Pra­xis­test: Moot Court

Johan­na Kun­ze, Lydia Wolff und Katha­ri­na Schröder

Drei Stu­den­tin­nen haben die Uni Trier im Moot Court-Wett­be­werb des Bun­des­ar­beits­ge­richts erfolg­reich reprä­sen­tiert. Johan­na Kun­ze, Katha­ri­na Schrö­der und Lydia Wolff erhiel­ten in der Vor­run­de von den Rich­tern und Rich­te­rin­nen gro­ße Aner­ken­nung für ihren sou­ve­rä­nen Auf­tritt und einen gelun­ge­nen Schrift­satz, ver­pass­ten jedoch knapp den Ein­zug in das Halb­fi­na­le. Trotz­dem hat sich die Teil­nah­me gelohnt.

Ein hal­bes Jahr haben sich die drei Jura-Stu­den­tin­nen mit Unter­stüt­zung von Leh­ren­den und Prak­ti­kern auf den Moot Court-Wett­be­werb des Bun­des­ar­beits­ge­richts vor­be­rei­tet. Sie sind nicht nur vom Lehr­stuhl für Bür­ger­li­ches Recht und Arbeits­recht von Pro­fes­sor Dr. Tho­mas Raab, son­dern auch durch ein gan­zes Exper­ten-Team außer­halb der Uni Trier unter­stützt wor­den: das Team um die Rechts­an­wäl­tin Dr. Ange­la Emmert der Kanz­lei CMS Hasche Sig­le aus Köln, die Juris­tin Dr. Nico­le Giet­zen der Daim­ler AG und Dr. Nina Taut­phä­us, der­zeit Rich­te­rin am Arbeits­ge­richt Wiesbaden.

Mit ihren Men­to­ren erar­bei­te­ten und dis­ku­tier­ten die Jura-Stu­den­tin­nen das The­ma des Wett­be­werbs: das Urlaubs­recht. Im Moot Court, der Simu­la­ti­on eines Gerichts­pro­zes­ses, soll­ten die Stu­den­tin­nen die Arbeit­ge­ber­sei­te ver­tre­ten, die von dem kla­gen­den Arbeit­neh­mer auf Urlaubs­neu­ge­wäh­rung und Urlaubs­ent­gelt in Anspruch genom­men wur­de. Schwer­punkt war die bri­san­te Dis­kus­si­on um die Fra­ge, wel­che recht­li­chen Aus­wir­kun­gen die stän­di­ge Erreich­bar­keit von Arbeit­neh­mern in der fort­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung hat.

In einer Gene­ral­pro­be tes­te­ten Johan­na Kun­ze, Katha­ri­na Schrö­der und Lydia Wolff mit den Exper­tin­nen sogar ihren vor­be­rei­te­ten Schrift­satz und die Tech­ni­ken der Ver­hand­lungs­füh­rung. Alles soll­te sit­zen, bevor sie in Erfurt gegen 28 Teams antraten.

Wer auch mal beim Moot Court dabei sein will: Der Wett­be­werb hat zum sieb­ten Mal statt­ge­fun­den und wird alle zwei Jah­re aus­ge­tra­gen. Also schon Mal für Som­mer 2019 vor­mer­ken. Dann kann man sich wie­der als Teil­neh­mer dafür anmelden.

Am Tag der Ver­hand­lung, dem 18. Janu­ar 2018, sind die Teams in der Vor­run­de zunächst in vier Grup­pen ein­ge­teilt wor­den und haben dann vor Gericht ihre Argu­men­te vor­ge­tra­gen. Aus jeder der Grup­pen konn­te nur ein Team in das Halb­fi­na­le ein­zie­hen. Höhe­punkt des Tages soll­te schließ­lich das Fina­le wer­den, in dem die bei­den bes­ten Teams um den Sieg kämpften.

Die Trie­rer Juris­tin­nen erhiel­ten in der Vor­run­de von den Rich­tern des Bun­des­ar­beits­ge­richts gro­ße Aner­ken­nung für ihren sou­ve­rä­nen Auf­tritt und einen gelun­ge­nen Schrift­satz, ver­pass­ten aber knapp den Ein­zug in das Halbfinale.

Für die drei ange­hen­den Juris­tin­nen hat sich die Teil­nah­me am Moot-Court trotz­dem mehr als gelohnt. Sie bele­gen im Stu­di­um den Schwer­punkt Arbeits- und Sozi­al­recht und woll­ten durch die Teil­nah­me am Wett­be­werb vor allem prak­ti­sche Erfah­run­gen außer­halb ihres Stu­di­ums sammeln.

Foto: Bun­des­ar­beits­ge­richt Erfurt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.