Im Dienst von Forsche und Lehrung

Er lud sie zum Neujahrsempfang und unterhielt sie mit Gedichten und Freudschen Versprechern. Unipräsident Professor Dr. Michael Jäckel hat die Beschäftigten der Uni Trier mit einem literarischen Ritt durch die Jahrhunderte überrascht.

Von Winfried Kraft, Heinz Erhard, Sigmund Freud, Michael Schönen oder auch von dem ehemaligen Fußballspieler, jetzigem Sportmoderatoren Thomas Helmer und anonymisierten Uni-Angestellten, schmetterte Präsident Professor Dr. Michael Jäckel Zitate in Raum A9/10. Seine Worte empfingen Sektglashaltende mit vorsichtigen bis herzhaften Lachen.

„Da gehe ich mit Ihnen ganz chloroform“, erinnerte der Unipräsident an Helmut Schön, den erfolgreichsten Bundestrainer bislang. Mit einer literarischen und unterhaltenden Rede begrüßte Jäckel die Beschäftigten der Uni Trier in seinem Neujahrsempfang und eröffnete das Buffet: „Zum Schluss will ich dann doch noch einmal resignieren und drücke Ihnen alles Gute. Und bevor Sie wieder in den Dienst von „Forsche und Lehrung“ treten: Bedenken Sie: „Man isst nicht mit vollem Munde.“

Zum Neujahrsempfang lädt der Unipräsident jährlich alle nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Uni Trier ein. Fernab des Arbeitsalltags und mit ausgewogenem Buffet bietet sich hier die Gelegenheit das persönliche, berufliche Netzwerk zu erweitern und gute Gespräche mit vielleicht noch nicht gekannten Kollegen oder Kolleginnen zu führen.

Ausschnitt aus der Eröffnungsrede der Unipräsidenten

„Das ist dieses Schalkhafte, das gerade der deutschen Dichtung nachgesagt wird.

Die Eule (Heinz Erhardt)
Eine Eule saß und stierte
auf dem Aste einer Euche.
Ich stand drunter und bedachte,
ob die Eule wohl entfleuche,
wenn ich itzt ein Steunchen nähme
und es ihr entgegenschleuder’?
Dieses tat ich. Aber siehe,
sie saß da und flog nicht weiter.
Deshalb paßt auf sie die Zeule:
Eule mit Weule!“

(..)

Ich grüße unsere Gärtner, die hervorragende Arbeit leisten: „Ich hab’s mir auch angewöhnt, dass ich jeden Tag in der Früh‘ in den Garten schaue und vielleicht eine Blume hinrichte oder aufrichte.“

Ich grüße alle Sekretärinnen und empfehle: „Vergessen sie mich daran zu erinnern.“ Mit dem Diktat bin ich schon „vorgediehen“. „Schließlich kann ich nicht zwei Fliegen auf einmal dienen.“ „Aber: Seid unberuhigt.“ „Man muss schließlich die Leute bei der Schlange halten.“

Bilderstrecke zum Neujahrsempfang