Station: Referendariat Uni Trier

Referendarin Maren Mülhausen hält ihrer Betreuerin einen Aktenvortrag, natürtlich auf Note.

Die meisten Studierenden der Rechtwissenschaften sind jetzt vielleicht überrascht, aber tatsächlich können sie eine Station ihres Referendariats an der Universität Trier absolvieren. Gerade ist Maren Mülhausen in der Uni-Verwaltung für vier Monate im Referendariat.

Momentan arbeitet sie sich durch das Hochschul- und Prüfungsrecht sowie durch das Recht der Ausbildungsförderung und verschiedene Fragestellungen des Zivilrechts. Ihre Bürotage als Juristin in der Uni-Verwaltung findet Maren Mülhausen abwechslungsreich: „Meine Arbeit ist vielfältig und ich beschäftige mich mit ganz unterschiedlichen Rechtsfragen.“ Und das obwohl das Verwaltungsrecht doch ein recht angestaubtes Image hat.

Da macht man doch jeden Tag das Gleiche. Das ist total langweilig. Solche Sätze hat Maren Mülhausen schon in Ihrem Jura-Studium an der Uni Trier gehört. Sie findet das gar nicht, hat sich immer schon dafür interessiert und kann sich mittlerweile das sehr gut beruflich vorstellen.

Überrascht war Maren Mülhausen von der Kreativität der Studierenden, wenn es darum geht, das Studium zu retten. Mehr kann sie leider nicht verraten. Zu Verschwiegenheit ist sie verpflichtet.

An der Uni Trier kümmert sich eine Mitarbeiterin um alle Rechtsangelegenheiten. Sie ist Maren Mülhausens Ausbilderin. Wenn jemand zum dritten Mal durch die Prüfung fällt, dann rechtlich vorgeht oder wenn die Uni in einem Gerichtsprozess vertreten werden muss, ist Regine Schmirander zur Stelle. Seit 2004 ist die Volljuristin die Justiziarin und hat schon über 10 Referendare und Referendarinnen betreut.

Weil Regine Schmirander an allen Rechtsfällen allein arbeitet, freut sie sich immer über den Austausch mit „ihren“ Referendarinnen und Referendaren. Die sind schließlich mit dem ersten Staatsexamen schon voll ausgebildet und eine echte Hilfe. Gerade die Zusammenarbeit mit Maren Mülhausen ist gewinnbringend: „Was mir besonders auffällt ist, dass Frau Mülhausen Ihre Arbeit überdurchschnittlich Spaß macht und sie sich, vielleicht auch deswegen, überdurchschnittlich engagiert.“ Wenn sie der Referendarin zwei Fälle zur Bearbeitung vorstellte, hat die sich nicht zwischen ihnen entschieden, sondern am liebsten beide angeschaut.

Fachlich hat die Referendarin viel dazu gelernt und wie immer, wenn es Spaß macht, geht die Zeit zu schnell vorbei: „Wenn zufällig eine Stelle für eine Juristin an der Uni Trier frei wäre, ich würde sie sofort nehmen.“ Da können sich die Referendarin und ihre Ausbilderin ein herzliches Lachen nicht verkneifen. Regine Schmirander würde die Kollegin jedenfalls herzlich begrüßen.

Rechtsangelegenheiten an der Uni Trier
Regine Schmirander
E-Mail: schmiran@uni-trier.de