Sanierung Gebäude H: Start in die Detailplanung

Der Hochtrakt auf Campus II muss in großem Umfang saniert werden. Damit es nicht zu Beeinträchtigungen im Lehr- und Lernbetrieb kommen kann, beginnt jetzt die Detailplanung für die Baumaßnahmen.

Auf einer Informationsveranstaltung am 15. Dezember haben Universitätsleitung und die zuständige Behörde, der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Studierende über den Planungsstand der Sanierung von Gebäude H aufgeklärt.

Über 20 Experten haben Gutachten und Konzepte erstellt, um Lösungen für die Ursache von Geruchsbelästigungen und Gesundheitsbeschwerden im Hochtrakt zu finden. Klaus-Peter Wiesen, der Projektmanager des LBB, ist der Überzeugung die beste Lösung gefunden zu haben. Jetzt komme es auf die Detailplanung der Sanierung mit den Nutzern an: „Wir stehen vor einem sehr intensiven Abstimmungsprozess.“

Eine neue Lüftungsanlage wird installiert

Das Gebäude bekommt eine neue Zu- und Abluftanlage, aber soll im gleichen Atemzug auch in Stand gesetzt, neue Brandschutzverordnungen umgesetzt werden. Die Kosten belaufen sich derzeit auf 11,7 Millionen Euro (inklusive der Baunebenkosten). Übergangslösungen aber, wie Büros oder Labore in Containern, sind hierbei noch nicht eingerechnet, da die Umsetzung des Bauplans im nächsten Schritt erst mit den Betroffenen abgestimmt wird. Die Kosten trägt der LBB.

Das Ausmaß der Baumaßnahmen macht Vize-Kanzler Thomas Künzel deutlich: „Das ist ein großes Projekt. Wir stellen das Gebäude von vorn nach hinten und von unten nach oben auf den Kopf.“ Bis zum Ende des Wintersemesters 2018/19 seien aber keine Unterbrechungen des Lehr- und Forschungsbetriebes zu erwarten.

Die Herausforderung

Wegen der Größe des Projektes sieht Universitätspräsident Professor Dr. Michael Jäckel die Sanierung des Hochtraktes als große Herausforderung. Klar formuliert er, was für ihn das Wichtigste jetzt ist: „ An erster Stelle geht es mir um gute Arbeitsbedingungen für alle Universitätsangehörigen. An zweiter Stelle muss der reibungsfreie Ablauf des Lehr- und Forschungsbetriebs stehen. Zeitplanverzögerungen kann sich die Universität Trier nicht leisten.“ An die Adresse des Projektmanagers Wiesen formulierte Jäckel, dass die Baumaßnahmen für den LBB wirklich oberste Priorität haben müssten.

Das ist Projektmanager Wiesen bewusst und erwiderte dem Unipräsidenten: Es sei gerade deshalb sehr wichtig, dass die Nutzer an dem Detailplan mitarbeiten. Erst dann werde sich entscheiden, wann welcher Bauabschnitt angepackt werden kann und welche Nutzungslösungen dafür noch gefunden werden müssen. Im nächsten Schritt werden die Ausschreibungen für die Bauphasen ausgegeben.

Daher wird die nächste Informationsveranstaltung voraussichtlich im Mai stattfinden. Dann werden LBB, Projektgruppe und Universitätsleitung den Detailplan zur Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen präsentieren.

Was tun, wenn ich Gesundheitsbeschwerden feststelle?

Weiterhin sollen Gesundheitsbeschwerden, die im Gebäude H auftreten, im Leitstand der Universität Trier gemeldet werden. Dazu rief noch einmal eindringlich die stellvertretende Vorsitzende des Personalrats, Margret Roth, auf. Die Beschwerden werden fortwährend dokumentiert.

Seit der Installation des Provisoriums zur Entlüftung des H-Gebäudes ist es nur noch zu vereinzelten Beschwerden von Mitarbeitern gekommen. Wer dennoch körperliche Beeinträchtigungen durch den Arbeitsort verspürt, kann von zu Hause arbeiten. Dazu haben Universitätsleitung und Personalrat bereits im Mai 2016 eine Sonderregelung für die Telearbeit getroffen. Außerdem stehen alternative Arbeitsplätze zur Verfügung.

Mehr Informationen auf der Webseite der Bau- und Prüfmaßnahmen