Museums Hopping Teil II

Čovječanstvo je plemso prizivalo bogove, plesmo je slavilo i plesmo je zabavljalo, plesmo je započinjalo društveni dijalog. – Robert Joffrey

Da ich jetzt endlich mehr Zeit habe, versuche ich so viel wie möglich nachzuholen: Nach der Tesla-Ausstellung war ich jetzt im Museum für Kunsthandwerk. Prominent gelegen, direkt gegenüber dem Nationaltheater und dem Hauptsitz der Universität Zagreb. Ich bin schon oft an dem Gebäude vorbeigefahren, aber nun habe ich das erste Mal den Weg in das Museum gefunden.

Der Eintritt für das Museum ist nicht teuer, umgerechnet zahlt man drei Euro.

Erster Halt war für mich die Sonderausstellung Ballet and Passion – The Jelko Yuresha Donation, die noch bis zum 18. Februar im Museum zu sehen ist. In dieser Ausstellung kann man luxuriöse Kostüme, großartige Fotos und einzigartige Ballett Accessoires sehen. Gespendet wurden diese Ausstellungsstücke von Jelko Yuersha, einem in Zagreb Geborenen, weltklasse Ballerino.
Die Exponate sind ein Mix aus Souvenirs von Reisen, Ballettutensilien, Zeugnisse von Freundschaften – das Spiegelbild eines bewegten Lebens.

Der Besuch im Museum war spontan und der Besuch in der Sonderausstellung war noch spontaner. Aber ich war mehr als begeistert!
Die Kostüme die ausgestellt werden sind alle unfassbar schön. Ich meine sie glitzern! Das reicht eigentlich schon. Zusammen mit den Exponaten macht man eine Reise durch das Leben von Jelko Yuresha und Belinda Wright, seiner Frau. Man besucht mit ihnen die Städte, die sie gesehen haben und kann die Geschichten bewundern, die sie getanzt haben. Es fühlt sich ein wenig so an, als würde man durch ein Ballett-Wunderland aus funkelnden Kostümen gehen. Selbst wenn man kein Ballett-Fan ist oder wie ich, einfach keine Ahnung hat, ist die Ausstellung faszinierend.

Nach diesem Teil folgte die eigentliche Dauerausstellung. Und die ist RIESIG! Die Ausstellung sind nach Kollektionen sortiert: Glas, Holz, Metall, Keramik, Möbel, Uhren, Skulpturen, Bilder, Fotografie, Graphik- und Produktdesign, Architektur, Stoffe und Mode, Musikinstrumente, Elfenbein, Gemälde und Bücher. (Ich glaube das ist alles. Zumindest ist das alles, an das ich mich erinnern kann.)
Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde ich habe jedes Stück gesehen. Zumindest habe ich versucht jedes Stück zu sehen.
In der Möbelabteilung (und die ist spannender als es sich jetzt anhört – wirklich!) sind die Stücke chronologisch sortiert. Man schlendert an hölzernen, mit Gold überzogenen Möbelstücken des Barocks vorbei bis man schließlich am reduzierten Design der 1960er Jahre angelangt.

Neben der beeindruckenden Sammlung ist auch das Museumsgebäude an sich eindrucksvoll. Und die Flure, welche die einzelnen Abteilungen verbinden, liegen nicht brach da, sondern werden auch für Ausstellungszwecke genutzt.

Auf der dritten Etage des Museums ist, anlässlich des Holocaust Gedenktages, noch bis zum 11. Februar die Ausstellung Beyond Duty zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Äußeres Kroatiens und der Israelischen Botschaft ist die Ausstellung organisiert worden. Sie besteht nur aus Bildern die während oder nach dem Holocaust gemalt worden sind. Nicht überladen, sonder einfach und schlicht gehalten, aber trotzdem eindrucksvoll.

 

Im Moment ist zwischen, neben und über den Schaukästen und Exponaten noch was anderes zu sehen. Draw Attention sind moderne Zeichnung, gemalt von der Künstlerin Akiko Sato. Diese schlichten, schwarzen Bilder, welche auf Seide gemalt sind, geben den klassischen Stücken eine moderne Note und helfen einen neuen, anderen Blickwinkel einzunehmen.

Am Schluss noch ein paar allgemeine Informationen über das Museum. Das Museum für Kunsthandwerk wurde 1880 auf die Initiative von Izidor Kršnjav hin gegründet. Der Plan für das Gebäude wurde von dem Architekten Herman Bollé erstellt. Heute hat das Museum ungefähr 100.000 Ausstellungsstücke, die vom 14. Jahrhundert bis in das heutige Jahrhundert reichen.