Hil­fe, mei­ne Publi­ka­ti­on ist weg!

Immer mehr Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler ver­öf­fent­li­chen ihre Publi­ka­tio­nen (aus­schließ­lich) online. Doch wie bleibt die Ver­öf­fent­li­chung dau­er­haft im Netz auf­find­bar? Dafür gibt es so genann­te DOI, Digi­tal Object Iden­ti­fier. Jetzt darf auch die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Trier die­se digi­ta­le Ken­nung ver­ge­ben.

Abbil­dung: Inter­na­tio­nal DOI Foun­da­ti­on, www.doi.org

404. Not found”: Die­se Feh­ler­mel­dung sieht nie­mand ger­ne, schon gar nicht, wenn es sich um die eige­ne Publi­ka­ti­on han­delt. Bei Ver­öf­fent­li­chun­gen, die mit einem so genann­ten DOI ver­se­hen sind, kann das nicht so leicht pas­sie­ren. Die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Trier ist seit Kur­zem Daten­zen­trum für die Ver­ga­be von DOI. Doku­men­te, die Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaf­ler in das Hoch­schul­schrif­ten-Repo­si­to­ri­um OPUS ein­brin­gen, bekom­men eine DOI und wer­den so welt­weit ein­deu­tig refe­ren­zier­bar.

In OPUS, dem elek­tro­ni­schen Publi­ka­ti­ons­por­tal der Uni­ver­si­tät Trier wird der DOI im Moment noch unter “Bemer­kung” ange­zeigt. Mit dem Update von OPUS bekommt der DOI dem­nächst ein eige­nes Feld.

DOI steht für Digi­tal Object Iden­ti­fier und ist ein inter­na­tio­nal ver­brei­te­ter, dau­er­haf­ter Iden­ti­fi­ka­tor, der ins­be­son­de­re ver­wen­det wird, um wis­sen­schaft­li­che Online-Publi­ka­tio­nen und For­schungs­da­ten ein­deu­tig und dau­er­haft zu adres­sie­ren. Links, die ins Nichts statt zum Doku­ment füh­ren, sol­len so ver­mie­den wer­den.

Der DOI sieht ähn­lich aus wie eine Inter­net­adres­se: Er beginnt mit dem übli­chen http, danach folgt eine mehr­stel­li­ge Num­mer, wel­che für die aus­stel­len­de Insti­tu­ti­on steht. Die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Trier hat hin­ter die­ser Num­mer zusätz­lich noch die Abkür­zung UBTR ein­ge­führt. Der DOI ist in der Regel auf der ers­ten Sei­te des Wer­kes notiert.

Ist ein DOI vor­han­den, ist er in der Regel auf der ers­ten Sei­te der Ver­öf­fent­li­chung notiert.

Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Trier, die ihre Auf­sät­ze bei Ver­la­gen ver­öf­fent­li­chen, erhal­ten dafür seit eini­gen Jah­ren in der Regel auto­ma­tisch einen DOI, auch wenn man­chen das gar nicht bewusst ist.

Die Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek wird zunächst alle neu in OPUS publi­zier­ten Wer­ke mit einem DOI ver­se­hen, im Lau­fe des Jah­res sol­len auch alle bis­her in OPUS ein­ge­stell­ten Wer­ke einen DOI bekom­men.

Neben der welt­wei­ten und dau­er­haf­ten Inden­ti­fi­zier­bar­keit erleich­tern DOIs auch die Über­nah­me von Infor­ma­ti­ons­res­sour­cen in Lite­ra­tur­ver­wal­tungs­soft­ware wie Cita­vi. Über das Brow­ser-Plug-in „Cita­vi Picker“ las­sen sich biblio­gra­phi­sche Anga­ben mit einem Maus­klick in Cita­vi ein­spie­len: Man braucht nur die DOI sei­nes Wer­kes hin­ein­ko­pie­ren, und schon erfas­sen die­se Sys­te­me auto­ma­tisch sämt­li­che biblio­gra­phi­sche Anga­ben dazu. Bei Büchern ist dies auch über die ISBN-Num­mer mög­lich. Aber da Auf­sät­ze kei­ne ISBN-Num­mer haben, las­sen sich die­se nun mit­hil­fe von DOI genau­so leicht erfas­sen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen & Kon­takt

Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Trier
Rapha­el Thie­le
E-Mail: thieler@uni-trier.de

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