Weber (Preisträger Kategorie „Dissertationen“), Prof. Dr. Walter Krämer (Vorsitzender des Gutachtergremiums). Foto: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2017

 

Patricia Dörr von der Universität Trier ist mit dem Gerhard-Fürst-Preis ausgezeichnet worden.

Diese Auszeichnung vergibt das Statistische Bundesamt (Destatis) jährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit einem engen Bezug zur amtlichen Statistik. Sie erhielt den Preis in der Kategorie „Master-/Bachelorarbeiten“ für ihre Masterarbeit zum Thema „Comparison of Methods for Combining Surveys over Time”. Das Preisgeld beträgt 2.500 Euro. Die Masterarbeit wurde bei Ralf Münnich, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik an der Universität Trier, verfasst.

In ihrer Arbeit beschäftigt sich Patricia Dörr mit Methoden, die Informationen von Stichproben aus den vorangegangenen Jahren sich regelmäßig wiederholender Stichproben geeignet nutzen, um die Präzision aktueller Schätzwerte zu verbessern. Die Methodik spielt insbesondere für die Neukonzipierung der Haushaltsstichproben im Statistischen Bundesamt eine besondere Rolle.

Patricia Dörr studierte zuvor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Wirtschaftswissenschaften, bevor sie für die Masterstudiengänge Economics und Survey Statistics an die Universität Trier wechselte. Nun promoviert sie bei Prof. Dr. Ralf Münnich. Sie ist bereits die vierte Studierende an seiner Professur, die mit dem Gerhard-Fürst-Preis ausgezeichnet wurde.

„Es ist Frau Dörr gelungen, die technisch hoch komplexe statistische Theorie sehr präzise und auf sehr hohem wissenschaftlichem Niveau darzustellen. Sowohl die mathematisch-statistische Vorgehensweise wie auch die empirische Anwendung der vorgestellten Methoden sind bemerkenswert. Darüber hinaus ist auch die inhaltliche Bearbeitung eines für die Wirtschafts- und Sozialstatistik so bedeutsamen Themas sehr überzeugend gelungen“, heißt es in dem Gutachten zu der Masterarbeit.

Die Auszeichnung nahm das Statistische Bundesamt auf Empfehlung eines unabhängigen Gutachtergremiums vor. Die Preise wurden beim 26. Wissenschaftlichen Kolloquium zum Thema „Lohnungleichheit –  Fakten, Daten, Analysen“ am 23. und 24. November 2017 in Wiesbaden verliehen. Weitere Auszeichnungen erhielten Dr. Michael Weber in der Kategorie Dissertationen sowie Marcel Stechert für seine Bachelorarbeit.

Zu Kurzfassungen der prämierten Arbeiten sowie zu weiteren Informationen zum Gerhard-Fürst-Preis.