Das landesweite Semesterticket kommt

Die Studierenden in ganz Rheinland-Pfalz sollen bald mit einem Ticket mit Bahn und Bus durch das ganze Land fahren können. Darauf haben sich grundsätzlich die Vertreter der Studierenden, Verkehrsverbünde, Studierendenwerke und Ministerien geeinigt. Was noch fehlt, ist der Preis.

Schon nach der ersten Verhandlungsrunde bestand Einigkeit: in Rheinland-Pfalz soll es ein landesweites Semesterticket geben. Die Delegation der Studierenden ist zufrieden und beinahe überrascht über diesen Erfolg. Denn ein landesweites Semesterticket ist das Verhandlungsziel der Studierenden gegenüber den rheinland-pfälzischen Verkehrsverbünden, Studierendenwerken, Wissenschafts- und Verkehrsministerium.

Deswegen wollen sich die Studierenden in der zweiten Verhandlungsrunde Ende Februar auf den Preis konzentrieren, so Luca Wagner, Verhandlungsführer aus dem AStA der Uni Trier: „Den Preis sehen wir momentan als das Wichtigste an, da sich in allen anderen Punkten leichter geeinigt werden kann. Nachdem der grundlegende Preis feststeht, möchten wir uns der genauen Ausgestaltung annehmen.“

Zur Diskussion wird dann stehen, was ein landesweites Semesterticket kosten soll und welche Reiserouten sowie Verkehrsmitteln inklusiv sein werden. Die LandesAStenKonferenz (LAK), in der die studentische Vertretung organisiert ist, favorisiert derzeit ein Solidarmodell. Was die darunter versteht, erklärt Luca Wagner so: „Das Solidarmodell zeichnet sich dadurch aus, dass es von allen Studierenden einer Hochschule getragen wird. Durch diese gelebte Solidarität sind die Preise für die Semestertickets um ein vielfaches günstiger, als wenn sich jeder Studierende ein eigenes Ticket kaufen müsste.“

Die LAK hat ein Positionspapier zum landesweiten Semesterticket geschrieben und veröffentlicht. Auf dieser Grundlage verhandelt sie.

Den aktuellen Geltungsbereich der verschiedenen Semestertickets in Rheinland-Pfalz will die LAK nicht grundlegend neu organisieren. Vor allem soll so der Preis für Studierende, die an einer Landesgrenze beheimatet sind, nicht sprunghaft steigen. Die LAK ist sich einig, dass eine Erweiterung des Geltungsbereichs in das Saarland aber wünschenswert wäre.

Auf die nächste Verhandlungsrunde hat sich die Delegation der Studierenden bereits intensiv vorbereitet. Noch vor Weihnachten war eine Mitgliederversammlung der LAK einberufen worden, in der alle Positionen noch einmal diskutiert worden sind. Auch der Präsident der Hochschule Worms, Professor Dr. Hermsdorf, hatte in seiner Funktion als Vorsitzender der Landeshochschulpräsidentenkonferenz daran teilgenommen und seine Unterstützung für das landesweite Semesterticket bekräftigt.

Wer sich mehr zum aktuellen Verhandlungsstand informieren möchte

Zur LandeseAStenKonferenz
Pressemitteilung zur ersten Verhandlungsrunde des landesweiten Semestertickets
Offizielle Positionsspapier des landesweiten Semestertickets
Die Homepage der LandesAStenKonferenz

Artikel aus der Berichterstattung
Süddeutsche Zeitung „Landesweites Semesterticket: Uneinigkeit über Preis“
Die Rheinland-Pfalz „Mainz: Studenten und Verkehrsverbund für landesweites Semesterticket“

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