Hyeh­wa : Das Künstlerviertel

Egal, ob im Som­mer, Herbst oder Win­ter – Ein Spa­zier­gang durch Hyeh­wa lohnt sich immer

Ihr sucht in Seo­ul nach etwas krea­ti­ver Abwechs­lung? Nach einem Vier­tel mit vie­len jun­gen Men­schen? Einen guten Ort zum Sport machen und ver­wei­len? Hyeh­wa bie­tet all das und noch viel mehr!

Hyeh­wa  ist ein ganz beson­de­rer Stadt­be­zirk. Nur zwei Sta­tio­nen von der Sungs­hin Frau­en­uni­ver­si­tät ent­fernt, ist es schnell zu errei­chen und zu jeder Jah­res­zeit einen Besuch wert:

Im Som­mer bei drü­cken­der Hit­ze ver­brin­gen eini­ge Korea­ner ger­ne ihren Nach­mit­tag in Hyeh­wa in einem her­un­ter­ge­kühl­ten Des­sert-Café, um mit den Liebs­ten zusam­men eine gro­ße Por­ti­on Eis zu bestel­len. Allei­ne las­sen sich die­se Dimen­sio­nen von Eis gar nicht essen. Aber zusam­men mit Freun­den eine gro­ße Por­ti­on Matcha-Scho­ko­la­den­eis zu ver­na­schen –  Wer wür­de da schon „Nein“ sagen? 😉 Die letz­ten Trep­pen­stu­fen hin­auf zu den künst­le­risch bemal­ten Haus­wän­den schei­nen gera­de im Hoch­som­mer beschwer­lich und brin­gen einen defi­ni­tiv außer Atem, aber oben ange­kom­men, zeigt sich dafür das gan­ze Stadt­bild von Seo­ul von sei­ner bes­ten Sei­te. Manch­mal weht ein küh­ler Wind dort oben und klei­ne Cafés sor­gen für lecke­re Erfrischungsgetränke.

Gera­de das Kat­zen­haus ist ein ange­neh­mer Ort. Dort kann man umsonst auf eine klei­ne Lein­wand ein Kat­zen­mo­tiv malen, wel­ches spä­ter für die Deko­ra­ti­on des Hau­ses ver­wen­det wird. Rich­ti­ge Kat­zen habe ich nicht gese­hen, aber eini­ge lebens­gro­ße Skulp­tu­ren. Beson­ders klas­se ist es, im Som­mer in die zwei­te Eta­ge zu gehen (Ach­tung: Die ers­te Eta­ge ist das Erd­ge­schoss), sich drau­ßen mit einem küh­len Getränk hin­zu­set­zen und die gro­ße Kat­ze auf dem Holz­pfahl zu betrach­ten, wel­che über das gan­ze Vier­tel wacht.

Bil­der des Katzenhauses

Im Herbst,  wenn es end­lich küh­ler wird, ist ein Spa­zier­gang durch den Naksan Park zu emp­feh­len. Zunächst geht es eine gan­ze Wei­le berg­auf, denn wie wir alle wis­sen ist Seo­ul kein eben­er­di­ges Land­ge­biet, son­dern immer von Hügeln und klei­ne­ren Ber­gen durch­zo­gen. Die Aus­sicht wird bei jedem Schritt bes­ser und sobald man eine gewis­se Höhe erreicht hat, las­sen sich fest sta­tio­nier­te Sport­ge­rä­te fin­den, wel­che kos­ten­los zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Auf die­ser Rou­te las­sen sich immer wie­der korea­ni­sche Sport­ler beob­ach­ten, die selbst die stei­len Wege gelas­sen hoch­jog­gen. Dabei sind auch alte Korea­ner nicht zu unterschätzen.

Oben ange­kom­men, lässt sich am frü­hen Abend der Son­nen­un­ter­gang der Metro­po­len­stadt sehr gut beob­ach­ten. Zurück kann eine ande­re Rou­te neben der korea­ni­schen Schutz­mau­er aus frü­he­ren Zei­ten gewählt wer­den, die nachts beleuch­tet wird. Übri­gens könnt ihr, wenn ihr den Rück­weg neben der Mau­er antre­tet, ganz gemüt­lich bis zu eurem Wohn­heim zurück­lau­fen. Die zwei U-Bahn­sta­tio­nen zurück zu gehen, hört sich viel wei­ter an als es wirk­lich ist. Als Geheim­tipp für die­se Jah­res­zeit wür­de ich euch raten, sich die far­ben­prach­ti­gen Herbst­ver­fär­bun­gen im Naksan Park anzuschauen.

In der Abend­däm­me­rung am Naksan Park

Im Win­ter emp­fand ich es zu kalt ganz nach Hau­se zu lau­fen. Trotz­dem gin­gen Caro­li­ne Hay und ich gele­gent­lich zum Naksan Park, um die fri­sche, eisi­ge Atem­luft  neben den gan­zen Lern­stun­den in der Biblio­thek, Zuhau­se oder an der Uni­ver­si­tät zu genie­ßen.  Natür­lich wur­den unser Gesicht und unse­re Hän­de rela­tiv schnell kalt, aber dafür gibt es an jeder Stra­ßen­ecke heiß damp­fen­de Süß­kar­tof­feln, die zu die­ser Jah­res­zeit spit­ze sind. Wei­ter unten in der Nähe der U-Bahn­sta­ti­on las­sen sich auch lecke­re Restau­rants zu güns­ti­gen bis mit­tel­mä­ßi­gen Prei­sen fin­den.  In die­sen Restau­rants trifft man öfters auf Stu­die­ren­de nahe gele­ge­ner Uni­ver­si­tä­ten, die ange­regt Dis­kus­sio­nen füh­ren und teil­wei­se in einem inter­es­san­ten Dia­lekt sprechen.

Zum Früh­ling  kann ich zu die­sem Zeit­punkt nicht viel sagen, aber ich bin mir sicher, dass ich wie­der durch Hyeh­wa schlen­dern werde 😉

Bis zum nächs­ten Mal

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