Die Uni­ver­si­tät und das Karl-Marx-Jahr

Vier Aus­stel­lun­gen und mehr als 400 Ein­zel­ver­an­stal­tun­gen: Karl Marx drückt dem Jahr 2018 in Trier post­hum sei­nen Stem­pel auf. Gro­ßen Anteil an die­sem volu­mi­nö­sen Ange­bot hat die Uni­ver­si­tät Trier.

Der Foto­graf John Jabez Edwin Mayal por­trä­tier­te Karl Marx in die­ser Aufnahme.

In krea­ti­ven For­ma­ten tra­gen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät zur Auf­ar­bei­tung von Leben und Werk des gro­ßen Trie­rers bei.

Auch an den Vor­be­rei­tun­gen und Pla­nun­gen hat die Uni­ver­si­tät Anteil: Mit Leib­niz-Preis­trä­ger Prof. Dr. Lutz Rapha­el berät ein His­to­ri­ker der Uni­ver­si­tät als Mit­glied des Wis­sen­schaft­li­chen Bei­rats die Aus­stel­lungs­ge­sell­schaft. Zudem ist er als Refe­rent und Dis­kus­si­ons­teil­neh­mer am Pro­gramm beteiligt.

Marx und Raiff­ei­sen, Marx und die Arbeits­welt 4.0, Marx und ein Medi­en­kunst­la­bor, Marx und Armut in Trier, Marx und der ame­ri­ka­ni­sche Traum, Marx und die Frau­en­fra­ge – vie­le Wis­sen­schafts­dis­zi­pli­nen leis­ten aus ihren Per­spek­ti­ven einen Bei­trag zu einer 360-Grad-Aus­ein­an­der­set­zung mit Karl Marx.

Da fällt es nicht leicht, den Über­blick zu behalten.

Die Inter­net­sei­te www.kmj2018.uni-trier.de lis­tet die Ver­an­stal­tun­gen mit Betei­li­gung der Uni­ver­si­tät. Eini­ge Schwer­punk­te des Pro­gramms sind hier zusam­men­ge­fasst. Soll­te es noch wei­te­re, hier nicht ver­öf­fent­lich­te Ver­an­stal­tun­gen mit Uni­ver­si­täts­be­tei­li­gung geben, wen­den Sie sich bit­te an Dani­el Bau­er­feld (bauerfe@uni-trier.de) oder die Pres­se­stel­le (presse@uni-trier.de).

Ring­vor­le­sung
Die Klam­mer des Uni­ver­si­täts­an­ge­bo­tes zum Marx-Jahr bil­det die von dem Sozio­lo­gen Prof. Dr. Mar­tin End­reß und dem His­to­ri­ker Prof. Dr. Chris­ti­an Jan­sen kon­zi­pier­te Ring­vor­le­sung. Von April bis Dezem­ber wer­fen Wis­sen­schaft­ler in zehn Vor­trä­gen aus den Per­spek­ti­ven ihrer Dis­zi­pli­nen – Sozio­lo­gie, Geschichts­wis­sen­schaft, Phi­lo­so­phie, Ger­ma­nis­tik und Erzie­hungs­wis­sen­schaft – Bli­cke auf Marx. Dazu gehört Marx-Bio­graph Gareth Sted­man Jones. “Er hat das bio­gra­phi­sche Stan­dard­werk zu Marx für unse­re Zeit geschrie­ben“, rühmt die New York Times sein 750 Sei­ten star­kes Buch „Great­ness and Illu­si­ons“. Die Ring­vor­le­sung schließt im Dezem­ber nach Vor­trä­gen wei­te­rer nam­haf­ter Wis­sen­schaft­ler mit einer Podi­ums­dis­kus­si­on und einer ers­ten Bilanz des Marx-Jahres.

Inter­na­tio­na­les Symposium
Chris­ti­an Jan­sen und Mar­tin End­reß ist es über die Ring­vor­le­sung hin­aus gelun­gen, die wis­sen­schaft­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit Karl Marx in einem drei­tä­gi­gen Sym­po­si­um zu bün­deln. Die breit­flä­chi­ge Aus­rich­tung klingt im Titel der Tagung wie­der: „Karl Marx 1818 ‐ 2018. Kon­stel­la­tio­nen, Trans­for­ma­tio­nen und Per­spek­ti­ven“. Sechs Sek­tio­nen ste­hen auf dem Pro­gramm und eine Podi­ums­dis­kus­si­on zum Abschluss.

Vor­trags­rei­he
Lebens­Wert Arbeit – Arbeits­wel­ten in Trier und im Trie­rer Land von der Spät­an­ti­ke bis ins 19. Jahr­hun­dert“. Unter die­sem Titel steht eine bereits lau­fen­de Rei­he von Vor­trä­gen unter Betei­li­gung von Wis­sen­schaft­lern der Uni­ver­si­tät zur regio­na­len Arbeits­welt im Lauf der Jahr­hun­der­te bis zu Marx´ Lebenszeit.

Tisch­ge­sprä­che
Zu Tisch bit­tet im April Ger­ma­nis­tik-Pro­fes­so­rin Fran­zis­ka Schöß­ler, die gemein­sam mit Koope­ra­ti­ons­part­nern die­ses offe­ne Dis­kus­si­ons­for­mat ent­wi­ckelt hat. Ver­tre­ter aus Poli­tik, Kir­che, Gesell­schaft, Wis­sen­schaft und Kunst sind im Thea­ter Trier zu Tisch­ge­sprä­chen und zum gemein­sa­men Nach­den­ken mit Bür­gern über die Zukunft der Gesell­schaft eingeladen.

Traum-Sym­po­si­um”
Karl Marx and the Ame­ri­can Dream“ ist ein inter­na­tio­na­les Sym­po­si­um über­schrie­ben, das der Anglist Prof. Dr. Gerd Hurm geplant hat. Als Teil­neh­mer wer­den am 15. Juni inter­na­tio­na­le Wis­sen­schaft­ler erwar­tet – von den USA bis Abu Dha­bi.

Raiff­ei­sen und Marx
2018 ist auch das Gedenk­jahr an den etwa einen Monat vor Marx gebo­re­nen Fried­rich Wil­helm Raiff­ei­sen – Vor­den­ker des genos­sen­schaft­li­chen Gedan­kens. Raiff­ei­sen, Marx und die Gesell­schaft – damals wie heu­te – die­se Zusam­men­hän­ge dis­ku­tie­ren die von der For­schungs­stel­le Mit­tel­stand unter Lei­tung von Prof. Dr. Jörn Block ein­ge­la­de­nen Teil­neh­mer auf dem Podium.

Arbeit 4.0 ‐ Her­aus­for­de­run­gen und Chancen
Marx und Digi­ta­li­sie­rung der Arbeit? Thors­ten Semrau, Pro­fes­sor für Manage­ment an der Uni­ver­si­tät Trier, stellt in sei­ner Ana­ly­se der Ver­än­de­run­gen der Arbeits­welt Bezü­ge zu Marx und des­sen Ide­en her. Unter­neh­mer und Wis­sen­schaft­ler dis­ku­tie­ren darüber.

Inter­ak­ti­ve Medienplattform
In einem von Prof. Dr. Ste­phan Laux gelei­te­ten Edi­ti­ons­pro­jekt wird die Trie­rer Stadt­ge­schich­te in der frü­hen Moder­ne erforscht. Eine inter­ak­ti­ve Medi­en­platt­form ermög­licht Ein­blick und Aus­ein­an­der­set­zung mit der Trie­rer Armen­lis­te von 1832. Im März hält Pro­fes­sor Laux einen kor­re­spon­die­ren­den Vor­trag: „Armut unter den Augen des jun­gen Marx: Eine Trie­rer Armen­lis­te aus dem Jahr 1832.“

Marx und Kunst
Eine Kunst­in­stal­la­ti­on im „gene­ra­tor medi­en­kunst­la­bor­trier“ mit beglei­ten­den Vor­trä­gen und Podi­ums­dis­kus­sio­nen tra­gen die Kunst­his­to­ri­ker Prof. Dr. Ulri­ke Gehring und Dr. Ste­phan Bra­ken­siek zum Event­pro­gramm des Marx-Jah­res bei.

Zur Ver­an­stal­tungs­über­sicht unter www,kmj2018.uni-trier.de

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