Countdown läuft

Spanische Flagge

https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge_Spaniens#/media/File:Flag_of_Spain.svg

Más vale tarde que nunca. Besser spät, als nie –  habe ich mich getraut für eine etwas längere Zeit ins Ausland zu gehen. Nun sind es weniger als zehn Tage bis ich mein großes Abenteuer antreten werde, das den Namen MADRID trägt.

Damit ihr einen kleinen Eindruck von mir bekommt: Ich bin Lynn, 21 Jahre und studiere Medienwissenschaften in Trier. Das fünfte Semester werde ich von September bis Dezember in Madrid verbringen und hier festhalten, wie es mir dabei ergeht und meine turbulente Gefühlswelt mit euch teilen.

Wenn man sich entscheidet ein Auslandssemester zu machen, klingt das nach einer tollen Idee. Doch so richtig vorstellen kann man sich das am Anfang noch nicht. Wenn man daran denkt, wie es sein wird, hat man ein unscharfes, verschwommenes Bild vor Augen, das eher einer Art Gedankenwolke gleicht. Man weiß, dass sie da ist, aber sie ist weit entfernt und es ist unmöglich sie zu greifen. Also verdrängt man die Gedanken und lenkt sich ab.
Vom Akademischen Auslandsamt kommen immer mal wieder Emails mit Anweisungen, was man noch einzureichen hat, wann die Infoveranstaltungen sind und und und. Alles nicht wirklich viel Aufwand bisher, doch das Gedankenkarussell dreht sich stetig weiter. „Ich muss meine Wohnung untervermieten, eine neue Wohnung finden, mir überlegen, wann ich fliegen möchte,….“. Schritt für Schritt führt man diese Punkte emotionslos aus, setzt roboterartig Häkchen an sämtlichen To-do-Listen und erzählt den Leuten seine Standardsätze: „Ja, aufgeregt bin ich schon, aber ich versuche gar nicht dran zu denken, sonst mach ich mich nur verrückt. Es wird bestimmt toll“. Wie oft habe ich euch das erzählt? Das alles nur, um es mir selbst einzureden und mir Mut zuzusprechen.

Ich habe alle Erfahrungsberichte von Studenten gelesen, die bereits in Madrid studiert haben, eine lange Liste an Tipps und Tricks angelegt, einen Flug gebucht und ein Zimmer in einer 5er WG gefunden. Es sind weniger als zehn Tage, meine letzte Woche in Deutschland, in meinem Zuhause, bei den Menschen, die ich liebe, bricht an. So langsam sickert die Information, dass ich vier Monate in Madrid leben werde, zu meinem Unterbewusstsein durch. Autofahrten zum Flughafen, erste Schritte auf den Gängen der Universidad Carlos III und große Menschenmengen voller Fremder beherrschen nachts meine Träume. Es kommen zunehmend Situationen auf, in denen mir Tränen in die Augen steigen und mich die Aufregung übermannt. Angst vor dem Abschied, Angst vor einem fremden Land, einer großen Stadt und vor allem Angst vor dem Alleinsein kommt auf. Meine Freundinnen in Trier würden jetzt wohl sagen: „Du hast aber auch vor vielem Angst.“ Ja, das habe ich! Nur dieses Mal begründet.

Doch neben all der Aufregung freue ich mich natürlich auf die Zeit in Spanien, auf viele nette Begegnungen, neue Freunde, im Zentrum einer Großstadt zu wohnen, auf eine neue Uni und ganz viel Vino und Tapas!

Ich würde mich freuen, wenn ihr ab und zu vorbeischaut und mir Kommentare dazu schreibt, wie euch meine Beiträge gefallen. Vielleicht habt ihr auch ein paar Tipps, was ich beachten sollte oder mir in Madrid nicht entgehen darf?

Herzlichst, Lynn 

5 Kommentare

  1. Hab auch ein Auslandssemester in Madrid hinter mir. Verständlich, dass du aufgeregt bist aber das vergeht sobald du da bist! Als kleiner Tipp: Versuche, vorallem am Anfang, bei vielen events/Trips mitzumachen. So wirst du viele Leute kennenlernen und auch tolle Dinge erleben 🙂
    Wünsche dir ganz viel Spaß,genieße es! Schön daß du deine Erfahrungen teilst.

  2. Hallo liebe Lynn,
    ich wünsche Dir ganz viel Mut und ein tolles Auslandssemester! Bin gespannt von Deinem Abenteuer zu lesen 🙂 Alles Liebe!

  3. @Grumbeere Danke für deinen Tipp! Ich gebe mein bestes, versuche überall teilzunehmen und habe schon jetzt akuten Schlafmangel! 😀

  4. Hi Lynn und Willkommen bei #ibfut 😉

    Ich wünsche dir auch eine tolle Zeit und freue mich schon auf deinen Blog

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