Mit Fairaway durch Peru

Machu Picchu – UNESCO Welterbe

Mit Fairaway, ein Anbieter, der sich auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert, bin ich für zwei Wochen durch Peru gereist. Eigentlich reise ich aber am liebsten auf eigene Faust durch ein Land. Warum ich mich trotzdem für eine Reise mit Fairaway entschieden habe und ob sich meine Erwartungen erfüllt haben, erfährst Du in meinem neuen Blogpost. Viel Spaß!

Schon von der Exkursion in Bolivien war mir klar, dass ich nicht nur für zwei Wochen nach Südamerika fliege. Das konnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. So habe ich mich für zwei weitere Wochen in Peru entschieden. Vielleicht wäre ich auch noch länger geblieben, wenn nicht ein Praktikumsplatz ab September auf mich gewartet hätte.

Und normalerweise plane ich wenig im Voraus. Ich reise am liebsten ganz frei und unabhängig. So habe ich vieles selbst in der Hand und kann mich spontan umentscheiden. Also, warum habe ich mir die Reise von Fairaway organisieren lassen?

Willkommen im Dschungel

Warum eine organisierte Reise?

Ich gebe zu, ich war ein bisschen bequem und neugierig. Aufgrund einer Klausur hatte ich vor den Semesterferien kaum Nerven mir die wenige Planung im Voraus selbst zu organisieren. Zudem beschränkt sich mein Spanisch auf wenige einzelne Wörter. Ich hatte einfach ein bisschen Respekt davor alleine ohne Plan und Spanisch sprechen zu können durch Peru zu reisen.

Außerdem war ich neugierig, was ein Anbieter, der sich auf nachhaltigen Tourismus spezialisiert, so ausmacht und ob er meine Erwartungen erfüllt. Da der nachhaltige Tourismus auch Thema meiner Hausarbeit ist, war das auch aus dem Blickwinkel spannend zu betrachten.

Die Vielfalt der nachhaltigen Reiseanbieter

Bei meinen Recherchen nach einem Anbieter, der nachhaltig wirtschaftet und lokale Projekte vor Ort unterstützt, ist mir aufgefallen, dass es doch schon einige Anbieter für nachhaltigen Tourismus gibt. Neben Fairaway, stehen zum Beispiel auch viventura Travel, Esperanza Tours oder Accept Reisen für nachhaltige und faire Reisen.

Humantay Lake auf 4200 Metern

Meine lokale Reiseexpertin Johanna hat mir auf Grundlage meiner Wünsche und Low-Budgetangaben eine Reiseroute zusammengestellt und alles für mich gebucht.

Meine Wünsche beschränkten sich auf den Titicacasee und ein mehrtägiges Trekking in den Anden inkl. Machupicchu. Sicherlich hätte ich in den zwei Wochen noch mehr entdecken können. Aber mir war es wichtig langsam zu reisen, damit ich mir die Orte in Ruhe anschauen kann und nicht von einem Event zum anderen hetze. In einem ersten Reiseentwurf hat Johanna mir einen Flug von Cusco nach Lima buchen wollen. Zwar kompensiert Fairaway alle Verkehrswege, aber warum fliegen, wenn ich auch mit dem Bus fahren kann. Die Fahrt hat mich zwar einen ganzen Tag gekostet, aber das war völlig okay für mich.

Mit einem Low-Budget zu reisen, stellte sich als größere Herausforderung dar. Nachhaltiger Tourismus ist gerade nicht die günstigste Art zu reisen. Zum Beispiel habe ich das ganz normale wahnsinnige Touriprogramm für die schwimmenden Schilfinseln auf dem Titicacasee bekommen, weil die nachhaltige Variante mein Budget überschritten hätte. Auf der Isla del Sol, in Puno und in Lima hat Fairaway auch noch keine Kooperationen mit fairen Hotels. Somit habe ich dort meine Unterkünfte selbst gebucht.

Die schwimmende Schilfinsel der Uros auf dem Titicacasee

Zwei Beispiele für nachhaltigen Tourismus

Dafür hatte ich in Cusco ein wunderschönes Hotel mit tollem Background. Im Niños Hotel unterstützen die Gäste mit ihrem Aufenthalt die Niños Unidos Peruanos Foundation. Diese hilft 600 benachteiligte Kindern in Cusco und Umgebung mit einem Umfeld, wo ihre Grundbedürfnisse erfüllt werden und in dem sie sich kreativ entfalten können. Zum Beispiel bekommen die Kinder zwei gesunden Malzeiten am Tag, medizinische Hilfe und Unterstützung bei den Hausaufgaben.

Auch mein Veranstalter der mehrtägigen Trekking Tour hat sich nachhaltigen Tourismus auf die Fahne geschrieben. Mit Alpaka Expeditions bin ich den Salkantay Trek gewandert. Eigentlich wollte ich in einer Gruppe den Trek erleben, hatte jedoch dann eine Privattour, weil es keine anderen Teilnehmer für diesen Zeitraum gab. Im Nachhinein wurde mir versichert, dass dies eine Ausnahme ist und der Veranstalter eigentlich nicht nur mit einem Kunden geht. Alpaka Expeditions ist ein lokales Unternehmen und unterstützt somit die regionale Wirtschaft.

Aufstieg zum zweiten Pass auf dem Salkantay Trek

Mein Feedback

Auch wenn ich eine schöne Reise hatte, werde ich mich das nächste Mal wieder selbst an die Planung setzten. Klar, Spanisch sprechen ist von Vorteil, aber mit Händen und Füßen hätte es auch geklappt. Sollte die nächste Reise nach Südamerika anstehen, dann möchte ich vorher auch bisschen mehr Spanisch sprechen wollen. So viele liebe Menschen haben mich angesprochen, aber leider war kaum Kommunikation möglich.

Was den nachhaltigen Tourismus angeht, so bin ich der Überzeugung, dass ich mir auch eigenständig eine nachhaltige Reise zusammenstellen kann. Sowohl das Hotel, als auch Alpaka Expedition haben informative Internetauftritte. Mit ein bisschen Recherche klappt das auf jeden Fall. Ich hoffe bei meiner nächsten Reise, finde ich wieder die Motivation mich selbst an die Planung zu setzten und wenn keine Zeit dafür ist, dann einfach spontan vor Ort zu schauen. Sicherlich spare ich dadurch auch mehr Geld, was ich an anderer Stelle besser investieren kann.

Also Reminder an mich: Mit mehr Mut und Spontanität bitte wieder zurück zu Deiner ursprünglichen Art zu Reisen: frei und unabhängig!

Wenn am Morgen die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel zum Leuchten bringen

 

 

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