Moin aus dem Nationalpark Berchtesgaden

Nationalpark Berchtesgaden – Blick auf den Jenner, Hohes Brett, Hoher Gröll

Moin zusammen,

meinen ersten Beitrag für die CAMPUSNEWS schreibe ich aus dem Nationalpark Berchtesgaden. Ich gebe zu, ein „Grüß Gott“ wäre für diesen Standort passender, doch warum ich dem „Moin“ treu bleibe, erfährst Du im Laufe des Beitrages. Zunächst einmal möchte ich mich kurz vorstellen und Dir erklären, warum und worüber ich in den nächsten Wochen bloggen werde.

Ich bin Anna, studiere Angewandte Geographie auf Campus 2 und verbringe meine Semesterferien meistens nicht in Trier, sondern entdecke die Welt. Dabei habe ich im Hinterkopf immer den Gedanken möglichst fair und umweltfreundlich zu reisen. So habe ich zum Beispiel im letzten Jahr einen Langstreckenflug vermieden, indem ich mit dem Zug von Trier nach Vietnam gefahren bin. Das war ein echt schönes Abenteuer und ich kann Dich ermutigen, so eine lange Strecke auch einmal ohne Flug zurückzulegen.

Auch in diesen Semesterferien bin ich viel unterwegs. Folgende Orte werde ich bereisen:

  • Wie Du zu Beginn schon erfahren hast, bin ich gerade im Nationalpark Berchtesgaden. Mit dem Sommerticket der Deutschen Bahn habe ich ein Reiseziel in Deutschland besucht, was schon seit Jahren auf meiner Liste steht.
  • Nach einem kurzen Zwischenstopp in Trier, fliege ich Anfang August nach Bolivien. Dort nehme ich an einer zweiwöchigen Exkursion von meinem Studiengang teil. Leider habe ich auf die Reiseroute und Verkehrsmittelauswahl wenig Einfluss und doch bin ich gespannt, was mich erwarten wird.
  • Anschließend reise ich mit Fairaway für zwei Wochen durch Peru. Diese Reiseorganisation hat sich auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert und ich möchte einfach mal testen, wie so eine Reise abläuft.
  • Im September starte ich dann ein sechswöchiges Praktikum auf Hallig Hooge im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Hier habe ich 2012/2013 mein Freiwilliges Ökologisches Jahr verbracht und habe mir das „Moin“ angewöhnt. Ich freue mich sehr, wieder an diesen wunderschönen Ort zurückzukehren.

Bis Ende September schreibe ich noch an einer Hausarbeit zum Thema „Nachhaltiger Tourismus“. Somit wird mich das Thema die kommenden Wochen begleiten.

Mit diesem Blog gebe ich Dir die Möglichkeit mich durch meine Semesterferien zu begleiten und ein bisschen mehr über nachhaltiges Reisen zu erfahren. Den Anfang macht der Nationalpark Berchtesgaden. Viel Spaß dabei!

Nationalpark Berchtesgaden

Mein Besuch findet pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum des Nationalparks statt. Das Schutzgebiet befindet sich im Südosten Bayerns an der Grenze zu Österreich und umfasst eine Fläche von 210km². Die besonderen Merkmale sind wohl der Königssee und der dritthöchste Berg Deutschlands – der Watzmann.

Die Hauptaufgabe des Nationalparks ist es „Natur, Natur sein lassen“ und in der Kernzone auf menschliche Eingriffe zu verzichten. In der Pflegezone darf der Mensch seine traditionelle Almwirtschaft betreiben und den Königssee befischen und befahren. Diese Zonierung ist eine Antwort auf die herausfordernde Aufgabe des Nationalparks – wie die unterschiedlichen Nutzungsinteressen mit den Schutzzielen in Einklang gebracht werden können.

Königssee

Für weitere Informationen schaust Du am Besten mal auf der Homepage vorbei. Im Rahmen der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparks, habe ich das „Haus der Berge“ in Berchtesgaden besucht und auf meinen Wanderungen beim „Vorbeigehen“ die Infostellen auf der Halbinsel St. Bartholomä und auf der Kührointalm. Die Ausstellungen vermitteln den Nationalparkgedanken und machen die Natur mit allen Sinnen greifbar.

Besonders spannend ist immer eine geführte Wanderung mit einem Nationalpark Ranger. Meiner Meinung nach kann ein Mensch bei den Besuchern die Begeisterung für die Natur leichter wecken und zu umweltbewussten Handeln sowie nachhaltigen Lebensstilen inspirieren, als eine schön gestaltete Ausstellungswand.

St. Bartholomä im Regen

Königssee

Natürlich bin ich nicht nur in Berchtesgaden, um mir die Nationalparkausstellungen anzuschauen. Ich habe einen kleinen Spaziergang auf dem Malerwinkelrundweg mit Abstecher zur Rabenwand gemacht. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Aussichtspunkte auf den Königssee mit den umliegenden Berggipfeln. Eine weitere Tour führte mich hinauf zur Kührointalm und über den Falzsteig weiter zum Watzmannhaus. Für den Auf- und Abstieg sind insgesamt 10 Stunden angesetzt. Ich lag gut in der Zeit und habe auf dem Rückweg noch einen Abstecher zur Archenkanzel gemacht.

Watzmann

Blick von der Archenkanzel auf den Königssee und die Halbinsel St. Bartolomä

Für mich bleibt es dieses Mal nur bei den zwei Touren, denn ich hatte tatsächlich zwei Regentage, während es in Trier die ganze Zeit über sonnig und trocken war. Für mich geht es morgen schon wieder zurück, dabei gibt es hier noch sehr viel zu entdecken. Besonders ein Ausflug nach Salzburg oder Bad Reichenhall bietet sich an.

In wenigen Tagen startet dann schon meine Reise nach Südamerika. Ich freue mich wirklich sehr darauf Land und Leute kennen zulernen, aber der Kurztrip nach Süddeutschland hat mich wieder einmal daran erinnert, dass auch Deutschland schöne Ecken hat und ich nicht um die halbe Welt fliegen muss.

Wenn Du also Bock auf Berge hast, dann kannst Du mit dem Sommerticket der Bahn günstig nach Berchtesgaden fahren. Meine Unterkunft ist der Campingplatz Grafenlehen in Schönau und nur 5 Gehminuten vom Königssee entfernt. Mit der Gästekarte kannst Du kostenlos den Nahverkehr benutzen und bekommst Ermäßigung bei zahlreichen Veranstaltern. Vielleicht warst Du ja auch schon einmal selbst in Berchtesgaden und Umgebung und hast noch ein paar Ausflugstipps? Dann pack sie doch einfach in die Kommentare!

 

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