In der Hauptstadt

Von New York aus ging meine Reise weiter zu Reiseziel Nummer 2: Washington D.C. Was ich dort erlebt habe? Liest du hier!

Nach sehr frühem Aufstehen und einer vierstündigen Busfahrt mit einem äußerst schlecht gelaunten Busfahrer, hatten Linda und ich die Hauptstadt mit knurrendem Magen und schmerzenden Gliedern erreicht. 

Was sofort auffiel hier in D.C. war, dass das Wetter um einiges wärmer war als in dem windigen und kalten New York, so dass meine neugekauften Schal und Mütze überflüssig wurden. Die hier herrschenden 15°C waren eine nette Abwechslung zum ekelhaft kalten Wetter, das uns sonst zu verfolgen schien.

Nachdem wir freudig unsere erste Mahlzeit des Tages zu uns genommen hatten, entschieden wir uns ein Uber zum Washington Monument zu nehmen. Dies gestaltete sich jedoch schwerer als geplant, denn der Uber-Fahrer konnte uns weder ausfindig machen, noch am Telefon verstehen. So verging eine halbe Stunde, bis er in unserer Nähe war und Linda ihm erklärte, dass das große, blonde Mädchen mit der grünen Jacke (ich) jetzt so lange winken würde bis er uns sichtete. Also winkte ich, als ob mein Leben davon abhinge und, Gottseidank, fand er uns dann schlussendlich auch nach nicht allzu langem Winken meinerseits.

Es stellte sich heraus, dass der Uber-Fahrer ein sehr netter, älterer Mann war – born and raised in D.C. – und so erzählte er uns Geschichten aus seiner Kindheit in der Hauptstadt. Als er herausfand, dass wir Touristen seien, gab er uns noch hilfreiche Tipps für unsere Sightseeing-Pläne. Gesagt sei auch, dass wir ihm trotz der langen Wartezeit 5 Sterne gegeben haben.

Endlich beim Washington Monument angekommen, spazierten wir dann bei mehr oder weniger sonnigem Wetter zum World War II Memorial und von dort aus zum eindrucksvollen Lincoln Memorial.

Danach gingen wir zu Fuß zum Weißen Haus, was mit etwas Herumirren verbunden war, schlussendlich aber geklappt hat. Hier war ich etwas erstaunt. Das Weiße Haus sah in Realität kleiner aus als ich es mir vorgestellt hatte und ich hätte auch aus irgendeinem Grund nicht erwartet, dass es sich mitten in der Stadt befindet. Trotzdem ist es aber natürlich sehr sehenswert und schön in einer kleinen Parkanlage gelegen.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Herumschlendern durch die Stadt, wobei wir dann auch noch Kommilitonen von uns begegneten und zwar auf dem Bürgersteig sitzend, zugedeckt mit ein paar alten Decken wie Obdachlose. Ich war am Anfang total irritiert als Linda die beiden erkannte und mir mitteilte, dass das Studenten von Hamline seien, doch dann klärte sie mich auf, dass Hamline ein freiwilliges Projekt organisierte, bei dem die Teilnehmer 48 Stunden wie Obdachlose leben würden und zufällig wurde dieses Projekt in D.C. am gleichen Tag wie unser Aufenthalt abgehalten. 

Fazit:

  1.  Ich habe noch nie so viele Menschen in Anzügen gesehen.
  2.  D.C. ist eine sehr schöne Stadt und ich bin froh die Hauptstadt der USA aus nächster Nähe gesehen zu haben.

 

See you, D.C.!

Next Up: Toronto, Kanada

 

Eure Nathalie